Keine Rückschritte bei der Energiewende!

LEE NRW

Wirtschaft und Politik im Dialog über Solar-, Wind- und Bioenergie.

Keine Rückschritte beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Das fordern Akteure aus der Biogas-, Solar- und Windenergie-Branche, die sich mit regionalen Politikern auf dem Rouenhof in Kevelaer trafen. Der Veranstalter war der LEE-Regionalverband Düsseldorf/Ruhr. Im Mittelpunkt stand die klare Botschaft: Erneuerbare Energien sind nicht Kostentreiber, sondern Standortfaktor und Stabilitätsgarant.

„Wir wollen die Energieversorgung nachhaltig denken, regional verankern und wirtschaftlich gestalten“, sagt Paula Backhaus, Vorsitzende des Regionalverbandes Düsseldorf/Ruhr des LEE NRW. „Eine klug geplante, faire und kalkulierbare Netzinfrastruktur ermöglicht die Energiewende – sie verhindert sie nicht.“

Wie das konkret gelingen kann, diskutierten Fachleute und Politiker an diesem Tag in lebhaften Podiumsrunden. Es ging um die Netzstruktur, die Reform des EEG, eine Beschleunigung von Markt- und Netzausbau sowie ganzheitliche Energiesysteme. Und das nicht nur abstrakt, sondern an konkreten Beispielen vom Niederrhein. Für fachliche Tiefe sorgten unter anderem Lucas Coenen von wpd GmbH, Dr. Michael Peters von Ylektra GmbH und Michael Hübner von SL NaturEnergie.

Sie zeigten auf, wie Erzeugung, Netzinfrastruktur und Strommarkt besser synchronisiert werden können – eine Kernforderung für das Gelingen der Transformation. Ergänzt wurden die Beiträge durch Paula Backhaus, Vorsitzende des Regionalverbands Düsseldorf/Ruhr, und Christian Vossler, Vorsitzender des Landesverbands, die den Fokus auf Akzeptanz, Beteiligung und regionale Wertschöpfung legten.

Auch aus der Politik kamen klare Signale. Stephan Haupt, Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag Kleve, betonte, dass es längst nicht mehr nur um Klimaschutz gehe, sondern ebenso um ökonomische Vernunft und Sicherheit – und dass vereinfachte Regulierung Investitionen wieder erleichtern müsse.

Johannes Büsch (Bündnis 90/Die Grünen) unterstrich die Bedeutung einer regionalen, transparenten und nachhaltigen Umsetzung, wie Frederic Vester sie beschrieb.

Marlene Riegler, Klimamanagerin der Stadt Geldern, hob hervor, wie wichtig direkte Dialogformate seien, um Sorgen aufzunehmen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Paula Backhaus verwies auf die Notwendigkeit greifbarer Projekte vor Ort, die Arbeitsplätze sichern und die Versorgung stabilisieren.

Christian Vossler brachte es auf den Punkt: Nur im Zusammenspiel von Politik, Netzen, Wirtschaft und Bürgerenergie entstehe ein resilientes, bezahlbares Energiesystem.

Einigkeit herrschte darüber, dass Versorgungssicherheit, Kosteneffizienz und Klimaschutz keine Gegensätze sind. Vielmehr braucht es Speicherlösungen, Flexibilisierung und einen systemischen Ansatz, der das Energiesystem als Ganzes denkt. Der intensive Austausch machte deutlich: Netzplanung und Ausbau erneuerbarer Energien müssen künftig noch enger verzahnt werden. Weitere Veranstaltungen in der Region Kleve sind bereits in Planung.

Der Dialog soll fortgesetzt, Barrieren abgebaut und konkrete Schritte hin zu einer unabhängigen, bezahlbaren und sauberen Energieversorgung gemeinsam gegangen werden.

Quelle: Landesverband Erneuerbare Energien NRW e. V. (LEE NRW) vom 16.3.2026
www.lee-nrw.de

s. Bundesregierung muss beim Klimaschutz liefern

s. Mehrheit in Deutschland will Ausbau der Erneuerbaren für nationale Sicherheit: Deutsche Umwelthilfe fordert Ende der fossilen Abhängigkeit

s. Energieangebot stärken statt verteuern – IHK NRW wirbt für Änderungen am Bürgerenergiegesetz NRW

Photovoltaikanlage mit Speicher als Investitionsobjekt

s. Ver­dopp­lung der ein­ge­reich­ten Ge­bo­te für PV-Freiflä­chen­an­la­gen zum Ge­bots­ter­min 1. De­zem­ber 2025

s. Greenpeace zu Änderungen am Heizungsgesetz

s. Import von US-Fracking-Gas nach erstem Amtsjahr von Trump auf Rekordhoch: Deutsche Umwelthilfe warnt vor neuer Abhängigkeit bei LNG-Importen

s. Dynamische Einspeiseentgelte sind nicht zielführend

s. Netzpaket europarechtlich unzulässig – BWE stellt Beschleunigungsagenda für Netze vor

Kaufangebot Projekt 20 MWp Solarpark Batteriespeicher

s. Kritik an Netzpaket: Räumliche Steuerung des Ausbaus der Windenergie im Bauplanungsrecht belassen