Energiesicherheit: Branche kann liefern und wird Verantwortung übernehmen

BWE

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) begrüßt, dass die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ankündigt, bis 2030 zusätzlich 12 Gigawatt Wind an Land ans Netz zu bringen.

„Es braucht eine Antwort auf die zweite fossile Energiekrise innerhalb weniger Jahre. Deutschland muss ein resilientes und zukunftsfähiges Energiesystem etablieren. Die Windenergie an Land kann liefern und ist bereit, Verantwortung zu übernehmen. Die Bundesregierung macht dafür den Weg frei“, zeigte sich Bärbel Heidebroek, Präsidentin des BWE, zuversichtlich.

„Damit die jetzt genannten zusätzlichen Kapazitäten 2030 auch am Netz sind, müssen die Ausschreibungen für diesen Booster bis Ende 2027 erfolgen. Ausreichend genehmigte Projekte mit Netzanschluss stehen bereit, um im Wettbewerb zu überzeugen. Gleichzeitig stellen wir uns gemeinsam Herausforderungen der Netzinfrastruktur. Dafür hat der BWE im Rahmen einer Beschleunigungsagenda konkrete Vorschläge gemacht. Wir stehen für die erzeugerseitige Überbauung der Netzverknüpfungspunkte, um die vorhandenen Netzkapazitäten effizienter zu nutzen. Es braucht ein klares GO für Co-Location-Projekte, um Flexibilität zu schaffen und Netzengpässe sowie Erzeugungsspitzen zu überbrücken. Und schließlich sollten auch Lasten wie zum Beispiel Rechenzentren systematisch in diese Strukturen eingebunden werden.

Es gilt jetzt im EEG, im Netzpaket und weiteren Novellen, wie etwa dem Baugesetzbuch, die Weichen zu stellen: Für einen starken Ausbau der Erneuerbaren und für die Übernahme von Verantwortung durch die Erneuerbaren, u. a. durch einen klugen PPA-Rahmen, Direktbelieferung von industriellem Mittelstand und regionale Stromnutzung. Für das gemeinsame Anpacken der Herausforderungen in der Netzinfrastruktur durch Erneuerbare Erzeuger und Netzbetreiber. Wir stehen bereit“, so Bärbel Heidebroek.

Quelle: BWE e.V., 20.3.2026
www.wind-energie.de

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