Offener Brief von EUROSOLAR an die Geschäftsführung, Vorstände, Aufsichtsräte und Anteilseigner der RWE AG

Logo EurosolarWir appellieren eindringlich an Sie, zum Aufbau einer überlebensfähigen und lebenswerten Zukunft beizutragen und weitere Schäden an unserem gemeinsamen Erbe und unserer Zukunft abzuwenden. Es ist jetzt an der Zeit, sich von der Kohleverstromung zu lösen, und eine gesunde Zukunft für Deutschland und Europa aufzubauen – als führende Beispiele für weltweit anzuwendende Verfahren. Das globale Klima kippt ins Chaos – daher sind mutige und zügige Maßnahmen notwendig, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu beenden, und Kapazitäten zur Reduzierung von Emissionskonzentrationen wieder aufzubauen.

Zwei unserer wertvollsten Ressourcen sind erneuerbare Energien und natürliche Wälder – gesunde Ökosysteme und gesunde Energiequellen, die sich zu Elementen einer nachhaltigen Zukunft verbinden. Wir rufen Sie auf, Engagement zu zeigen und Ihrer unternehmerischen Verantwortung nachzukommen, indem Sie den Weg einer wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsweise einschlagen und aus zukunftslosen Investitionen aussteigen. Erkennen Sie mit führenden Firmen weltweit die Chance neuer Energiesysteme – und den unmessbaren Wert des 12.000 Jahre alten Hambacher Waldes, der zu unserem gemeinsamen Erbe gehört, an. Von seinem früheren Glanz sind nur noch 10% übrig geblieben – der Rest ist bereits dem Braunkohletagebau zum Opfer gefallen.

Die Rettung dieses letzten Teil des Waldes kann das Signal für eine große Trendwende hin zu einer vollständig erneuerbaren Energiewirtschaft für Staat, Land und den gesamten Kontinent sein – und der Beginn einer umfassenden Aufforstungs- und Bodensanierungskampagne zum Wiederaufbau der Fähigkeit, überschüssiges Treibhausgas aus der Atmosphäre aufzunehmen.

Der Präsident und die Vorsitzenden der Sektionen von EUROSOLAR.

Professor Peter Droege
Präsident, EUROSOLAR e.V.

Liste der Vorsitzenden:
Wolfgang Hein (Vorsitzender, EUROSOLAR Österreich), Iliya Ivanov Hadzhidimov (Vorsitzender, EUROSOLAR Bulgarien), Milan Smrz (Vorsitzender, EUROSOLAR Tschechien), Morten V. Peterson (Vorsitzender, EUROSOLAR Dänemark), Andre Langwost (Vorsitzender, EUROSOLAR Frankreich), Prof. Nodar Kekelidze (Vorsitzender, EUROSOLAR Georgien), Dr. Axel Berg (Vorsitzender, EUROSOLAR Deutschland), Judith Ronai (Vorsitzende, EUROSOLAR Ungarn), Francesca Sartogo (Vorsitzende, EUROSOLAR Italien), Henry Kox (Vorsitzender, EUROSOLAR Luxemburg), Prof. Zhores I. Alferov (Vorsitzender, EUROSOLAR Russland), Dr. Josep Puig (Vorsitzender, EUROSOLAR Spanien), Stepan A. Kudrya (Vorsitzender, EUROSOLAR Ukraine), Prof. Dr Tanay Sidki Uyar (Vorsitzender, EUROSOLAR Turkei)

Quelle: EUROSOLAR e.V., 25.9.2018
www.eurosolar.de

vgl. Verlässliche Instrumente statt prozentuale Zielvorgaben für Erneuerbare Energien: EUROSOLAR fordert konkrete Schritte von der GroKo

s. Atempause für den Hambacher Wald

vgl. Waldnutzung für Braunkohle und Windenergie nicht zu vergleichen!

s. „Moratorium wäre vernünftiger Schritt zur Deeskalation“

mehr Braunkohleplanung der Länder an nationale Klimaschutzziele anpassen

vgl. Sechstausend gegen Braunkohle

s. Energiepolitik auf Abwegen

s. Klimaschutzziel 2020 – Potenzial Erneuerbarer Energie nutzen

vgl. Statement zu den Sondierungsgesprächen von Union und SPD zum Klimaziel 2020