Tag: Sonne

Erneuerbare sichern zunehmend die Energieversorgung

vorläufige Zahlen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik zeigen Rekordwerte bei der Einspeisung Erneuerbaren Stroms im ersten Halbjahr 2019

Zahl der Woche / Über 49 Milliarden Kilowattstunden…

Zahl der Woche / Über 49 Milliarden Kilowattstunden Strom lieferten Windkrafträder und Photovoltaikanlagen im ersten Quartal 2019

Deutschlandfunk Nova: Erneuerbare Energien im Check

Strom und Wärme aus Wind, Sonne, Biomasse, Wasser und Erdwärme – wir checken, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Energieträger haben. Schon jetzt steht fest: Bald haben sie die fossilen Energieträger und Kernkraft überholt.

Wie wird die Energieversorgung in Deutschland in der Zukunft aussehen? Wo stehen wir heute, wo gibt es Schwierigkeiten und Chancen? Das alles klären wir im Check-Up Erneuerbare Energien. Hier: Windenergie.

„Die Erneuerbaren sind durchaus konkurrenzfähig“

Erneuerbare Energien könnten sich inzwischen durchaus mit konventionellen Kraftwerken messen, brauchten aber noch stabile Rahmenbedingungen, sagte der Klimaökonom Niklas Höhne im Dlf unter Verweis auf eine aktuelle Studie. Barrieren müssten aus dem Weg geräumt werden, damit die Anlagen gebaut werden könnten.

Weniger Treibhausgasemissionen dank erneuerbarer Energien

Mit Energie aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind oder Biomasse wurden 2017 in Deutschland Treibhausgase mit einer Klimawirkung von rund 177,1 Millionen Tonnen CO2 (CO2-Äquivalente) vermieden. Diese und viele weitere Daten liefert die neueste Emissionsbilanz der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat).

ZSW und BDEW: Erneuerbare decken 38 Prozent des Stromverbrauchs

Die erneuerbaren Energien haben in den ersten drei Quartalen 2018 zusammen 38 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt. Somit gab es gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen ein Anstieg um 3 Prozentpunkte. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Auswertung.
Die Erneuerbaren erreichten im Januar, April und Mai 2018 aufgrund des außerordentlich starken Winddargebots und der hohen Anzahl an Sonnenstunden sogar bis zu 43 Prozent des Bruttostromverbrauchs. Wenn das Winddargebot im vierten Quartal sich wie im Durchschnitt der letzten Jahre gestalte, könnten die Erneuerbaren auch im Gesamtjahr 2018 knapp 38 Prozent decken, heißt es.

Flächenbereitstellung beschleunigen – Weiterbetrieb an akzeptierten Standorten sichern

Auf dem zweiten gemeinsamen Windbranchentag der BWE-Landesverbände Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland diskutierten rund 250 TeilnehmerInnen aus Windenergieunternehmen, Landespolitik und Kommunen über den weiteren Ausbau der Windenergie in den drei Bundesländern. Trotz schwierigen Marktumfelds und zunehmender Unsicherheit in der Branche betonten die TeilnehmerInnen die großen Potenziale der Windenergie für die regionale Wertschöpfung und richteten einen fordernden Blick nach Berlin sowie vor die eigene Haustür. Die Bundesregierung müsse endlich die sinnvollen Ankündigungen des Koalitionsvertrags in die Praxis umsetzen. Die Landesregierungen müssten im Bereich der Flächenbereitstellung und der Erteilung von Genehmigungen dringend nachlegen.

Erneuerbare Energien sind Eckpfeiler für das digitale Energiesystem von morgen

Im Landtag NRW findet heute, auf Grundlage eines Antrags der Regierungsfraktionen von CDU und FDP, eine Expertenanhörung zu den Chancen der Digitalisierung statt. Hierzu hält Jan Dobertin, Geschäftsführer des LEE NRW, fest: „Die Digitalisierung bietet große Chancen der intelligenten Steuerung und Vernetzung des künftigen Energiesystems. Doch bei allen hilfreichen und notwendigen Schritten zur digitalen Energiewelt sollte man nicht vergessen, dass klimafreundliche Erzeugungsanlagen die Basis des künftigen „smarten Energiesystems“ darstellen. Wer das vergisst, ist wenig smart. Und wer hier zögert, erreicht auch seine Klimaziele nicht.“

MEHRHEIT DER VERBRAUCHER WILL SCHNELLEN KOHLEAUSSTIEG UND GEZIELTEN ÖKOSTROM-AUSBAU

Umfrage zu Erwartungen an die Strukturwandel-Kommission

Mehr als 70 Prozent der Bundesbürger sind laut einer repräsentativen Umfrage der Meinung, dass die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ sich schwerpunktmäßig mit dem Ausbau alternativer Energiequellen wie Wind- und Solarkraft befassen soll. Noch etwas wichtiger ist den Befragten die Sicherung von Arbeitsplätzen als Aufgabe der Kommission, die heute offiziell von der Bundesregierung eingesetzt werden soll. Dies sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid im Auftrag der Ökoenergieanbieter Elektrizitätswerke Schönau eG, Greenpeace Energy eG, NATURSTROM AG und LichtBlick SE sowie des Bündnisses Bürgerenergie e.V. Anfang Juni durchführte. Fast 80 Prozent der Bundesbürger meinen laut dieser Umfrage außerdem, dass erneuerbare Energien die Kohleverstromung in Deutschland so schnell wie möglich ablösen sollen.

Saarland und Schleswig-Holstein haben die Ökostromerzeugung in fünf Jahren mehr als verdoppelt

STROMSEKTOR IN DEN BUNDESLÄNDERN: AKTUALISIERTES AEE-HINTERGRUNDPAPIER FASST DATEN ZUSAMMEN
Seit 2011 und damit dem Jahr des Reaktorunfalls von Fukushima konnten fast alle Länder ihre Ökostromerzeugung deutlich ausbauen. Am stärksten war die Entwicklung im Saarland und in Schleswig-Holstein, die mit einem Wachstum um 141 bzw 131 Prozent den im Land produzierten Strom aus Wind, Sonne, Biomasse und Co. in nur fünf Jahren deutlich mehr als verdoppeln konnten. Dies zeigen neue Daten, die in einem aktualisierten AEE-Hintergrundpapier zum Stromsektor in den Bundesländern zusammengefasst sind. Neben der Zusammensetzung der Stromerzeugung werden auch Entwicklungen bei der Ökostromerzeugung, die Effizienz der Stromnutzung sowie die Klimawirkung des Kraftwerksparks in den Ländern beleuchtet.

Energiewende hautnah: Tage der Erneuerbaren Energien in NRW

Für rund 400 Nachwuchs-Klimaschützer hieß es bei den Tagen der Erneuerbaren Energien: raus aus dem Unterricht und rein in die Welt der Energiewende. Vom 19. bis zum 27. April waren NRW’s Schülerinnen und Schüler dazu aufgerufen, an verschiedenen Energiewende-Projekten im ganzen Land teilzunehmen. Über ein Dutzend Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche in NRW zeigten Kindern und Jugendlichen vor Ort und in Schulen, wie Energie mit Hilfe von Sonne, Wind, Wasser und Biomasse gewonnen wird. Die Aktionstage, organisiert vom LEE NRW, finden rund um den Jahrestag des Reaktorunfalls in Tschernobyl vom 26. April 1986 statt. Sie sollen deutlich machen, wie wichtig und drängend der konsequente Umstieg auf eine sichere und klimaschonende Energieversorgung ist.

Für Reiner Priggen, Vorsitzender des LEE NRW, ist die Sensibilisierung von jungen Menschen ein wichtiges Anliegen: „Klimaschutz passiert nicht von allein – und schon gar nicht von heute auf morgen. Alle müssen sich aktiv daran beteiligen. Die Tage der Erneuerbaren Energien helfen, diese Denkweise schon bei den Jüngsten zu verankern. Nur wenn sie mit der Selbstverständlichkeit aufwachsen, dass Klimaschutz ein Muss ist, kann die Energiewende ein Erfolg werden.“

Simone Peter wird neue BEE-Präsidentin

Die promovierte Biologin Dr. Simone Peter ist von der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt worden. Peter folgt damit ab dem 1. März 2018 auf Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, der seit Oktober 2013 Präsident des Dachverbands der Erneuerbare Energien-Branche war und sein Amt aus persönlichen Gründen abgibt.

Die 52-jährige Saarländerin war von 2013 bis 2018 Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen. Von 2012 bis 2013 gehörte sie dem Landtag des Saarlandes an. Als Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr war sie von 2009 bis 2012 mit der Umsetzung der Energiewende im Stahl- und Kohleland Saarland betraut. 

Rekord: Wind und Sonne erzeugen fast 15 Milliarden kWh Strom im Oktober

Die Wind- und Solarenergieanlagen in Deutschland haben im Oktober 2017 so viel Strom erzeugt wie niemals zuvor. Herbststurm Herwart sorgte zudem für einen neuen Leistungsrekord bei der Windenergie.

Die Windkraft- und Solaranlagen in Deutschland haben im Oktober 2017 zusammen knapp 15 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Ökostrom produziert. Damit ist der vergangene Monat der bislang in Deutschland mit Abstand produktionsstärkste aller Zeiten. Das geht aus den bislang vorliegenden Daten der Transparenzplattform Entso-e der europäischen Übertragungsnetzbetreiber hervor.

Wind- und Solarstrom: Rekord-Stromerzeugung im Oktober 2017

Die Stromerzeugung aus Windenergie- und Solaranlagen in Deutschland beläuft sich im Oktober 2017 auf insgesamt 14,6 Mrd. kWh. Der bislang produktionsstärkste Monat war der März 2017 mit einer Stromproduktion von 12,5 Milliarden kWh durch Wind- und Solaranlagen. Gestützt durch den Ausbau der Windenergie sowie durch eine windklimatologisch günstige Wetterlage hat sich die Stromerzeugung aus diesen beiden regenerativen Energiequellen im Oktober 2017 im Vergleich zum Oktober 2016 (7,3 Mrd. kWh) verdoppelt.

BEE-Argumente für eine Energie der Zukunft. Zu 100 Prozent

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat in einem 68 Seiten umfassenden Argumentarium Fakten zu Erneuerbaren Energien zusammengefasst und Fragen zu einzelnen Technologien beantwortet. Spartenübergreifende Themen wie Versorgungssicherheit, Speicherung oder Erneuerbare Mobilität werden aufgegriffen oder Informationen zu Kapazitäten und Leistungsmerkmalen einzelner Erneuerbarer Energien präsentiert.

Repräsentative Umfrage: 95 Prozent der Deutschen wollen mehr Erneuerbare Energien

ZUKUNFTSSICHERHEIT UND KLIMASCHUTZ SIND WICHTIGSTE GRÜNDE / HOHE AKZEPTANZ FÜR ANLAGEN IN DER NACHBARSCHAFT

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist für eine überwältigende Mehrheit der Deutschen ein wichtiges Anliegen. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). So bewerten 95 Prozent der Befragten den Ausbau der Erneuerbaren als wichtig bis außerordentlich wichtig.

Christian Lindner wider Windenergie und Wirtschaft in NRW

Mit einem beherzten Tritt auf die energie­politische Bremse will die neue „NRW-Koalition“ die Energie­wende im Energie­land NRW zum Still­stand bringen. Bei der Vorstellung des Koalitions­vertrages für NRW am 26. Juni hat der FDP-Bundes­vorsitzende Christian Lindner harsch gegen die Wind­energie gewettert.

Vielleicht fällt es mitunter schwer, die Argumente auseinanderzuhalten, wenn man ständig und überall als FDP-Frontmann für die eigene Partei aktiv ist: In diesem Fall gegen Innovationen, gegen Fortschritt, gegen eine zukunftsgerichtete Energiepolitik. Denn nichts anderes ist es, was derzeit in Nordrhein-Westfalen geschieht. Die neue Landesregierung hat einen unmissverständlichen Koalitionsvertrag vorgelegt. Zwar bekennt man sich darin zum Pariser Weltklimaabkommen, sieht im Wärmemarkt die größten Potentiale zur Treibhausgasminderung und will NRW zum führenden Land im Bereich der E-Mobilität aufbauen.

Windkraft offshore (plus 36,7 Prozent) und Photovoltaik (plus 29 Prozent) legen zu

ZSW und BDEW zum Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch im 1. Quartal 2017

Im ersten Quartal 2017 lag der Anteil von Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen am Bruttostromverbrauch bei 32 Prozent.

Dies ergaben erste Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich der Anteil Erneuerbarer Energien um vier Prozent – von 48,1 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) auf 50,1 Mrd. kWh.

Die höchste Zuwachsrate erzielte mit 36,7 Prozent auf 4,8 Mrd. kWh gegenüber dem Vorjahreszeitraum erneut die Windkraft offshore (1. Quartal 2016: 3,5 Mrd. kWh). Mit 29 Prozent auf 6 Mrd. kWh (4,6 Mrd. kWh) verzeichnete auch Strom aus Photovoltaikanlagen einen deutlichen Anstieg. Die Windkraft an Land, mit 22,4 Mrd. kWh die größte regenerative Erzeugungsquelle, legte um 3,1 Prozent zu.

Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch liegt bei 32 Prozent

Im ersten Quartal 2017 lag der Anteil von Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen am Bruttostromverbrauch in Deutschland bei 32 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich damit der Anteil erneuerbarer Energien um vier Prozent von 48,1 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) auf 50,1 Mrd. kWh.

Weg für mehr Solarstrom in Baden-Württemberg ist frei – Kabinett verabschiedet Freiflächen-Verordnung

Umweltminister Franz Untersteller: „Mit der Verordnung wird Baden-Württemberg im innerdeutschen Bieterwettbewerb um große PV-Anlagen wettbewerbsfähig.“

Nach Abschluss der Anhörung hat die Landesregierung gestern die so genannte Freiflächenöffnungsverordnung verabschiedet. Mit dieser Verordnung nutzt Baden-Württemberg eine Klausel im Erneuerbare-Energien-Gesetz, die es den Ländern erlaubt, die für große PV-Freiflächenanlagen zugelassenen Flächen in Teilen selbst zu definieren und damit über die Regeln im EEG hinauszugehen. Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller: „Wenn wir die Sonne in unserem Land nutzen und an Ausschreibungen für Solarparks teilnehmen wollen, müssen wir die Grenzen des EEG verlassen. Das tun wir, in dem wir jetzt PV-Freiflächenanlagen in benachteiligten Gebieten auf Acker- und Grünlandflächen ermöglichen.“

Wind und Sonne liefern über sieben Mrd. kWh Strom im Oktober

Die Stromerzeugung aus Windenergie und Photovoltaik beläuft sich im Oktober 2016 auf deutlich über 7 Milliarden Kilowattstunden. Auch im Jahresvergleich kann der Oktober 2016 kräftig zulegen.

Die Stromerzeugung aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen in Deutschland summiert sich im Oktober 2016 auf etwa 7,3 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Die Windenergie stemmt davon den Löwenanteil.

Vom Stromeinspeisegesetz zur Energiewende – ein Rückblick

In Kooperation mit dem Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) erinnerte die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) mit einer Veranstaltung am 22. September 2016 in Berlin an das Inkrafttreten des Stromeinspeisungsgesetzes vor 25 Jahren am 1. Januar 1991. Es ist damit das erste Ökostromeinspeisungsgesetz der Welt und diente vielen Ländern als Vorbild. Im Jahre 2000 wurde es durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abgelöst.

Nach der Begrüßung durch Otto Bernhardt, Vorstandsmitglied der KAS und Vorsitzender der Hermann-Ehlers-Stiftung, und Fritz Brickwedde, Präsident des BEE, wurde ein Grußwort von Bundesminister a.D. Prof. Klaus Töpfer eingespielt. Töpfer erinnerte an die Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren Energien, die vor 25 Jahren gar nicht abzusehen gewesen sei. Heute trügen regenerative Energien in vielen Teilen der Welt zur Deckung der Energieversorgung bei. Angesichts von Umweltschäden und Klimaerwärmung dürfe man jetzt aber nicht stehen bleiben, sondern müsse den eingeschlagenen Weg mutig weitergehen.

Warnminute bringt über 30.000 betroffene Mitarbeiter bundesweit auf die Straße – Demonstration für den 2. Juni in Berlin geplant

Es ist 5 vor 12! – Weit über 30.000 betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehr als 210 Unternehmen protestierten für die Energiewende. Demonstration am 2. Juni 2016 in Berlin geplant BEE Belegschaft demonstriert vor dem BMWi in Berlin Es ist 5 vor 12! – Weit über 30.000 betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehr als 210 …

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Agora veröffentlicht Analyse zur Energiewende im Stromsektor für 2015

Erneuerbare Energien haben im Jahr 2015 einen Rekordanteil an der Stromerzeugung und am Stromverbrauch erreicht. Jede dritte verbrauchte Kilowattstunde (32,5 Prozent) stammte nach Erhebungen des Denk- und Politiklabors Agora Energiewende aus Wind, Sonne, Wasser und Bioenergieanlagen. Kein anderer Energieträger erreichte in der Vergangenheit in Deutschland diesen Wert. Zu dieser Steigerung von über 5 Prozent hat maßgeblich die Windenergie beigetragen, deren Stromproduktion sich im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent erhöhte.

Das EEG im Lichte von Paris – Neue Studie zum Erneuerbare-Energien-Gesetz

Kosten der Energiewende aus deutscher und internationaler Perspektive

Die Beschlüsse der Klimakonferenz in Paris leiten eine neue Phase der internationalen Klimapolitik ein. Eine Stromerzeugung ohne klimaschädliche Treibhausgase steht erstmals auf der energie- und klimapolitischen Agenda aller Staaten. Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kann dabei Vorbild für die Förderung erneuerbarer Energien weltweit sein. Allein in Deutschland hat es in den vergangenen 15 Jahren zu einer massiven Ausweitung der regenerativen Stromerzeugung von etwa 10 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2000 auf etwa 136 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2014 geführt. Dies zeigt eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag des Ministeriums Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, die eine kostenseitige Bilanz des EEG zieht.

Bis zum Jahr 2016 erwarten die Forscher eine Ausweitung der Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Wasser auf 176 TWh. Die Betreiber der erneuerbaren Energien-Anlagen haben dafür Zahlungen von rund 23 Milliarden Euro bis zum Jahr 2014 erhalten. Die Differenzkosten zu den Erlösen aus dem Verkauf der entsprechenden Strommengen betragen etwa 19 Milliarden Euro. Sie werden von zwei Dritteln der Stromverbraucher über die sogenannte EEG-Umlage von aktuell etwas über 6 Cent pro Kilowattstunde aufgebracht.

„Die bei den neuen Energien erzielten Kostensenkungen haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Pariser Beschlüsse möglich wurden“, fasst Dr. Felix Matthes, Forschungskoordinator Energie- und Klimapolitik am Öko-Institut die Leistungen des EEG zusammen. „Die frühen und umfangreichen Investitionen Deutschlands in erneuerbare Energien haben einen wesentlichen Beitrag zu geleistet, dass diese erheblich preiswerter geworden sind. So konnte gezeigt werden, dass ein Energiesystem auf der Basis neuer Energiequellen wie Sonne und Wind praktisch und inzwischen auch kostengünstig funktionieren kann.“

Nordostdeutschland: Tausende Jobs durch Erneuerbare geschaffen

Wind, Biomasse, Sonne und Geothermie haben nach Aussagen von Mecklenburg Vorpommerns Energieminister Christian Pegel im Norden der Republik zahlreiche neue Jobs geschaffen, berichtet die Ostdeutsche Zeitung in ihrer Silvesterausgabe.

Eine Analyse des Hanseatic Institute for Entrepreneurship an der Universität Rostock kommt zu dem Ergebnis, dass in Mecklenburg-Vorpommern rund 13.700 Menschen in Dienstleistungs- und Zuliefererbetrieben beschäftigt sind. Dabei wurden 365 Unternehmen berücksichtigt, die einen Jahresumsatz von 3,7 Milliarden Euro erwirtschafteten.

Studie „Der Plan“ für Deutschland: 100 Prozent Erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050

Studie „Der Plan“ für Deutschland: 100 Prozent Erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050

Wir müssen nur wollen!

Sonne und Wind treiben Kühlschränke, Autos und Lampen an. Die zerstörende Kraft von Kohle und Atom ist Geschichte. Ein Traum? Nein, „Der Plan“! Den hat Greenpeace nun veröffentlicht.

Die Sonne produziert rein rechnerisch 2850 mal mehr Energie, als wir brauchen – der Wind 200 mal. Wir haben die Technik für effiziente Geräte. Die Frage ist nur, wieso wir all das nicht nutzen und uns stattdessen – ohne Not – den unsäglichen Gefahren aus der Kohle und Atomkraft aussetzen?

Technisch ist der Weg Richtung 100 Prozent Erneuerbare Energien frei, wir müssen ihn nur gehen: Schritt für Schritt zeigt Greenpeace in der Neuauflage des Energiekonzepts „Der Plan“, wie die komplette Umstellung auf Erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050 in Deutschland funktionieren kann. „Wir als bedeutende Wirtschaftsnation, als Land mit nur mäßigem Sonnenschein und einem sehr hohen Lebensstandard können es vormachen“, erklärt Niklas Schinerl, Experte für Energie bei Greenpeace. „Die Bundesregierung muss den Umbau der Energieversorgung vorantreiben, anstatt in gefährliche Energiequellen wie Kohlekraft und Öl zu investieren.“

Erneuerbaren-Anteil steigt 2015 voraussichtlich auf 33 Prozent

ZSW und BDEW zum Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch 2015:

Erste Schätzungen zeigen Rekordeinspeisung der regenerativen Energien

Die Erneuerbaren Energien werden 2015 voraussichtlich rund 33 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland decken. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Schätzung. Demnach könnten rund 193 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen bis zum Jahresende erzeugt werden. Das ist rund ein Fünftel mehr als im Vorjahr: 2014 lag der Anteil der Erneuerbaren Energien mit 161 Mrd. kWh noch bei rund 27 Prozent des Bruttostromverbrauchs.

Energiewende gespeichert

Greenpeace-Energy-Studie untersucht Bedeutung von Windgas für Energiewende

Mehr Erneuerbare Energie für wenig Geld – das ermöglicht die Windgas-Technologie. Eine Studie von Greenpeace Energy zeigt, wie Deutschland von der Speichermethode profitieren kann.

80 Prozent Erneuerbare Energien bis 2050 – so sieht das Ziel der Bundesregierung für die deutsche Stromversorgung aus. Was ehrgeizig klingt, reicht für einen effizienten Klimaschutz allerdings nicht aus – das belegt auch eine neue Studie von Greenpeace Energy. Die Untersuchung (durchgeführt von der OTH Regensburg und dem Analyseinstitut Energy Brainpool) befasst sich mit der Bedeutung von Windgas für die Energiewende. Das Ergebnis: Durch die Technologie kann Deutschland bis 2050 eine Stromversorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien erreichen – und dabei Milliarden sparen

Ausschreibungen versuchen die Quadratur des Kreises

„Die veröffentlichten Ergebnisse der zweiten Ausschreibungsrunde für ebenerdige Photovoltaikanlagen lassen zahlreiche Fragen offen. Vieles deutet darauf hin, dass der Bundesregierung die Quadratur des Kreises nicht gelingen wird: Gleichzeitig sollen die Akteursvielfalt erhalten, die Ausbau-Mengenziele erreicht und die Kosten stabil gehalten werden. Dies erfordert teils gegenläufige Maßnahmen, so dass mit einem längeren Korrekturprozess zu rechnen ist. Die Bundesregierung muss sich die Option erhalten, das Experiment zu beenden, wenn die Nachteile bestehen bleiben“, so Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE).

Grundsätzlich seien die Ausschreibungsmengen zu niedrig. Selbst der gegenüber der EU verpflichtenden Sektor-übergreifende Erneuerbaren-Endenergieanteil von 18 Prozent wird bis 2020 voraussichtlich nicht erreicht. Im Bereich der Solarstromproduktion plant die Bundesregierung für 2015 einen Ausbau von 2,5 Gigawatt

Zuwachs bei Erneuerbaren Energien macht Grafenrheinfeld-Aus spielend wett

Wind, Sonne und Co. liefern im ersten Halbjahr 2015 rund 10,6 Terrawattstunden mehr als im gleichen Zeitraum 2014. Atomkraftwerk produzierte nur halb soviel.

Erneuerbare Energien ersetzen den wegfallenden Strom des Kernkraftwerks Grafenrheinfelds spielend: Das Plus beim Wind- und Solarstrom im ersten Halbjahr beträgt mehr als das doppelte der Stromproduktion des Kernkraftwerks im gleichen Zeitraum. So speisten Erneuerbare-Energien-Anlagen von Januar bis Juni rund 10,7 Terawattstunden Strom mehr ins Netz ein als im ersten Halbjahr 2014. Dieser Zuwachs reicht rechnerisch, um etwa 5,4 Millionen Haushalte ein halbes Jahr mit Strom zu versorgen. Die Stromproduktion des Kernkraftwerkes Grafenrheinfeld belief sich demgegenüber nur auf etwa 5,3 Terawattstunden. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Stromdaten durch Agora Energiewende.

BMWi-Studie endlich veröffentlicht

Mehr als 230.000 neue Jobs können durch die Energiewende entstehen, und zwar netto. Das besagt eine Studie renommierter Forschungsinstitute, die das Wirtschaftsministerium nach langem Zögern nun publiziert hat. neue energie hatte über die Studie, die der Redaktion vorab vorlag, bereits im April berichtet.

Es war eine schwere Geburt: Mit rund einem dreiviertel Jahr Verspätung hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) jetzt die Studie „Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland: Ausbau und Betrieb, heute und morgen“ veröffentlicht. Die Analyse ist das Ergebnis eines großangelegten Forschungsprojekts, das von einem Konsortium aus fünf renommierten deutschen Wissenschaftseinrichtungen durchgeführt wurde. Kernaussage: Die Energiewende wird langfristig sehr viel mehr Jobs schaffen, als in den fossilen Erzeugungsbereichen verloren gehen. Im Idealfall kommen unterm Strich über eine Viertelmillion neuer Stellen hinzu.

Die Ergebnisse sind von großer Bedeutung in der laufenden Debatte um den Umbau der klassischen Energieindustrie – veröffentlicht wurden sie jedoch, ohne wie sonst üblich die Medien zu informieren. Das Magazin „neue energie“, dem eine Vorabfassung der Studie vorgelegen hatte, berichtete bereits in der April-Ausgabe. Verrechnet man die durch den Umbau des Energiesystems entstehenden positiven Arbeitsmarkteffekte mit dem Stellenabbau in der Kohle- und Atombranche, dann ergibt sich laut der Studie ein dickes Plus für die gesamte Volkswirtschaft – zusätzlich zur massiven Emissionsreduktion von klimaschädlichem CO2.

Erstmals Nettoeffekte betrachtet

Die Analyse, an der die wissenschaftlichen Einrichtungen DLR, Prognos, GWS, DIW und ZSW beteiligt waren, bezieht Daten ab dem Jahr 2004 ein und beschreibt mögliche Entwicklungspfade bis 2050, ohne verbindliche Prognosen zu geben. Neu ist nicht nur der weite Blick in die Zukunft. Auch dass es sich bei den Ergebnissen des Expertenteams erstmals um so genannte Nettobeschäftigungswerte handelt, könnte die aktuelle Diskussion nachhaltig beeinflussen. Denn damit liegen jetzt Zahlen zu künftigen Energiewende-Effekten auf den gesamten deutschen Arbeitsmarkt vor.

Das Fazit der Autoren ist eindeutig: Wenn der dezentrale Erneuerbaren-Ausbau in Deutschland und Europa fortgesetzt wird und der heimische Export moderat bis gut läuft, überwiegen klar die Vorteile. So kann bis zum Jahr 2030 die Mehrbeschäftigung unterm Strich auf rund 100.000 Personen ansteigen. Sei bis dahin durch den Ausbau erneuerbarer Energien noch mit Mehrkosten zu rechnen, würden Sonne, Wind und Co später den Verbraucher entlasten, was positiv auf den privaten Konsum wirke. Auch dadurch würden die Netto-Beschäftigungszahlen weiter auf 190.000 (Jahr 2040) und später bis über 230.000 (Jahr 2050) steigen. Für den Fall, dass sich der Export sehr gut entwickelt, sehen die Zahlen sogar noch besser aus. Traditionelle Energieversorger verlieren allerdings: Deren Geschäftsmodell sei mit zunehmendem Ausbau erneuerbarer Energien weniger erfolgreich, so die Studie. Im Jahr 2020 würden dort 16.000 Stellen abgebaut, 2030

Stromnetz für Sonnenfinsternis gewappnet

„Die partielle Sonnenfinsternis über Mitteleuropa ist eine Herausforderung für unser Stromnetz. Innerhalb kürzester Zeit muss dann eine Leistungsdifferenz im zweistelligen Gigawattbereich ausgeglichen werden. Dank innovativer Technologien und langjähriger Erfahrungen mit Schwankungen der Windstromerzeugung bei Stürmen spricht jedoch alles dafür, dass das Netz auch am Freitag stabil bleiben wird“, prognostiziert Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE).

Deutschland verfügt im Gegensatz etwa zu den USA über ein sehr robustes Stromnetz und verarbeitet bereits heute einen Anteil von knapp 30 % Strom aus Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie. „Zugleich macht die Sonnenfinsternis deutlich, dass der Strommarkt der Zukunft bei einem steigenden Anteil schwankender Erneuerbarer Energien auch an normalen Tagen immer flexibler reagieren muss“, so Falk. Der BEE setzt sich daher für eine Kapazitätsreserve und für marktwirtschaftliche Flexibilisierungselemente ein, die den Strommarkt absichern.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, betont zudem die wachsende Bedeutung von Stromspeichern für die Energiewende: „Schon jetzt nutzen über 15.000 Haushalte in Deutschland mit Hilfe intelligenter Speicher Solarstrom auch bei Dunkelheit. Für eine erfolgreiche Energiewende bei gleichbleibender Versorgungssicherheit sind Speicher unverzichtbar. Ihre Markteinführung sollte deshalb weiter mit Nachdruck vorangetrieben werden. Auch der nächsten größeren Sonnenfinsternis im Jahr 2048 können wir dann entspannt entgegensehen.“ Die Bundesregierung will bis dahin mindestens 80 Prozent der Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien decken.

LEE NRW betont zum 4. Jahrestag von Fukushima steigende Wettbewerbsfähigkeit von Erneuerbaren Energien – Geschäftsführer Dobertin: „Risikotechnologie Atomkraft trotz jahrzehntelanger Forschung und Subventionen heute teurer als Wind- und Solarenergie“

Zum 4. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima am 11. März 2015 hat der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE NRW) auf die stetig sinkenden Kosten regenerativer Energien in Deutschland hingewiesen. „Insbesondere Strom aus Wind und Sonne ist zunehmend konkurrenzfähig und teilweise schon heute günstiger als fossil oder atomar erzeugter Strom. Das zeigt, dass – auch im Sinne des Klimaschutzes – Wind- und Sonnenenergie zentrale Säulen eines sauberen, sicheren und eben auch bezahlbaren Versorgungssystems sein werden“, sagte Jan Dobertin, Geschäftsführer des LEE NRW.

Laut einer aktuellen Studie des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) wird die Sonnenenergie im Jahr 2025 günstigste Energiequelle in Mittel- und Südeuropa sein: Die Kilowattstunde Strom werde dann zwischen 4 und 6 Cent kosten. Bereits heute produzieren laut ISE größere Solarkraftwerke in Deutschland Strom für weniger als 9 Cent je Kilowattstunde, während es 2005 noch über 40 Cent waren. Die Kosten für Windstrom liegen je nach Standort zwischen 6 und 9 Cent. Zum Vergleich: Strom aus neuen Kohle- und Gaskraftwerken kostet heute zwischen 5 und 10 Cent, Atomstrom – wie jüngst das Beispiel der 35-jährigen Förderzusicherung des britischen Atomkraftwerk Hinkley Point C zeigt – bis zu 11 Cent je Kilowattstunde zuzüglich Inflationsausgleich. Während beim heutigen Bau einer Windenergie- oder Solaranlage über die mindestens 20-jährige Betriebsdauer sicher mit den Erzeugungspreisen gerechnet werden kann, gibt es beim Betrieb von Kohle-, Gas- oder Atomkraftwerken immer die Gefahr künftig steigender Brennstoff- oder Betriebskosten.

EU soll Nummer Eins bei Erneuerbaren werden – noch fehlt eine klare Weichenstellung

„Wir begrüßen die Absicht der EU-Kommission, die Europäische Union weltweit zur Nummer Eins bei den Erneuerbaren zu machen“, sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE. Der Zielformulierung sollen nun auch Taten folgen, um den Ausbau der regenerativen Energiequellen weiter voranzubringen. „Um die Nummer Eins zu werden, benötigen die Erneuerbaren klare und stabile Weichenstellungen von der Politik. In der heute veröffentlichten Mitteilung zieht die Kommission nur halbherzige Konsequenzen.“

Die Kommission betont zwar die technologischen Fortschritte, fokussiert aber zu wenig die großen Vorteile heimischer Energieträger für den Klimaschutz, für den Wettbewerb, die europäische Wertschöpfung und vor allem für die Versorgungssicherheit. Es sei positiv zu bewerten, dass die Kommission ausdrücklich die Notwendigkeit einer dezentralen Produktion sowie flexiblen Netzen und Märkten herausstellt. „Wir sind gespannt auf den noch für 2015 angekündigten Vorschlag für ein neues Marktdesign, der ausdrücklich zum Ziel haben soll, einer Vielzahl neuer Erzeuger Erneuerbarer Energien die Marktteilnahme zu ermöglichen“, sagt Rainer Hinrichs-Rahlwes, BEE-Vorstandsmitglied und Sprecher der AG Europa.

Die guten Ansätze werden aber überschattet von vielen alten und neuen Fehlern sowie von problematischen Prioritäten. So sei es schwer nachzuvollziehen, sagt Hinrichs-Rahlwes, „dass die Suche nach neuen Gasverkäufern und der Bau neuer Pipelines und LNG-Terminals bei den Prioritäten der Kommission immer noch weit vor dem massiven Ausbau der Erneuerbaren rangieren. Erdgas kann schon heute schnell und kosteneffizient weitgehend durch Biogas und andere Erneuerbare Energien aus Sonne, Wind, Biomasse, Wasserkraft und Erdwärme ersetzt werden.“

Marktwirtschaftliche Impulse für den neuen Strommarkt

„Für den Erfolg der Energiewende ist es entscheidend, dass sich der Strommarkt flexibilisiert. Damit kann sich das Marktsystem auf die Erneuerbaren Energien ausrichten und die Erneuerbaren können zugleich mehr Verantwortung übernehmen“, sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE. Die Flexibilisierung des Strommarktes sei die wesentliche Grundlage für die kosteneffiziente Nutzung von Strom aus wetterabhängigen Quellen wie Sonne und Wind. „Jetzt beginnt die Energiewende 2.0, bei der es vor allem um die intelligente Nutzung der klimafreundlichen Strommengen geht! Deutschland kann mit Markt- und Ingenieurwissen der Welt zeigen, wie die Energiemärkte mit über 30 % Wind- und Solarstrom funktionieren können.“

Um die saubere Energiegewinnung rasch und kosteneffizient weiter auszubauen, steht bereits jetzt eine Vielzahl technischer Möglichkeiten zur Verfügung. Die Synchronisierung von Erzeugung und Verbrauch auf der Nachfrageseite senkt Kosten und baut Markthemmnisse ab, so Falk. „Die Flexibilitätsoptionen sind das Fundament für den Fortschritt der Energiewende hin zu einer Versorgung aus 100 Prozent Erneuerbarer Energiequellen.“

Das ist das Ergebnis der neuen Studie zum Thema Strommarkt-Flexibilisierung, in der Hemmnisse und Lösungskonzepte untersucht wurden. Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass die Energieerzeugung umso sicherer und preiswerter wird, je direkter Preissignale auf die Nachfrage seitens der Unternehmenskunden einwirken. Thorsten Lenck, Energy Brainpool, erklärt, „mit dem Abbau von Flexibilitätshemmnissen sowie der Dynamisierung ausgewählter Bestandteile des Endkundenpreises haben wir marktwirtschaftlich konforme und wirkungsvolle Hebel identifiziert“. Das bedeutet, in Zeiten starker Nachfrage die Preise zu erhöhen und in Zeiten geringer Nachfrage sie über entsprechende Preissignale anzukurbeln. „Die Kostenvorteile der Stromerzeugung aus Erneuerbaren können so an den Endkunden weitergegeben werden.“

Erneuerbare Energien sind wichtige Säule des weltweiten Klimaschutzes

Da die internationalen Verhandlungen zum Klimaschutz schleppend verlaufen, lädt UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Staats- und Regierungschefs am 23. September in New York zu einem Klimagipfel der Vereinten Nationen ein. Anlässlich des Treffens im Vorfeld der Klimakonferenz (COP20) verweist Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, auf das Verhältnis von Erneuerbaren Energien und Klimaschutz: „Beim Kampf gegen die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung spielt die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Quellen eine entscheidende Rolle.“ Das Beispiel Deutschland zeigt, wie nachhaltig Erneuerbare das Klima schützen: Die Substitution von fossilen Energieträgern durch Energie aus Sonne, Wind, Geothermie, Wasser und Biomasse hat 2013 rund 148 Millionen Tonnen Treibhausgase (CO2-Äquivalente) vermieden.

In dem Mitte September 2014 im Auftrag des UN-Generalsekretärs veröffentlichten Bericht „Better Growth, Better Climate: The New Climate Economy Report“ macht eine Expertenkommission deutlich, dass der rapide Preisverfall bei Wind- und Solarenergie Erneuerbare Energien auch gegenüber Energie aus Kohle konkurrenzfähig mache. So könnte schon in den nächsten 15 Jahren mehr als die Hälfte der weltweiten Stromerzeugung aus regenerativen Quellen stammen. Aufgrund des technologischen Fortschritts könnten Regierungen und Unternehmen gleichzeitig Wirtschaftswachstum, Klimaschutz und Energieeinsparungen verwirklichen. Investitionen in emissionsarme Technologien brächten nachhaltiges Wachstum und schützten vor negativen Auswirkungen der Erderwärmung, so die Autoren des Berichtes.

Erneuerbare Energien vermeiden Emissionen in Deutschland

Welchen positiven Effekt Erneuerbare Energien haben, zeigt das Beispiel Deutschland. Sonne, Wind & Co. hatten 2013 hierzulande einen Anteil von 12,3 Prozent an der Energieversorgung. Ihr Einsatz spart die Verbrennung fossiler, klimaschädlicher Energieträger ein und reduziert so den Ausstoß von Treibhausgasen. Im Stromsektor sparten Erneuerbare Energien 2013 knapp 108 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ein, wovon rund 86 Millionen Tonnen auf die Strommenge mit EEG-Vergütung zurückzuführen sind. Durch die Nutzung Erneuerbarer Energien im Wärmesektor wurden Treibhausgase in Höhe von weiteren

Künftige Landesregierungen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen können starken Impuls für Energiewende geben

„In drei Bundesländern wurde gewählt und steht nun die Regierungsbildung bevor. Die Landespolitik hat es in der Hand, jetzt noch einmal einen starken Impuls für ein Gelingen der Energiewende und für eine Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität zu geben. Dies liegt durchaus im Interesse der Länder selbst, die so Wertschöpfung in die Regionen zurückholen können“, machte der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie, Hermann Albers, deutlich.

„In Brandenburg kann die preiswerte Windenergie an Land bereits eine Erfolgsgeschichte vorweisen. Das Land belegt im Bundesländerranking Platz 2. Das DIW Econ hat herausgearbeitet, dass allein die Windbranche in Brandenburg für eine Wirtschaftsleistung in Höhe von jährlich fast 955,3 Millionen Euro und 5.360 Erwerbstätige steht. Im Freistaat Thüringen wurde viel für die Erneuerbaren Energien getan. Es gibt aber noch Nachholbedarf beim Ausbau der Windenergie.

Der Freistaat Sachsen hat dagegen insgesamt noch viel ungenutztes Potenzial. Angesichts der Tatsache, dass sich die Bundesregierung mit der Novelle des EEG neue Ziele gesetzt hat, gilt es die Länderziele nach oben anzupassen. Zudem haben es die künftigen Regierungspartner in der Hand, einen eigenen starken Impuls in die Sektoren Wärme und Mobilität zu setzen. Beispielsweise wäre es vorstellbar, dass die Länder sich für ihren Immobilienbestand eigene ambitionierte Ziele setzen oder einen echten Flottenversuch im Bereich E-Mobilität auf den Weg bringen“, regte der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie an.

„Für uns ist es wichtig, dass bei der Energiewende der gesamte Energiesektor in den Blick genommen wird. Strom, Mobilität und Wärme müssen gemeinsam betrachtet werden. Dies wird nachhaltig dazu beitragen, die Abhängigkeit von Energieimporten zu senken. Der wichtige Zubau der Windenergie lässt sich sinnvoll in alle Sektoren integrieren. Viele Unternehmen unserer Branche sind hier bereits mit Pilotanlagen aktiv und beweisen so, dass die Herausforderungen eines

Erneuerbare Energien machen Kinder und Schulen fit für die Zukunft

Ab nächster Woche hat in allen Bundesländern das neue Schuljahr begonnen. Während die frischgebackenen Erstklässler ihre neue Umgebung erst mal kennenlernen müssen, haben Erneuerbare Energien bereits einen festen Platz an der Schule. Denn Strom und Wärme aus Sonne, Wind, Biomasse und Co. sorgen nicht nur für eine klimafreundliche Energieversorgung vieler Schulgebäude. Sie sind längst auch ein wichtiges Thema im Unterricht, mit dem Schülerinnen und Schüler zu nachhaltig handelnden und verantwortlich denkenden Bürgern heranwachsen sollen.

„Erneuerbare Energien sind ein hervorragender Gegenstand, um verschiedene Unterrichtsthemen lebensnah zu veranschaulichen“, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. (AEE). Anhand von Photovoltaikanlagen etwa lassen sich physikalische Gesetze erklären und praktisch anwenden. Technologien wie Biogas oder Geothermie wiederum sind eng mit Fächern wie Biologie, Chemie und Geographie verknüpft. Auch der Sozialkunde- und Politikunterricht bietet Raum zur Beschäftigung mit regenerativen Energiequellen. „Schließlich geht es darum, wichtige gesellschaftliche Aufgaben wie Klimawandel und Ressourcenknappheit zu erkennen und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen zu erlernen“, so Vohrer. Entsprechende Unterrichtsmaterialien für die Grund- und Sekundarstufe stellt beispielsweise das Bundesumweltministerium zur Verfügung.

Kreativer Umgang im Unterricht
Wie Erneuerbare Energien in den Unterricht integriert werden, macht zum Beispiel die Regine-Hildebrandt-Grundschule in Cottbus vor. Experimente mit einem Solarbaukasten gehören ebenso zum Lehrplan wie der Windrad-Modellbau. Die anerkannte Umweltschule inmitten des Lausitzer Braunkohlereviers hat regenerative Energien in den Lehrplan aller Klassenstufen integriert. „Als Jugendliche und Erwachsene werden die jetzigen Kinder vor der Herausforderung stehen, Lösungen zu entwickeln“, erklärt Rektor Lothar Nagel den pädagogischen Hintergrund. „Aus diesem Grund muss die Endlichkeit von

LEE-Sommerempfang 2014: Grüne Branche in NRW hat noch viel vor!

+++ Landesverband Erneuerbare Energien NRW stellt Sommerempfang unter das Motto „Energiewende vollständig denken – mit Strom, Wärme und Mobilität“ +++ Ganzheitlicher Ansatz bei Energiewende dringend notwendig, um Importabhängigkeit zu senken, Klimaschutzziele zu erreichen sowie Flexibilität und Stabilität des künftigen Energiesystems zu sichern +++ Zugleich Mahnung: NRW darf bei Umsetzung der Energiewende im Vergleich zu anderen Bundesländern nicht weiter an Boden verlieren +++

Auf dem diesjährigen Sommerempfang hat sich der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) NRW e.V. für eine ganzheitliche Betrachtung der Energiewende ausgesprochen. „Aufgrund der Ausbauerfolge Erneuerbarer Energien im Stromsektor sowie der intensiv geführten Strompreisdebatte läuft die Energiewende Gefahr, auf eine alleinige ‚Stromwende‘ reduziert zu werden. Dabei macht die Stromversorgung aktuell gerade einmal ein Fünftel unseres Endenergieverbrauchs aus. Wenn man zugleich die stagnierend niedrigen Anteile Erneuerbarer Energien im Wärme- und Mobilitätsbereich zusammen mit den hohen Kostensteigerungen für Öl und Gas betrachtet, ist diese alleinige Fokussierung auf den Stromsektor fatal“, so Klaus Schulze Langenhorst, stellvertretender Vorsitzender des LEE NRW in seiner Einführungsrede vor gut 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der WGZ Bank in Düsseldorf.

Der LEE-Vertreter forderte daher dazu auf, die Energiewende fortan umfassender in Angriff zu nehmen und den Umbau der Energieversorgung in allen Bereichen verstärkt voranzutreiben. Nur so ließen sich die mit der Energiewende verbundenen Ziele einer zunehmenden Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffimporten und des Klimaschutzes erreichen. Zugleich sei ein stärkeres Ineinandergreifen der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität eine wichtige Voraussetzung für mehr Flexibilität und Stabilität im künftigen Energiesystem: „Wenn der Umstieg auf wetterabhängige Erneuerbare Energien wie Wind und Sonne gelingen soll, müssen wir von der derzeitig verbrauchsorientierten Erzeugung zu einem stärker erzeugungsabhängigen Verbrauch kommen. Um dabei weiterhin eine verlässliche Versorgung zu sichern, gilt es verstärkt Lastmanagement und langfristig auch Speichermöglichkeiten zu nutzen. Gerade die Bereiche Wärme und Mobilität bieten hier vielfältige Optionen“, so Schulze Langenhorst.

ZDF Frontal 21: Energiewende ausgebremst – EU zwingt uns zur EEG-Reform

Der Strom aus Wind und Sonne in Deutschland sei zu teuer, heißt es immer wieder. Tatsächlich wird er in Europa nirgendwo sonst so günstig und effizient produziert wie hierzulande. Ein wichtiger Grund: das erfolgreiche deutsche Fördersystem mit Einspeisetarifen. Damit ist es aber bald vorbei. Die Europäische Kommission schreibt den Mitgliedsstaaten jetzt vor, ihre Fördersysteme auf Ausschreibungen umzustellen. Dabei zeigen die Erfahrungen in Europa, dass Ausschreibungen nicht zu einer erfolgreichen Energiewende führen. Kritiker befürchten, die Energiewende so ausgebremst und mit ihr die vielen Bürgerenergieprojekte, weil sie an den teuren Ausschreibungen nicht teilnehmen können. Dennoch setzt die Bundesregierung in ihrem Gesetzentwurf voll auf Ausschreibungen. Der Europaparlamentarier der Grünen, Claude Turmes, sieht darin einen Deal von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit der EU-Kommission: Deutschland rette die Industrieprivilegien bei den Ökostrom-Rabatten und opfere dafür das erfolgreiche deutsche Fördersystem und damit die Energiewende.
Frontal21 über die EU-Pläne für Erneuerbare Energien.

Energiewende-Demo zu Lande und zu Wasser

Demonstrieren Sie am 10. Mai mit uns für Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!

Um 13 Uhr am Samstag, den 10. Mai ist Auftakt am Spreebogen vor dem Hauptbahnhof. Der NABU unterstützt aktiv die Demo zu Lande und zu Wasser. Auf dem Wasser sind Demonstranten mit allem was schwimmt unterwegs. Auf dem Land zieht der große Demozug durch das Berliner Regierungsviertel und bildet links und rechts der Spree eine bunte Aktionskette – damit die Energiewende nicht kentert.

Denn obwohl die Große Koalition für fast alle Technologien der erneuerbaren Energien Restriktionen oder gar eine absolute Deckelung des weiteren Ausbaus plant, sollen gleichzeitig im Zeitraum bis 2020 die Treibhausgasemissionen in Deutschland um 40 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Dieses Ziel lässt sich aber nur erreichen, wenn parallel zum vereinbarten Atomausstieg auch der fossile Kraftwerkspark entsprechend flexibilisiert wird. Bei der Fortsetzung der Energiewende müssen künftig vor allem die kostengünstige Windenergie an Land und die Photovoltaik im Mittelpunkt stehen.

Auch die Kosten der Energiewende müssen in Zukunft wieder fair zwischen den verschiedenen Energieverbrauchern aufgeteilt werden. Die neue Bundesregierung muss eine Energiewende auch im Bereich Wärme auslösen und die großen Potentiale für Kosten- und Energieeinsparung gerade im Gebäudebestand heben.

AEE-Hintergrundpapier zeigt auf: Industrie profitiert von Aufträgen, Exportchancen und günstigen Börsenstrompreisen

Der deutschen Industrie geht es so gut wie lange nicht mehr: Die Beschäftigung ist hoch wie nie, Exporte erreichen neue Rekordwerte und Basisindustrien wie die Stahlbranche rechnen für 2014 mit Zuwächsen. Dazu leisten auch die Erneuerbaren Energien einen wesentlichen Beitrag, sie sind aus dem Portfolio deutscher Industrieprodukte nicht mehr wegzudenken. Die Erneuerbaren bieten nicht nur den namhaften deutschen Herstellern von Energieerzeugungsanlagen zukunftsträchtige Absatzmärkte im In- und Ausland, sondern versorgen auch zahlreiche mittelständische Zulieferbetriebe mit Aufträgen. Gleichzeitig reduzieren sie die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von Energieimporten und tragen so zur Versorgungssicherheit bei. Pro Jahr sparen Erneuerbare Energien schon jetzt 10 Milliarden Euro an Importkosten ein und sorgen für eine inländische Wertschöpfung in Höhe von rund 17 Milliarden Euro.

„Erneuerbare Energien und Industrie sind zwei Seiten derselben Medaille“, betont Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Umso unverständlicher sei es, wenn von manchen Kritikern versucht werde, einen Gegensatz zwischen Erneuerbaren Energien und Industrieproduktion in Deutschland aufzubauen: „Es ist widersinnig, den Ausbau Erneuerbarer Energien bremsen zu wollen, um den Industriestandort Deutschland zu stärken. Energie aus Wind, Sonne, Biomasse und Co. sind längst zu einem zentralen Wirtschaftsfaktor in Deutschland geworden, der Umsätze und Wertschöpfung im Milliardenbereich generiert und hunderttausende zukunftssichere Arbeitsplätze schafft“, betont Vohrer.

Zudem senken Erneuerbare Energien den Strompreis für die Industrie spürbar. „Der Industriestrompreis für die energieintensiven Unternehmen ist in Deutschland nicht zuletzt dank der Erneuerbaren Energien mittlerweile niedriger als in den meisten europäischen Nachbarstaaten“, so Vohrer. Da die energieintensive Industrie ihren Strom häufig direkt an der Strombörse einkauft, gilt es dabei auf die Börsenstrompreise zu blicken: Im Jahr 2013 kostete eine Kilowattstunde am Spotmarkt im Schnitt 3,78 Cent. Ein Grund dafür ist die zunehmende Einspeisung Erneuerbarer Energien. In Frankreich kostete das gleiche Produkt im selben Jahr dagegen 4,3 Cent, in Italien und Großbritannien sogar 6,2 Cent. In den Vereinigten Staaten steigen die Börsenstrompreise seit dem Jahr 2012 wieder an und liegen in manchen Regionen ebenfalls über dem deutschen Niveau. Auch die Strompreise im außerbörslichen Handel werden immer günstiger. Für die Jahre 2015 bis 2017 kostet der Strom bei direkten Lieferverträgen laut dem Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) zwischen 2,68 und 4,28 Cent pro Kilowattstunde.

Demos gegen Energiewende-Bremse: Zehntausende gehen für Erneuerbare auf die Straße

In den Landeshauptstädten Düsseldorf, Hannover, Kiel, Potsdam, München, Mainz und Wiesbaden sind am vergangenen Samstag (22. März 2014) rund 30.000 Menschen gegen ein Ausbremsen der Energiewende auf die Straße gegangen.

Sie kritisierten die Pläne der Bundesregierung, nach denen der Ausbau von erneuerbaren Energien eingeschränkt wird. Mehrere Redner forderten das entschlossene Weiterführen der Energiewende, nur dann werde die Politik dem Willen einer Mehrheit der Bundesbürger und dem Schutz von Umwelt und Klima gerecht.

Bürger demonstrieren in sieben Landeshauptstädten
Besonders engagiert waren die Menschen in Hannover, wo sich etwa 8.000 Bundesbürger für Energie aus Wind und Sonne statt aus Kohle, Fracking und Atom einsetzten. In Düsseldorf, Kiel und München waren es nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) jeweils etwa 5.000 Demonstranten. Weitere 6.000 Menschen sammelten sich insgesamt in Potsdam, Mainz und Wiesbaden und forderten, bestehende und geplante Erneuerbare-Energien-Anlagen nicht durch falsche politische Entscheidungen zu gefährden. Niedersachsen müsse zudem die Atomanlagen in Gorleben sowie das Endlager Asse schließen, ließen die Demonstranten in Hannover verlauten.

Solarstrom deckt fünf Prozent des Stromverbrauchs

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch lag nach vorläufigen Berechnungen im vergangenen Jahr bei 25,4 Prozent. Das entspricht einer Steigerung um fast zwei Prozentpunkte gegenüber dem Jahr 2012. Photovoltaik trägt inzwischen fünf Prozent zur Stromversorgung bei.

Die erneuerbaren Energien steuern inzwischen mehr als ein Viertel zur Stromversorgung in Deutschland bei, hat die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik mitgeteilt. Nach vorläufigen Berechnungen lag der Anteil 2013 bei 25,4 Prozent. Die Stromerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse erreichte 152,6 Milliarden Kilowattstunden (oder Tausend Gigawattstunden oder Terawattstunden). Das waren rund neun Terawattstunden mehr als 2012. Insgesamt wurden den Angaben der Arbeitsgruppe zufolge 2013 rund 600 Terawattstunden Strom in Deutschland verbraucht.

Die Photovoltaik lieferte dabei 30 Terawattstunden – 3,6 mehr als 2012. Dies entspricht einem Anteil von fünf Prozent. Höher lag unter den erneuerbaren Energien der Anteil der Windenergie an Land mit 52 Terawattstunden und damit einem Anteil von 8,7 Prozent. Sowie der Biomasse mit rund 48 Terawattstunden und einem Anteil von acht Prozent.

Energiewende-Demo: 16.000 im Berliner Regierungsviertel

Empörung über Große Koalition: “Frontalangriff auf Energiewende”

Am heutigen Samstag forderten mehr als 16.000 Menschen von der künftigen Bundesregierung, die Energiewende mit Sonne und Wind zu gestalten und Fracking, Kohle und Atom aufs Abstellgleis zu stellen. Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD nutzt nicht die riesige Chance, mit der Energiewende beim Klimaschutz ernst zu machen, Atomkraft abzuschalten, den Stromkonzernen den Stecker zu ziehen und für eine Energieversorgung in Bürgerhand zu sorgen. Die 16.000 Demonstrantinnen starteten am Berliner Hauptbahnhof und umzingelten das Kanzleramt. Gleichzeitig ließen Teilnehmerinnen zig Drachen vor dem Reichstag steigen, die mit Energiewende-Forderungen bemalt waren.

Aufgerufen zu der Energiewende-Demo hatten zusammen mit mehr 60 anderen Organisationen und Gruppen unter anderem die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, das Kampagnennetzwerk Campact, die NaturFreunde Deutschland, Attac und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz.

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: “Trotz kurzer Vorbereitungszeit und trotz Novemberwetter sind heute Tausende auf die Straße gegangen, um die Energiewende gegen die große Koalition und die alten Stromkonzerne zu verteidigen. Die Empörung über die geplante Energiepolitik ist groß. Alle Umfragen zeigen: Die Bevölkerung will deutlich schneller raus aus der Atomkraft und nicht länger auf Kohle setzen. Gehen Union und SPD einen anderen Weg, dann wird der heutige Tag der Auftakt für weitaus größere Proteste sein.”

Christoph Bautz, Geschäftsführer des Kampagnennetzwerks Campact, ergänzt zu den Hintergründen

Demo & Umzingelung am 30. November in Berlin

Sonne & Wind statt Fracking, Kohle & Atom: Die Energiewende darf nicht ausgebremst werden. Das ist das Motto der Demonstration am 30.11.2013 in Berlin, zu der die Veranstalter – ausgestrahlt, attac, Bundesverband Bürgerinitiativen, campact, Naturfreunde Deutschland – Tausende Menschen aufgerufen.

Unsere Initiative Erneuerbare Energiewende Jetzt! unterstützt die Devise und ist vor Ort mit dabei. Uns geht es um
•den zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien,
•eine Energieversorgung, in der Erneuerbare Energien im Mittelpunkt stehen,
•sichere Investitionsbedingungen.

Wir wollen, dass die Energiewende gelingt und wir dauerhaft auf eine sichere, saubere und bezahlbare Energieversorgung bauen können. Dafür ist der konsequente Ausbau der Erneuerbaren Energien in allen Sparten erforderlich. Damit die notwendigen Investitionen erfolgen, muss die Politik für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen.

Kein Deckel für Förderung von Wind und Sonne

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist eines der erfolgreichsten und gleichzeitig höchst umstritten. Wind und Sonne erzeugen immer mehr und immer günstiger unseren Strom. Dennoch werden die Erneuerbaren Energien als Hauptverursacher steigender Strompreise verleumdet. Kern der Kritik sind zumeist die Förderbedingungen für die Erneuerbaren Energien im EEG.

Hinter den Kulissen der aktuellen Koalitionsverhandlungen kursieren viele Denkmodelle, die das EEG ersetzen oder umgestalten wollen. Einer dieser Vorschläge kommt von der Agora Energiewende, einem “Think Tank” für die Energiepolitik.

Die Agora Energiewende propagiert mit ihrem Vorschlag einheitliche maximale Vergütungssätze für nachhaltig erzeugten Strom. Bislang sieht das EEG unterschiedliche Vergütungssätze je nach Technologie und Region vor. Diese spezifischen Sätze sind eines der Kernelemente der Regelung.

Was würde eine Änderung des EEG hin zu maximal gezahlten Vergütungssätzen aber bedeuten und welche Erneuerbaren Energien würden unter diesen Bedingungen weiter ausgebaut? Die Prognos AG hat dafür den von der Agora Energiewende vorgebrachten Vorschlag einer Vergütung von maximal 8,9 Cent pro Kilowattstunde mit ihrer im Oktober 2013 veröffentlichten Studie “Entwicklung der Stromproduktionskosten” abgeglichen.

Ihr Fazit: Die verschiedenen Erneuerbare-Energien-Technologien reagieren sehr sensibel auf Veränderungen bei den Vergütungssätzen. Bereits geringfügige Absenkungen der Vergütungen können ganze Anlagensegmente unwirtschaftlich machen.

Zudem spiegelt ein einheitlicher Vergütungssatz nicht die standortabhängig sehr unterschiedlichen Kosten von Wind- und Solaranlagen wider. Durch einheitliche Vergütungssätze drohen somit auch Über- oder Unterförderungen.

Dagegen bietet ein energieträgerspezifischer Vergütungssatz in verschiedenen Regionen den Vorteil, dass recht individuell auf die Kostenentwicklung der jeweiligen Technik reagiert werden kann.

Zwei konkrete Resultate aus der Studie zeigen die Auswirkungen des Modells:

Koalition braucht mehr Mut für Zeitalter der Erneuerbaren Energien

Die Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie, Sylvia Pilarsky-Grosch, forderte die künftige Koalition auf, mutiger an die Gestaltung der Energiewende zu gehen und insbesondere deren Chancen für den Standort Deutschland zu nutzen. Dem Druck der großen Energiekonzerne und von Teilen der Industrie müsse jetzt standgehalten werden.

Die erfolgreiche Entwicklung beim Zubau Erneuerbarer Energien dürfe nicht zum Stillstand kommen. Gleichzeitig brauche es ein mutiges Zupacken des Staates, um die Bezahlbarkeit der Energiewende für Bürger, Handel, Gewerbe und industrielle Verbraucher sicher zu stellen.

“Es ist ein Trugschluss, wenn angenommen wird, dass sich mit den jetzt diskutierten Maßnahmen die Preisentwicklung beim Strom stoppen lässt. Der Zubau ist nicht das Problem, sondern Fehlanreize der Vergangenheit, ein nicht funktionierender Strommarkt und deutliche fossile, unflexible Überkapazitäten. Zudem ist entgegen der Polemik der letzten Tage ganz klar: Mit einer Vergütung zwischen 9,15 und knapp unter 6 ct/kWh ist die Windenergie kein Kostentreiber, sondern stabilisiert den Preis. Eine moderne Windkraftanlage ist in den Stromgestehungskosten günstiger als ein neues Kohlekraftwerk, wenn alle Kosten fair berücksichtigt werden. Angesichts der Fakten ist auch deutlich, dass es keine flächendeckende Überförderung gibt.

Energiewende retten! – Aufruf zur Demonstation am 30. November in Berlin

Sonne & Wind statt Fracking, Kohle & Atom: Die Energiewende darf nicht ausgebremst werden. Das ist das Motto der Demonstration am 30.11.2013 in Berlin, zu der die Veranstalter – ausgestrahlt, attac, Bundesverband Bürgerinitiativen, campact, Naturfreunde Deutschland – Tausende Menschen aufrufen. Das Signal an die Politik lautet: Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland stehen hinter dem konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien und sind gegen die Energiegewinnung aus Atom und Kohle.

Der BWE schließt sich im Rahmen der Kampagne „Erneuerbare Energiewende Jetzt!“ zusammen mit anderen Erneuerbaren-Verbänden der Reihe der Unterstützer an. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für den weiteren Ausbau der Windenergie. Protestieren Sie mit und leiten Sie den Aufruf weiter!
•13.00 Uhr Auftaktkundgebung Washingtonplatz am Berliner Hauptbahnhof
•14.00 Uhr Demo & Umzingelung des Kanzleramts
•15.30 Uhr Abschlusskundgebung Washingtonplatz am Berliner Hauptbahnhof

Alle Informationen unter: www.energiewende-demo.de
Hinweis: Die Windfreunde treffen sich am Stand der Kampagne „Erneuerbare Energiewende Jetzt!“ am Washingtonplatz.

Mutiges Bekenntnis der neuen Regierungskoalition zur Energiewende erforderlich

Der Bundesverband WindEnergie hat CDU/CSU und SPD vor dem Hintergrund der morgen beginnenden Koalitionsgespräche in der Arbeitsgruppe Energie zu mutigen Formulierungen im Koalitionsvertrag aufgerufen. Die neue Bundesregierung müsse die Energiewende voranbringen, so die Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie, Sylvia Pilarsky-Grosch

„Wir erwarten, dass sich die Mitglieder der neuen Bundesregierung mindestens zu den in Bund und den Ländern bereits deutlich formulierten Ausbauzielen für die Erneuerbaren Energien bekennen. Die Energiewende braucht eine mutige Unterstützung der Politik.

Die bisher sehr erfolgreiche Energiewende darf jetzt nicht zerredet werden. Die kritisch-polemische Debatte der vergangenen Monate ist auch ein Ergebnis des Erfolges der Erneuerbaren, die einen Anteil von 25 Prozent am Strommarkt erreicht haben. Zweifelsohne ist die Energiewirtschaft im Umbruch von einem zentralen zu einem dezentralen System, verbunden mit einer steigenden Zahl von Akteuren am Markt. Klar ist auch, dass sich in einem neuen Marktdesign um Sonne, Wind und Biomasse herum ein flexibles Angebot etablieren muss. Dies wird auch über flexible Gaskraftwerke möglich sein und schafft gerade den Stadtwerken neue Chancen“, forderte Sylvia Pilarsky-Grosch.

Die Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie unterstrich zugleich, dass sich das EEG bewährt habe und in seinen Grundzügen weiter Bestand haben müsse. „In Bezug auf die Windenergie ist festzustellen, dass es keine nennenswerte Überförderung gibt. Über effizientere Windkraftanlagen werden sich auch künftig Kostensenkungspotentiale erschließen lassen. Wir sind die preiswerteste Erneuerbare Energie. Eine degressive Förderung ist bei uns seit Jahren Praxis. Moderne Windenergieanlagen nehmen am Einspeisemanagement teil und sorgen für Frequenzstützungen. Die bei Windenergie bereits übliche Direktvermarktung kann neue Impulse bekommen, wenn die Grünstromqualität tatsächlich bis zum Endkunden vermarktet wird und regionale Vermarkungsmodelle gestärkt werden.