
Die Ausgaben des Bundes für die EEG-Finanzierung gehen 2026 voraussichtlich deutlich zurück.
BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser kommentiert: „Das EEG-Konto wird im Jahr 2026 voraussichtlich um 4,2 Mrd Euro weniger belastet. Eine gute Nachricht für den Bundeshaushalt.
Diese Entwicklung ist seit langem absehbar, da die Fördersumme für die Erneuerbaren im EEG Konto sinkt – auch wegen der alten, sukzessive auslaufenden Verträge mit höheren Fördersummen, die seit vielen Jahren drastisch abschmelzen.
Der besonders starke Effekt in 2026 ist aber vor allem auf die stark gestiegenen Strompreise zurückzuführen, verursacht durch den immer noch sehr hohen Gasanteil in unserem Strommix. Gaskraftwerke sind in Bereitstellung und Betrieb aktuell eine der teuersten Formen der Stromerzeugung.
Wir müssen davon ausgehen, dass der Effekt, dass fossile Energieträger die Strompreise in die Höhe treiben, auch in Zukunft anhalten wird. Die fossile Preiskrise ist keine temporäre Krise, sondern wird mit jedem neuen geopolitischen Konflikt wieder aufflammen.
Deshalb ist es das Ziel des BEE: Die Kosten im EEG so gering wie möglich und die Strompreise niedrig halten. Dies kann nur über einen weiter wachsenden Anteil von Erneuerbaren im Netz und mehr Speicher erreicht werden. Der Gesetzgeber muss Investitionen verlässlich planbar machen, Finanzierungskosten senken und durch Digitalisierung die vorhandenen Erzeugungs- und Infrastrukturkapazitäten besser nutzen.
Die eingesparten Mittel könnten zur Senkung der Stromsteuer für Privathaushalte verwendet werden – das wäre ein sinnvoller Beitrag zur Entlastung.“
Quelle: BEE e.V., 6.11.2026
www.bee-ev.de
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