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VKU: Verteilnetze Schlüssel zur Energiewende

Heute lädt Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen Vertreter der Energiewirtschaft zum Branchengespräch. Zentrales Thema ist die Umsetzung der Energiewende im Bereich der Energieerzeugung. Maßgeblich für den dezentralen Umbau der Energieerzeugung sind der Ausbau und die Modernisierung der Verteilnetze. “Ein sicheres, intelligentes und steuerbares Stromnetz ist der Schlüssel zur Energiewende. Nur so können wir in Zukunft die wachsenden Mengen erneuerbarer Energien sinnvoll nutzen, von denen heute bereits über 80 Prozent über die Verteilnetzebene eingespeist werden”, erklärt VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. Bis 2030 liegt der dafür notwendige Investitionsbedarf nach VKU-Angaben bei 25 Milliarden Euro. Die Kosten für den Umbau hin zu intelligenten Netzen sind dabei noch nicht eingerechnet.

Mit dem Bau neuer Biomasseanlagen sowie Solar- und Windparks engagieren sich die kommunalen Stadtwerke derzeit mit Nachdruck beim Ausbau der erneuerbaren Energien. “Unsere Ankündigungen, zu investieren, waren keine Lippenbekenntnisse, sondern werden bereits in die Tat umgesetzt. Doch diese Projekte funktionieren langfristig flächendeckend nur, wenn es dafür die notwendige Transparenz und Akzeptanz gibt”, so Reck. “Diese Mammutaufgabe kann die Energiebranche nicht alleine schaffen, sondern braucht dabei die Unterstützung von Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik.”

Der Umbau des Energiesystems erfordert vor allem flexible Kraftwerke, um die schwankenden Einspeisemengen aus erneuerbaren Energien auszugleichen. “Umso wichtiger ist es deshalb, das Kraftwerksförderprogramm schnell auf den Weg zu bringen”, erklärt Reck. Als bedeutenden Schritt wertet der VKU den gestrigen Beschluss zur Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetztes. “Damit geht die Bundesregierung schon einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung, dem jetzt jedoch weitere folgen müssen. Statt um 0,3 Cent pro Kilowattstunde, sollte man die Förderung um 0,5 Cent erhöhen. Nur so können die nötigen Investitionsimpulse gewährleistet und das KWK-Ausbauziel erreicht werden”, erklärt Reck abschließend.

Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vom 15.12.2011
www.vku.de