Rechenzentren: Erfolgreiche Digitalwirtschaft braucht starke Windkraft

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) kritisiert die heute vom Bundeskabinett beschlossene Novelle des Energieeffizienzrechts. Die Aufweichung der Energievorgaben für Rechenzentren steht im Widerspruch zur erst im März verabschiedeten Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung.

„Deutschland und Europa können nur durch eine verlässliche, kostengünstige und klimaneutrale Stromversorgung aus Erneuerbaren zu führenden Standorten für Künstliche Intelligenz und Rechenzentren werden. Wer jetzt die Anforderungen an den Einsatz Erneuerbarer Energien aufweicht, löst die Energiefrage der Digitalisierung nicht. Die Bundesregierung riskiert eine schwerwiegende Fehlentwicklung, die später korrigiert werden muss. Der Gesetzesentwurf ist somit ein klarer Rückschritt“, erklärt BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek.

Der BWE erinnert daran, dass die Bundesregierung in ihrer Rechenzentrumsstrategie einen Dialog mit der Branche angekündigt hat. „Auf diesen Austausch warten wir. Er muss jetzt zügig gestartet werden. Im Mittelpunkt müssen langfristige Power-Purchase-Agreements, die regionale Kopplung von Rechenzentren mit Erneuerbaren Energien sowie eine systemdienliche Eigenversorgung stehen. Die gesetzliche Basis dafür muss entlang der Zusagen aus dem Koalitionsvertrag mit der ausstehenden EEG-Novelle geschaffen werden“, so Heidebroek.

Die BWE-Präsidentin stellt klar: „Wer digitale Souveränität, Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit stärken will, muss Digitalwirtschaft und Energiewende zusammenbringen. Die Koalition darf nicht vom Kurs abkommen, sondern muss an einer konsequenten Verknüpfung von Windenergie und Rechenzentren als Grundlage der digitalen Transformation festhalten.“

Quelle: BWE e.V., 24.6.2026
www.wind-energie.de

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