LEE NRW: Energiewende für Düsseldorf große Chance

Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW bestärkt sein Engagement beim Ausbau der Erneuerbaren Energien im urbanen Gebäudesektor.

Ob die Energiewende ein ökologischer, wirtschaftlicher und auch sozialer Erfolg wird, entscheidet sich in den Großstädten. Das war die Botschaft der hochkarätig besetzten Veranstaltung des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) „Energiewende sozial gerecht – Modelle für urbane Ballungsgebiete“ in Düsseldorf.
In diesem Rahmen verkündete der Düsseldorfer Umweltdezernent Jochen Kral, dass die Stadt ihr Förderprogramm für klimafreundliche Maßnahmen wieder aufnehmen wird. Das könnte bedeuten, dass Düsseldorf u. a. Photovoltaikanlagen, Balkonkraftwerke und Speicher künftig weiter fördern wird.

Christian Vossler, Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW hob bei der Veranstaltung in Düsseldorf die Schlüsselrolle des Gebäudesektors für die Energiewende hervor. „Gerade, weil die Gebäudestruktur in den NRW-Städten einen so enormen Energieverbrauch verursacht, haben wir hier einen riesigen Hebel. Für den Klimaschutz und nicht zuletzt wegen der Energiekrise müssen wir schnell weg von Öl- und Gasheizungen. Wir brauchen Photovoltaik auf den Dächern, Wärmepumpen etc. Umso kritischer ist der Kurs der Bundeswirtschaftsministerin, die im bisher bekannten Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes wieder den Einbau neuer Öl- und Gasheizungen erlauben will.“

Paula Backhaus, Vorsitzende im LEE-Regionalverband Düsseldorf/Ruhr ergänzte: „Der Ausbau der Erneuerbaren im urbanen Raum muss nicht nur schneller gehen, sondern auch sozial gestaltet werden. Menschen, die weniger verdienen, dürfen bei der Energiewende nicht ignoriert werden und brauchen besondere Unterstützung.“

Laut Umweltbundesamt entfallen rund 35 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland auf den Gebäudesektor. Entsprechend groß sind die CO2-Emissionen.

Auf dem Podium diskutierten neben dem LEE NRW-Geschäftsführer Christian Vossler auch Dr. Christian Untrieser, energiepolitischer Sprecher der CDU im Landtag NRW, Clara Gerlach, Bürgermeisterin der Stadt Düsseldorf und Jochen Kral, Umweltdezernent der Stadt Düsseldorf aktuelle Chancen und Herausforderungen der Energiewende im Gebäudesektor. Dabei wurden Förderprogramme, bessere Beratungen für Mieterinnen und Mieter sowie die Themen Mieterstrom und Energy-Sharing thematisiert. In diesem Rahmen kündigte Jochen Kral an, das Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten“ im Herbst wieder aufnehmen zu wollen. Das hatte die Stadt Düsseldorf erst im Januar gestoppt. Mit dem Programm unterstützt die Stadt freiwillig Bürgerinnen und Bürger dabei, klimafreundliche Maßnahmen in ihren Haushalten umzusetzen.

Die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion waren sich darüber einig, dass die Energiewende in Ballungsgebieten ein zentraler und zugleich anspruchsvoller Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität Deutschlands bis 2045 ist.

Der Diskussion vorausgegangen war eine Vortragsreihe, in der Praxisbeispiele zur Quartiersentwicklung und Mieterstrom in der Wohnungswirtschaft vorgestellt wurden. Weitere Themen waren die Wärmewende und Sektorenkopplung im Quartier, Photovoltaik auf Mehrparteienhäusern und die Zukunft der Kundenanlage.

Quelle: Landesverband Erneuerbare Energien NRW e. V. (LEE NRW) vom 24.4.2026
www.lee-nrw.de

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