BEE-Statement zur Rechenzentrumsstragie: Nachhaltige Entwicklung braucht Ausbau der Erneuerbaren

In seiner heutigen Sitzung befasst sich das Bundeskabinett mit der Rechenzentrumsstrategie.

Dazu kommentiert BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser:

„Die Endfassung der Rechenzentrumsstrategie liest sich genauso gut wie der ältere Entwurf: Ein forcierter Ausbau der Rechenkapazitäten und deren Betrieb mit Erneuerbarer Energie ist genau das, was unser Land braucht. Angesichts der aktuellen Signale aus der Bundesregierung, die den Ausbau der Erneuerbaren massiv ausbremsen, bleibt allerdings die zentrale Frage unbeantwortet, woher der Erneuerbare Strom für den wachsenden Energiebedarf der Rechenzentren stammen soll. Der Erfolg nachhaltiger Rechenzentren wird maßgeblich davon abhängen, dass der Ausbau der Erneuerbaren Schritt hält.

Entsprechend lässt eine Formulierung in der Rechenzentrumsstrategie aufhorchen: „In der Wirtschaft gibt es die Bestrebung, bei begrenzten Netzanschlusskapazitäten teilweise auch eine Energieversorgung auf fossiler Basis zu nutzen.“ Die Nachhaltigkeitsambitionen der Regierung würden an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn fossile Optionen nicht parallel vorgesehen wären.

Wir brauchen ein ganzheitliches Konzept für eine Systemintegration, das den Anforderungen eines sich verändernden Energie- und Wirtschaftssystems gerecht wird – das betrifft Energieproduzenten ebenso wie Energiekonsumenten. Deshalb sollten in der Rechenzentrumsstrategie praxistaugliche Regelungen für systemdienliche Erzeuger-Verbraucher-Schnittstellen mitgedacht werden.“

Quelle: BEE e.V., 18.3.2026
www.bee-ev.de

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