Tag: windkraft

Viel Ökostrom muss nicht viel kosten

Würden hierzulande mehr Windkraft- und Solaranlagen gebaut, würde dies kaum Mehrkosten bedeuten. Der Grund: Neue Ökostromanlagen sind heute sehr viel günstiger als noch vor Jahren, zudem fallen ab 2021 die alten und teuren Anlagen aus der Förderung.

Die EEG-Umlage zur Förderung Erneuerbarer Energien wird im kommenden Jahr leicht sinken, um 0,09 Cent je Kilowattstunde (kWh) auf dann 6,79 Cent. Und das obwohl der Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter voranschreitet – wie ist das möglich? Die EEG-Umlage bildet schon lange nicht mehr die reinen die Kosten des Baus neuer Windkraft-, Solar- und Biomasseanlagen ab – zum Beispiel zahlen die privaten Stromkunden und der Mittelstand seit Jahren für die großzügigen Befreiungen der Industrie. Auch der Strompreis an der Börse beeinflusst die Höhe der Umlage: Ist der Preis niedrig, steigt die Umlage, weil sie die Vergütung ausgleichen muss.

Gefährden Ausschreibungen den Atomausstieg?

Die deutsche Energiewende wird durch die eingeführten Ausschreibungen massiv bedroht. Zu diesem Schluss kommt die Energy Watch Group aus Berlin. Die durch die neuen Auktionsregime gedrosselte Geschwindigkeit des Erneuerbaren-Ausbaus soll sogar nicht einmal mehr genügen, um in der Stromversorgung die vom Netz gehende Einspeisung aus Atomkraftwerken auszugleichen.

Energiewende in Niedersachsen: Wie weiter nach der Wahl?

Die Energiewende in Niedersachsen steht vor einem möglichen Umbruch. Denn in dem norddeutschen Bundesland wird drei Monate früher als geplant ein neuer Landtag gewählt. Grund für die Neuwahl ist der geplante Wechsel der bisherigen Grünen-Abgeordneten Elke Twesten zur CDU, mit dem die rot-grüne Regierung ihre Einstimmenmehrheit verliert. Darum hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auf die Neuwahl gedrängt, die jetzt am 15. Oktober stattfinden wird.

Mit der Neuwahl könnte es auch eine Änderung der bisherigen Energiepolitik geben. Das zeigen zumindest die Aussagen von Teilnehmern einer Podiumsdiskussion während der Tarmstedter Ausstellung. Zu verschiedenen Fragen der Energiewende nahmen dazu Stellung:

Windkraft in NRW stärken, Verhinderungsgesetz stoppen

Windkraft in NRW stärken, Verhinderungsgesetz stoppen

Wieder einmal wollen Sie als Schwarz-Gelbe Koalition den Klimaschutz in unserem Bundesland blockieren indem sie den Windkraftausbau verhindern. Anders kann man die utopischen Forderungen nach 1500m Mindestabstand zur Wohnbebauung nicht interpretieren. Denn wenn es tatsächlich, wie angedacht um Emissionsschutz ginge, dann dürften auch andere Lärmverursacher wie Autobahnen nicht näher an den Siedlungen gebaut werden.

Deshalb nehmen Sie diesen Plan zurück und bekennen Sie sich zum Windkrafterlass der Vorgängerregierung

ZSW und BDEW zum Anteil der erneuerbaren Energien am Strombedarf im 1. Halbjahr 2017

Erneuerbare Energien decken 35 Prozent des Strombedarfs. Windkraft an Land (39 Mrd. kWh), Biomasse (23 Mrd. kWh) und Photovoltaik (22 Mrd. kWh) sind Haupterzeugungsarten.

Im ersten Halbjahr 2017 lag der Anteil von Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen an der Deckung des Strombedarfs in Deutschland erstmals bei 35 Prozent. Dies haben vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ergeben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der Erneuerbaren-Anteil um zwei Prozentpunkte zu.

Österreich: Ökostromnovelle tritt in Kraft

Für alle bewilligten Windkraftanlagen reichen die zusätzlichen Mittel nicht aus. Wieviel Windkraft kann mit dem neuen Gesetz tatsächlich gebaut werden?

St. Pölten: Die kleine Ökostromnovelle, die Ende Juni im Nationalrat beschlossen wurde, ist gestern veröffentlicht worden und wird in Kraft treten. Dadurch können einige bereits genehmigte Windräder mittels eines Sonderkontingents vorzeitig gebaut werden. Ob und welche Projekte in den Genuss des Sonderkontingentes kommen, kann erst verlässlich Anfang 2018 gesagt werden. Jetzt weiß man bereits, dass die zu Verfügung stehenden Mittel aber bei Weitem nicht ausreichen, um alle genehmigten Windkraftanlagen tatsächlich errichten zu können. Die Novelle bringt jedoch neben dem Ausbauimpuls auch Sicherheit bzw. Verbesserungen für weiter wartende Windkraftprojekte.

GREENPEACE-STUDIE: ERNEUERBARE ENERGIEN SCHON HEUTE IN DER HÄLFTE DER G20 GÜNSTIGER ALS KOHLE UND ATOM

Windkraft und Solar bis spätestens 2030 in allen 20 Staaten billigste Stromquelle

Windräder und Solaranlagen werden spätestens bis zum Jahr 2030 in allen G20-Ländern die günstigste Form der Stromerzeugung sein. In rund der Hälfte der Staaten sind Erneuerbare Energien seit 2015 billiger oder gleich teuer wie Strom aus klimaschädlichen Kohlemeilern oder gefährlichen Atomkraftwerken.

Fossile-Energien-Umlage würde 2017 bei 10,2 Cent pro Kilowattstunde liegen

Photovoltaik, Windkraft und Co. werden gern als Preistreiber bei den Stromkosten gebrandmarkt. Nach einem Bericht von „Strom-Report“ liegen die staatlichen Förderungen und Vergünstigungen für Atomkraft, Kohle und Gas sowie deren Folgeschäden mit 33 bis 38 Milliarden Euro in diesem Jahr erneut deutlich über dem Niveau der Ausgaben für Erneuerbare. Doch diese Kosten erscheinen nicht auf der Stromrechnung, sondern werden auf die Steuerzahler abgewälzt.

So geht Energiewende!

Zugegeben, 6 von 115 Seiten Vertragswerk sind nur ein kleiner Teil. Soviel Raum gewährt das Jamaika-Bündnis aus CDU, FDP und Grüne in Schleswig-Holstein dem Thema „Energiewende“ in ihrem Koalitionsvertrag. Aber diese sechs Seiten haben es in sich. Viele konkrete Vorschläge zum Ausbau der Stromversorgung, des Netzausbaus und der Kopplung von Strom, Wärme und Verkehr haben das Potenzial, Hemmnisse der Energiewende auszuräumen. Schleswig-Holstein steht heute schon gut da und erzeugt 30 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien – bundesweit ein Spitzenwert.

Ökostrom billiger, aber noch nicht genug

Die erneuerbaren Energien haben weltweit deutlich zugelegt, obwohl die Investitionen in diesem Sektor zurückgegangen sind. Mit 161.000 Megawatt Nennleistung wurde ein neuer Rekordzubau erreicht.

Die USA wollen zwar aus dem Paris-Vertrag aussteigen – doch mit der Abkehr vom Klimaschutz riskieren sie ausgerechnet eine Top-Position im Energiesektor. Bei den Investitionen in Wind-, Solar und andere Öko-Energien liegen sie nämlich bisher mit an der Weltspitze.

Im vorigen Jahr erreichten die Vereinigten Staaten hier mit 46 Milliarden US-Dollar im internationalen Vergleich Platz zwei, überholt nur von China, das rund 78 Milliarden Dollar ausgab. Trumps Amerika verfügt damit global auch über die zweitgrößte installierte Erneuerbare-Energien-Leistung aller Länder. Hier ist China ebenfalls der Spitzenreiter.

Energiewendeatlas online erschienen

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat den Energiewendeatlas 2030 als Online-Publikation veröffentlicht. Auf rund 100 Seiten veranschaulicht der neue Atlas Schlüsselfragen für das Gelingen der Energiewende, vom weiteren zügigen Umbau im Stromsektor bis hin zum Durchbruch der Erneuerbaren im Wärme- und Verkehrsmarkt. „Mit dem Energiewendeatlas 2030 greifen wir das Thema der Potenziale von Windkraft, Solarenergie und Co. auf und erweitern es um aktuelle Fragestellungen wie Netzausbau und Speicher“, erklärt der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), Philipp Vohrer.

Solarstrom zum Tiefstpreis

Hohe Realisierungsquote bei sehr niedrigen Preisen: Solarpark-Auktionen erweisen sich als erfolgreich / Vor dem Hintergrund erzielter Erzeugungskosten von 6 bis 7 Cent je Kilowattstunde fordert die Branche von der Bundesregierung die Beseitigung bestehender Ausbaudeckel

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) zog zu Wochenbeginn eine positive Zwischenbilanz zu den vor zwei Jahren eingeführten Förderauktionen für große Photovoltaikanlagen. Dazu erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar), Carsten Körnig: „Die bisherigen Auktionsergebnisse sind ein Beleg für die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit der Photovoltaik und für ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir freuen uns, dass die Auktionen von der Branche angenommen werden.

Windenergie bleibt auf Erfolgskurs

„National wie international bleibt die Windenergie auf Erfolgskurs. Die Vereinbarungen zum Klimaschutz von Paris und der deutsche Klimaschutzplan 2050 weisen eine deutliche Richtung: Der Zubau Erneuerbarer Kapazitäten wird weltweit dynamisch wachsen.

Die deutsche Hersteller- und Zuliefererindustrie hat sich einen Innovationsvorsprung von mehreren Jahren vor der internationalen Konkurrenz erarbeitet. Diesen Vorsprung gilt es zu halten, damit die Energiewende neben der wichtigen Wirkung für den Klimaschutz zugleich eine Chance für die Industrienation Deutschland bleibt“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie (BWE) anlässlich der Eröffnung des Windkraft Zulieferer Forum auf der Hannover Messe.

Windkraft offshore (plus 36,7 Prozent) und Photovoltaik (plus 29 Prozent) legen zu

ZSW und BDEW zum Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch im 1. Quartal 2017

Im ersten Quartal 2017 lag der Anteil von Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen am Bruttostromverbrauch bei 32 Prozent.

Dies ergaben erste Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich der Anteil Erneuerbarer Energien um vier Prozent – von 48,1 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) auf 50,1 Mrd. kWh.

Die höchste Zuwachsrate erzielte mit 36,7 Prozent auf 4,8 Mrd. kWh gegenüber dem Vorjahreszeitraum erneut die Windkraft offshore (1. Quartal 2016: 3,5 Mrd. kWh). Mit 29 Prozent auf 6 Mrd. kWh (4,6 Mrd. kWh) verzeichnete auch Strom aus Photovoltaikanlagen einen deutlichen Anstieg. Die Windkraft an Land, mit 22,4 Mrd. kWh die größte regenerative Erzeugungsquelle, legte um 3,1 Prozent zu.

2016 war Rekordjahr für Erneuerbare Energien

Der Ausbau der erneuerbaren Energien geht weltweit zügig voran, vor allem durch den Zubau von Sonnen und Windkraft. Nach Angaben der internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) war 2016 ein Rekordjahr.

“Wir sind Zeuge einer weltweiten Energietransformation. Dies spiegelt sich wieder in einem neuen Rekordjahr für den Zubau erneuerbarer Energien”, sagt Adnan Z. Amin, Generaldirektor der internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) bei der Vorstellung des Berichts Renewable Capapacity Statistic 2017 in Abu Dhabi.

Der aktuelle Statistikbericht listet auf wie sich die erneuerbaren Energien in über 200 Ländern seit 2007 entwickeln, wie viel Anlagen mit Wasser-, Solar-, Windkraft und Biomasse zur Stromversorgung aufgestellt wurden und welche Kapazität es inzwischen gibt.

Wie viel Windkraft vertragen die Bürger? Diskussion um die Akzeptanz der Energiewende beim 2. EE-Community-Treffen

260 Windkraftanlagen mit insgesamt 788 Megawatt Leistung sind im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein zusätzlich ans Netz gegangen. Damit waren über 2.900 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund

6.000 MW installiert. Doch Bürgerproteste gegen geplante neue Windparks nehmen zu. Die Landesregierung steht nun vor der Hausforderung, einerseits auf diese Proteste einzugehen und andererseits ihre Energiewende-Ziele einzuhalten. Pläne für neue Windenergie-Eignungsflächen sind zurzeit in der öffentlichen Auslegung. Angesichts der Landtagswahl am 7. Mai 2017 und vieler offener Fragen bezüglich der Landesplanung und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) organisierte die Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH) einen Dialog zwischen Vertretern der Erneuerbare-Energie-Branche und Landespolitikern im Rahmen des 2. EE-Community-Treffens in Husum.

Windkraftpläne: Hoffen und Bangen in Gemeinden

Felder so weit das Auge reicht, nur unterbrochen von einigen Waldstücken und ein paar Häusern. Die Landschaft rund um die Gemeinde Rieseby im Naturpark Schlei im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist postkartentauglich. Doch bald könnten hier auch viele Windräder das Bild prägen. Der Ortsteil Saxtorf ist von der Landesregierung als ein Vorranggebiet ausgewiesen worden. Aber es gibt längst nicht nur Kritiker. Für Riesebys Bürgermeister Jens Kolls (SPD) sind die Regionalpläne der Küstenkoalition “ein Segen”.

Rieseby: “Da geht ein Riss durch die Gemeinde”

Seine Gemeinde war schon in den Windkraft-Plänen von 2012 als möglicher Standort ausgewiesen, und Kolls sitzt ungeduldig in den Startlöchern. Mittlerweile sei er das Warten einfach leid, ob es mit einem Windpark in Saxtorf nun etwas werde oder nicht, sagt der Bürgermeister. Pläne dafür warteten in der Schublade, für sechs Windräder liege bereits ein Bauantrag beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume vor. Kolls ist ein Befürworter des Windparks, weil die Energiewende gewollt sei und zusätzliche Einnahmen für die Gemeindekasse winken. Windparkbetreiber zahlen schließlich Gewerbesteuer. Doch der Bürgermeister räumt ein: “Es ist bei uns natürlich wie in vielen Gemeinden Schleswig-Holsteins, da geht so ein bisschen ein Riss durch die Gemeinde.”

Wind und Sonne liefern über sieben Mrd. kWh Strom im Oktober

Die Stromerzeugung aus Windenergie und Photovoltaik beläuft sich im Oktober 2016 auf deutlich über 7 Milliarden Kilowattstunden. Auch im Jahresvergleich kann der Oktober 2016 kräftig zulegen.

Die Stromerzeugung aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen in Deutschland summiert sich im Oktober 2016 auf etwa 7,3 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Die Windenergie stemmt davon den Löwenanteil.

Mehr Wettbewerb, mehr Innovation, sinkende Kosten

Die HSH Nordbank hat eine neue Branchenstudie „Windenergie“ veröffentlicht. Die Bank prognostiziert, dass der europäische Windenergiemarkt in den nächsten Jahren auf einem recht stabilen Wachstumspfad bleibt. Die Rahmenbedingungen ändern sich allerdings: Ab nächstem Jahr müssen Anlagenbetreiber in den meisten Ländern mit Geboten über die verlangte Förderhöhe miteinander konkurrieren – das ist auch in Deutschland so und bedeutet neue Herausforderungen für die Branche.

Die Zahlen in der neuen Branchenstudie „Windenergie“ HSH Nordbank belegen deutlich, dass die Windenergie in vielen Ländern weiter stark wächst und mittlerweile signifikante Beiträge zur Stromversorgung beisteuert. In Europa ging im vergangenen Jahr mit 13,8 Gigawatt so viel Anlagenleistung ans Netz wie niemals zuvor. Deutschland war hierbei mit gut 5,8 GW Nettozubau der Wachstumsmotor und erzielte sowohl bei Offshore-Windparks als auch bei Windparks an Land neue Zubaurekorde. Weiterentwicklungen bei Anlagentechnik und Windparksteuerung ermöglichen dabei immer höhere Energieausbeuten und erlauben dadurch unter anderem auch die Erschließung von Schwachwindstandorten. „In den nächsten Jahren bleibt Deutschland der mit Abstand größte Windenergiemarkt in Europa,“ sagt Volker Brokelmann, Analyst der HSH Nordbank und Autor der aktuellen Studie. Strom aus Windenergie wird dabei mit modernen Anlagen effizienter und kostengünstiger produziert, denn je. In ihrer bereits zum zehnten Mal erstellte Studie schätzt die HSH Nordbank die Stromgestehungskosten, die mit großen neuen Windparks an sehr guten Windstandorten in Europa erzielt werden können, auf gerade mal noch 4 ct pro Kilowattstunde. In Deutschland liegt dieser Wert je nach Standortgüte in einer Spanne von 5 bis 8,5 ct. Das rückt die Frage in den Fokus, wie viel Förderung noch nötig ist und wie Fördermittel für den weiteren Windenergieausbau künftig möglichst effizient eingesetzt werden können. „Es gibt bereits einzelne Tage, an denen Deutschland seinen Strombedarf komplett aus Windenergie decken kann“, sagt Brokelmann. Die Förderung der letzten Jahre habe ihren Zweck erfüllt und den gewünscht starken Zuwachs bei der Windenergie erreicht. Jetzt sei die Zeit für mehr Wettbewerb in den Fördersystemen gekomme

Bürgerforum Energieland Hessen kommt gut an

Das Landesprogramm Bürgerforum Energieland Hessen (BFEH) wirkt: Die meisten Kommunen, die es genutzt haben, würden wieder darauf zurückgreifen, wie eine Befragung der Entscheidungsträger ergab. Die überwiegende Mehrheit äußerte sich zufrieden bzw. sehr zufrieden. „Sachliche Information und offene Diskussion sind das beste Mittel, um Kontroversen um die Nutzung von Windenergie zu befrieden und Befürchtungen auszuräumen“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden. Gemeinsam mit Peter Gefeller, Bürgermeister der Stadt Staufenberg, Jürgen Kaltwasser, Bürgermeister der Gemeinde Lautertal, Brigitte Kram, Bürgermeisterin der Gemeinde Ebersburg und Dr. Ivo Gerhards, Leiter der oberen Landesplanungsbehörde beim Regierungspräsidium Gießen, stellte der Minister am Freitag eine erste Zwischenbilanz zu den Erfahrungen mit den Mediationsveranstaltungen vor.

Dialog mit den Bürgern zu Energiewende-Projekten

Das im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums von der Hessen Agentur und Partnern umgesetzte Programm unterstützt Kommunen bei Konflikten zwischen den Bürgern um Energiewende-Projekte. Ziel ist ein Dialog zwischen Befürwortern und Gegnern und die Suche nach konkreten Lösungen. Bislang haben mehr als 35 Kommunen das seit April 2014 laufende Programm in Anspruch genommen, einige davon sogar mehrere Veranstaltungsformate.

Um den Erfolg zu untersuchen, hat die Hessen Agentur 44 kommunalpolitische Entscheidungsträger befragt. Davon äußerten sich 38 zufrieden bzw. sehr zufrieden mit den einzelnen Maßnahmen wie Situationsanalyse, Informationsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger und der begleitenden Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Neun von zehn Befragten nahmen das Programm als fachkundig, bedarfsgerecht und problembewusst wahr.

Regelungen zur „WindEnergieDividende“ in Kraft

Hessische Kommunen können jetzt direkte finanzielle Beteiligung an den Pachteinnahmen aus Windenergieflächen im Staatswald beantragen

„Mit der WindEnergieDividende können Kommunen direkt von der Windenergie profitieren. Damit treiben wir die Energiewende gemeinsam mit den Menschen vor Ort voran, werben für Unterstützung und leisten einen wichtigen Beitrag für mehr Klimaschutz in Hessen“, sagte Klimaschutzministerin Priska Hinz anlässlich des Inkrafttretens der „WindEnergieDividende“.

Kommunen, die unmittelbar betroffen sind und eine Windenergieanlage in ihren Gemeindegrenzen oder in direkter Nachbarschaft haben, können jetzt eine Beteiligung an den Pachteinnahmen für Errichtung und Betrieb von Windenergieanlagen beantragen. Die Höhe der finanziellen Beteiligung der Städte und Gemeinden beträgt 20 Prozent des wirtschaftlichen Ertrages aus den Pachteinnahmen. Anspruchsberechtigte Kommunen können diese Gelder frei verwenden. Sowohl der Hessische Städtetag wie auch der Hessische Städte- und Gemeindebund haben diese Form der finanziellen Beteiligung an der Windkraft im Staatswald ausdrücklich begrüßt.

Windkraftbranche setzt auf Bundestagswahl

Die Windkraftbranche hofft nach der von Bundestag und Bundesrat gebilligten Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) auf andere politische Akzente nach der Bundestagswahl 2017. Zwar sei jetzt eine Reform des EEG erfolgt. “Aber ich gehe davon aus, die nächste wird kommen. Wir werden uns jetzt rüsten und konstruktive Vorschläge schon für den Wahlkampf miteinbringen, wie man diese Energiewende besser umsetzen kann als das jetzt der Fall ist”, sagte der Geschäftsführer der Bremerhavener Windenergie-Agentur (WAB), Andreas Wellbrock.

EEG-Novelle bildet stärksten Rückschlag für Energiewende seit Atomwiedereinstieg

„Die von der Bundesregierung geplante EEG-Reform ist ein Rückschlag für den dringend notwendigen Umstieg auf eine klimafreundliche und nachhaltige Energieversorgung. Sie verschlechtert die Rahmenbedingungen für die Branche der Erneuerbaren Energien deutlich. So schädigt die geplante Einmaldegression viele Unternehmen der Windbranche und kippt den zugesicherten Vertrauens- und Investitionsschutz“, betont BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk, der am heutigen Montag als Sachverständiger im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestages deutliche Nachbesserungen an der EEG-Novelle fordert.

„Niemand in der Welt versteht, warum die deutsche Bundesregierung genau jetzt, da Fotovoltaik und Wind immer günstiger werden und Erneuerbare Energien weltweit boomen, das Ausbautempo im Heimatland der Energiewende abschwächen will. Die Politik sollte der Erneuerbaren-Branche keine Knüppel zwischen die Beine werfen, sondern sie weiter dabei bestärken, nachhaltige Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen und rasch auf eine klimafreundliche Energieversorgung umzusteigen. Wir dürfen jetzt nicht bei der Windenergie denselben Fehler wiederholen, den die damalige Bundesregierung seinerzeit bei der Fotovoltaik gemacht hat. Dort gingen durch falsche politische Rahmenbedingungen in kurzer Zeit 73.000 Arbeitsplätze verloren.“

Letzte EEG-Appelle ans Parlament

“Wenn die Abgeordneten von CSU/CDU und SPD der EEG-Novelle zustimmen, verstoßen sie sehenden Auges gegen die Notwendigkeiten des Klimaschutzes und des Atomausstiegs und schaden unverzeihlich unserem Land”, warnt der Landesverband Bayern des Bundesverbandes Windenergie (BWE) in einem kürzlich veröffentlichten Schreiben, das klimaretter.info vorliegt. Erforderlich sei stattdessen ein Zubau von Photovoltaik und Windkraft, der drei- bis sechsmal schneller als von der Bundesregierung geplant ist. Daher dürfe im EEG der “Deckel” für Wind an Land frühestens bei 5.000 Megawatt im Jahr und bei Solarstrom frühestens bei 7.500 Megawatt liegen.

“Brachialgewalt bei der EEG-Novelle”

Tritt Oliver Krischer, grüner Fraktionsvize und Energiexperte, ans Rednerpult, wacht das Bundestags-Plenum auf. Bei der ersten Lesung der EEG-Novelle kanzelte er kürzlich die Tiraden von Unionsmann Michael Fuchs ab, “jeder Siebtklässler” könne dazu “qualifizierter reden”. Das wird die Große Koalition aber kaum daran hindern, das EEG 2016 kommende Woche “brachial” durchs Parlament zu bringen, bedauert Krischer.

Die politische Karriere des studierten Biologen begann vor 20 Jahren als Mitarbeiter bei grünen Fraktionen im Bundestag und im nordrhein-westfälischen Landtag. Seit 2009 sitzt er selbst im Bundestag, ab 2013 als Vize-Fraktionschef und Zuständiger für den Arbeitskreis mit dem Bandwurmtitel “Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Tierschutz, Klima, Energie, Nachhaltigkeit, Bau, Wohnen und Stadtentwicklung, Verkehr, Agrarpolitik und Ernährung, Tourismus, Aufbau Ost”.

klimaretter.info: Herr Krischer, am Montag befasst sich der Wirtschaftsausschuss der Bundestages mit der EEG-Reform, am Freitag soll das Gesetz schon beschlossene Sache sein. Sie meintenzuletzt, man sollte doch auch in dieser sehr kurzen Beratungszeit versuchen, den schlechten Gesetzentwurf wenigstens an ein paar Stellen zu verbessern. Haben Sie diese Hoffnung noch?

Branchentag der Brandenburger Windenergie in Potsdam

Pressemitteilung des BWE-Landesverbandes Berlin/Brandenburg. Vereinbarung mit der Landesregierung gibt Antworten auf drängende Fragen zum Ausbau / Branche beschäftigt in Brandenburg 6.863 Mitarbeiter und erwirtschaftet 1 Mrd. Euro Umsatz

Mit einer bundesweit wegweisenden Vereinbarung gehen die Landesregierung Brandenburgs und die regional tätigen Windenergie-Unternehmen einen gemeinsamen Schritt, um zentrale Fragen zum Ausbau der Windenergie zu beantworten. Eine aktuelle Studie von DIW Econ belegt, dass in Brandenburg 6.863 Erwerbstätige von der Windkraft leben und die Branche eine Wertschöpfung von mehr als einer Milliarde Euro erreicht. Die Windbranche wird mehr und mehr zum Stabilitätsanker der Brandenburger Wirtschaft.

Campact Aktion Windkraft nicht lahmlegen

Die CDU greift die Energiewende an: Sie will die kostengünstige Windenergie lahmlegen – im Interesse der Atom- und Kohlekonzerne. Schon am Donnerstag beschließen die Ministerpräsident/innen, ob sie den Angriff auf die Windkraft verhindern. Viele sind noch unentschlossen. Mit einem Eil-Appell wollen wir jetzt die Zweifler/innen auf unsere Seite ziehen – und die Energiewende retten.

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell an die Ministerpräsident/innen!

Die Pläne der CDU für ein neues Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bedrohen die Energiewende – im Interesse der Kohle- und Atomkonzerne. Der Ausbau der Windenergie soll dort ausgebremst werden, wo er kostengünstig ist und häufig in Bürgerhand erfolgt: an Land.

Sorgen Sie dafür, dass jährlich weiterhin deutlich mehr als 2.500 Megawatt Windenergie an Land hinzugebaut werden dürfen. Nehmen Sie Bürgerenergieprojekte bis zu 18 Megawatt von der Ausschreibungs-Pflicht aus. Retten Sie die Bürgerenergiewende!

Erneuerbare Energien international auf Rekordniveau – aber nicht im Land der Energiewende

30. Tag der Erneuerbaren Energien erinnert an Katastrophe von Tschernobyl und mahnt zum beschleunigten Umstieg auf sichere, saubere und günstige Energienutzung durch regenerative Energieträger – Eindringlicher Appell an andere Staaten, endlich auch Weichen auf Atomausstieg zu stellen

Anlässlich des 30. Tages der Erneuerbaren Energien weist der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) auf den weiterhin hohen Ausbaubedarf Erneuerbarer Energien hin. Während die internationalen Investitionen in klimafreundliche Energieträger weltweit von Rekord zu Rekord eilen, gehen sie in Deutschland derzeit massiv zurück. Der Kapitaleinsatz in Erneuerbare Energien ist 2015 global um fünf Prozent auf nun 268 Milliarden Dollar gestiegen. Damit ist erstmalig mehr Geld in Erneuerbare Energien als in fossile Energieträger geflossen. Gleichzeitig haben die Schwellen- und Entwicklungsländer mit einem Zuwachs von 19 Prozent bei Solar-, Windkraft- oder Biogasanlagen erstmals die Industrienationen überholt. Diesem Aufschwung steht ein deutlicher Investitionsrückgang in Deutschland gegenüber. Fast 50 Prozent hat Deutschland im vergangenen Jahr weniger in Erneuerbare Energien investiert als im Jahr zuvor; das ist das geringste Investitionsvolumen seit 12 Jahren.

EEG-Reform 2016 schneidet hart ins Herz der Energiewende

Der heute vorgelegt Referentenentwurf des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) beschneidet massiv die Energiewende. Fünf Jahre nach Fukushima und wenige Monate nach den Klimaschutzvereinbarungen von Paris droht damit ein massiver Rollback in der Klimaschutzpolitik. Der BEE als Spitzenverband der klimafreundlichen Energiewirtschaft appelliert an den Deutschen Bundestag und die Bundesländer, den Gesetzesentwurf in den nächsten Wochen deutlich nachzubessern. Andernfalls seien die in Paris gemachten Klimaschutz-Zusagen in Deutschland nicht das Papier wert, auf dem die Bundesregierung unterschrieben hat. Gleichzeitig werde Deutschlands Technologieführerschaft und Exportkraft zum Spielball rückwärts gewandter Politiker.

BEE-Präsident Fritz Brickwedde: „Mit dem Gesetzentwurf will der Bundeswirtschaftsminister den Ausbau der Erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung auf maximal 45% bis 2025 deckeln. In der Branche der Erneuerbaren Energien stehen damit Zehntausende von Arbeitsplätzen vor allem in der Wind- und Solarbranche vor dem Aus. Zementiert werden die ineffizienten fossilen Großkraftwerke. Innovation, Flexibilität und Dynamik der neuen Branchen im Zusammenspiel von sauberer Stromerzeugung, bürgernaher Lieferung und cleveren Speicher- und Systemlösungen sind nicht mehr gewünscht!“

BUND und BWE fordern weiteren dynamischen Ausbau erneuerbarer Energien und Erhalt der Bürgerenergie

Die Konferenz der norddeutschen Bundesländer am Montag in Wismar zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und den Bundesverband Windenergie (BWE) ein Signal dafür, dass die Energiewende am Scheideweg steht. Für einen Fehler halten beide Verbände die geplante Systemumstellung auf Ausschreibungen für Erneuerbare-Energien-Anlagen. Die daraus resultierenden höheren Kosten und Risiken für Investoren würden der Energiewende schaden.

„Mit den geplanten Ausschreibungen sollen die Erneuerbaren insgesamt gedeckelt und die Windkraft an Land hart ausgebremst werden. Bürgerenergie und andere kleine Akteure haben keine Chance mehr. Das gerade im Norden von den Bürgern getragene Engagement für eine erneuerbare Stromerzeugung wird so künftig verhindert. Wir fordern die Regierungen der norddeutschen Bundesländer auf, wirksame Ausnahmen für diese zentralen Akteure durchzusetzen. Der europarechtliche Rahmen muss ausgeschöpft werden“, sagte BWE-Präsident Hermann Albers.

Deutliche Dynamisierung der Energiewende erforderlich

„Wir gehen davon aus, dass die Bundesregierung die Ergebnisse der Klimakonferenz von Paris (COP 21), die eine konsequente Fortführung der Vereinbarungen zum Klimaschutz auf dem G20-Treffen in Elmau darstellen, jetzt auch sichtbar auf der nationalen Ebene umsetzt. Die verbindliche Festlegung auf das 2 Grad-Ziel macht einen konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland erforderlich.

Zwar werden im Stromsektor die Ziele für die Erneuerbaren Energien erreichbar, bei Wärme und Mobilität ist man davon weit entfernt. Wir brauchen daher jetzt weder Kleinmut noch Verzagtheit, sondern eine Dynamisierung der Energiewende, um den internationalen Verpflichtungen, die Deutschland eingegangen ist, zu erfüllen“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie (BWE).

Global Climate March: Klimaschutz benötigt deutlich schnelleren Ausbau Erneuerbarer Energien

„Der Klimawandel ist eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Paris muss daher zweierlei bringen: ein tragfähiges Klimaschutzabkommen und verlässliche Rahmenbedingungen für einen zügigen Ausbau Erneuerbarer Energien weltweit“, so Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie, im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP21.

Nord-Süd-Debatten vermeiden – Branche und Bundesländer haben gemeinsame Interessen

„Wir brauchen jetzt keine Nord-Süd-Debatten, sondern ein geschlossenes Auftreten im Interesse von 140.000 Beschäftigten deutschlandweit. Diese erwarten zu Recht, dass die Bundesländer und die Branche dazu beitragen, die politisch gewollte Systemumstellung zu Ausschreibungen so zu gestalten, dass die Energiewende nicht in voller Fahrt aufgehalten wird“, appellierte Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie an die über 600 Teilnehmer des Windbranchentages Niedersachsen/Bremen in Hannover.

Die Branche blickt auf das erfolgreiche Jahr 2014 mit einem Zubau von 1.766 Windkraftanlagen an Land und 4.750 Megawatt zurück. Für 2015 erwartet man einen Zubau von 4.000 bis 4.500 Megawatt an Land und mit einer Gesamtleistung von bis zu 3.300 Megawatt am Netz einen Durchbruch im Bereich der Offshore-Technologie in Nord- und Ostsee.

1. Windbranchentag Schleswig-Holstein

Husum. Zur Einstimmung auf die Messe Husum Wind hatte der BWE einen Tag vor Messebeginn zum 1. Windbranchentag Schleswig-Holstein eingeladen. Zentrale Themen wie die geplanten Ausschreibungen für Windenergie an Land und der neue Erlass des Landes Schleswig-Holstein zum Ausbau der Windenergie standen im Fokus, aber auch so wichtige Bereiche wie Akzeptanz der Windkraft, Artenschutz und die Energiewende als Wertschöpfungsfaktor für Kommunen.

Auch nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Schleswig, das Anfang des Jahres die Regionalpläne zur Ausweisung von Windeignungsflächen in Schleswig-Holstein gekippt hatte, seien die Ausbauziele in Schleswig-Holstein zu erreichen, sagte Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Dr. Robert Habeck (Grüne). Denn das Land habe mit einem Erlass, der weitere Genehmigungen von Windkraftanlagen per Ausnahmeentscheid ermöglicht, die Voraussetzungen dafür geschaffen, sagte der Minister vor knapp 500 Gästen.

Gute Stimmung auf der Husum Wind

Trotz schwieriger politischer Weichenstellung

Heute geht die Husum Wind zu Ende. Im Vorfeld waren viele Aussteller unsicher, was sie dort erwartet, wo Husum doch in Kooperation mit der Hamburg Wind Energy “nur noch” nationale Messe sein sollte. Würde überhaupt jemand kommen? Doch alle Sorgen – auch wegen der bundespolitischen Unwägbarkeiten – haben sich verflüchtigt.

Montagabend: eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute steht auf dem kleinen Bahnsteig in Husum und schaut sich Orientierung suchend um. Ja, auch das gehört seit einigen Jahren zur “Familienmesse” der Windbranche. Zuletzt hatten asiatische Aussteller 2012 eine ganze Halle gefüllt. Allerdings gab es da noch nicht den Zusammenschluss mit der neuen internationalen Leitmesse Hamburg Wind Energy. Die Abmachung sieht nun vor, dass die Husum Wind künftig als nationales Event ausgetragen wird. Im Vorfeld, so war zu hören, hatten die Hamburger und auch die großen, internationalen Aussteller die Betonung der nationalen Ausrichtung in Husum etwas vermisst. Offenbar mussten nicht nur die Husumer sich erst an die neue Aufteilung gewöhnen. Zu hören war auch beim Messerundgang von dem einen oder anderen Aussteller, dass ihre internationalen Kunden und Kollegen – auch aus Asien – nicht auf das Event mit dem typisch nordfriesischen Flair verzichten wollten.

Alle Informationen zur Windenergie in einer App

Im Rahmen der HUSUM Wind stellte der BWE unter anderem seine neue App „Wind bewegt“ für Smartphones vor. Die App ist Teil der BWE-Akzeptanzinitiative und basiert inhaltlich auf der erfolgreichen Publikation „Wind bewegt ─ Argumente für die Windenergie“, die mittlerweile 75.000 Mal in der Branche und der Politik verteilt wurde.

Die App „Wind bewegt“ macht möglich, sofort und permanent auf die wichtigsten Daten und Fakten zur Windenergie zuzugreifen. Dabei ist eine gezielte Suche genauso wie ein direkter Zugriff auf nationale und internationale Studien- und Faktensammlungen möglich. Jederzeit wird so der Zugriff auf Fakten rund um alle Fachthemen wie z.B. Infraschall, Netzausbau oder Anwohnerschutz sichergestellt.

Hinsichtlich des Aufbaus lehnt sich die App an das Printprodukt „Wind bewegt“ an. Neben Antworten auf typische Einwände gegen Windenergieanlagen erläutert die App im Bereich „Darum Windenergie“ konkrete Vorteile der Windkraft. Ergänzt wird die digitale Version durch aktuelle Statistiken, Animationen und umfangreiche statistische Daten aus den BWE-Länderinformationen.

Neue Studie: das bringt Bürgerenergie

Neue Studie mit Grundlagenforschung zu den positiven Effekten der Bürgerenergie in Berlin vorgestellt. Das Fazit der vom Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) mit Finanzierung von BBEn und Greenpeace Energy vorgestellten Studie lautet: Energie-Projekte in Bürgerhand stärken die lokale Wertschöpfung mit Milliarden-Investitionen und bringen vor Ort vielfältigen gesellschaftlichen Nutzen.

Die Wissenschaftler haben in ihrer Untersuchung insgesamt zehn Nutzeneffekte herausgearbeitet. So konnten Photovoltaik-, Windkraft- oder Biomasse-Projekte in Bürgerhand oder mit Bürgerbeteiligung laut IZES bundesweit bis zu 113.600 Vollzeitarbeitsplätze erhalten oder neu schaffen. Die Wertschöpfung dieser Projekte summierte sich allein im untersuchten Jahr 2012 auf bis zu 5,3 Milliarden Euro. Über steigende Steuereinnahmen profitierten davon auch die kommunalen Haushalte. Das eingesetzte Geld bleibe, so die Studie, zu großen Teilen im lokalen Wirtschaftskreislauf, statt in globale Finanzströme abzufließen.

„Bürgerinnen und Bürger haben hierzulande 4.000 Windräder und 1,2 Millionen Solaranlagen verwirklicht, ihr Engagement ist auch ein wichtiger Job-Motor. Bürgerenergie heißt, dass möglichst viele Menschen an der Wertschöpfung erneuerbarer Energien teilhaben können“, sagt Dr. René Mono, Vorstand beim Bündnis Bürgerenergie.

Hessen: Energiegipfel-Ziele mit aktueller Windkraftplanung des Landes außer Reichweite

Teilregionalplan Energie Mittelhessen muss neu aufgestellt werden. Der Landesvorsitzende des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) Hessen, Joachim Wierlemann, macht darauf aufmerksam, dass die Energiewende-Ziele der hessischen Landesregierung und des Energiegipfels mit dem entscheidenden Ausbauziel für Windkraft deutlich verfehlt werden.

„Die von Wirtschafts- und Energieminister Al-Wazir in seiner Regierungserklärung vom Juli 2014 geforderte Verdreifachung der Windkraftleistung in Hessen ist mit den Vorgaben der Landesplanung und der Genehmigungspraxis nicht erreichbar“, so Joachim Wierlemann. Aktuell zeige sich dies besonders krass an der gestern beschlossenen 2. Offenlage des Teilregionalplans Energie Mittelhessen (TRPM). In der 2. Offenlage werden ausgerechnet die windstärksten Gebiete Vogelsberg und Westerwald mit einer Verhinderungsplanung überzogen. Eine Kurzstudie von Fachanwalt Hans Karpenstein für die Regionalversammlung Mittelhessen unter dem Titel „Energiewende und TRPM zur Windkraft“ zeigt die Versäumnisse der Regionalplanung und der Genehmigungspraxis auf und macht konkrete Vorschläge zur Abhilfe, mit denen die Energiegipfel- und Regierungsziele noch erreicht werden könnten.

Siemens übergibt weltweit größte Offshore-Netzanbindung an TenneT

•Nordsee-Netzanbindung SylWin1 hat Rekordkapazität von 864 Megawatt
•Übertragungsleistung reicht zur Versorgung von über 1 Million Haushalte
•Alle drei angeschlossenen Windparks mit Siemens-Windturbinen bestückt
•Dritte Gleichstrom-Netzanbindung von Siemens im kommerziellen Betrieb
•Energiewende auf See nun auf der Zielgeraden

Siemens hat mit SylWin1 in diesem Jahr bereits die dritte Nordsee-Netzanbindung an den Auftraggeber TenneT übergeben. Der deutsch-niederländische Übertragungsnetzbetreiber hat somit den kommerziellen Betrieb der derzeit leistungsstärksten Netzanbindung weltweit aufgenommen. Die Offshore-Plattform der SylWin1-Verbindung liegt etwa 70 Kilometer westlich der namensgebenden Insel Sylt. Über eine gut 200 km lange See- und Landkabelstrecke wird die Windkraft bis zur Landstation in Büttel übertragen. Insgesamt können mit diesem Netzanschluss bis zu 864 Megawatt (MW) an Ökostrom übertragen werden, was zur Versorgung von mehr als einer Million deutscher Haushalte ausreicht.

“In diesem Jahr haben wir mit SylWin1, BorWin2 und HelWin1 die drei weltweit ersten Offshore-Netzanbindungen in effizienter Gleichstromtechnik fertiggestellt. Auch das vierte Projekt HelWin2 wollen wir wie geplant binnen weniger Wochen in den kommerziellen Betrieb führen”, sagte Jan Mrosik, CEO der Division Energy Management von Siemens. “Das Jahr 2015 stellt einen besonderen Meilenstein für TenneT dar”, betonte Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung der TenneT TSO GmbH, “denn wir werden bis Jahresende weitere Offshore-Netzanbindungen fertigstellen und unterm Strich dann über 5.000 MW und damit mehr als zwei Drittel der Offshore-Ausbauziele der Bundesregierung realisiert haben.” Das Offshore-Ausbau-Ziel der Bundesregierung für 2020 liegt bei 6.500 MW.

Angeschlossen an SylWin1 werden die drei Offshore-Windparks DanTysk, Butendiek und Sandbank mit jeweils 288 MW Leistung. DanTysk und Butendiek bestehen aus jeweils 80 Siemens-Windenergieanlagen der 3,6-Megawatt-Klasse, Sandbank wird mit 72 Siemens-Windturbinen je 4 MW Leistung realisiert. Aktuell sind schon mehr als 100 Windturbinen installiert; praktisch täglich werden weitere Anlagen zugeschaltet. Bei optimalen Windbedingungen, wie sie das Sturmtief Niklas jüngst mit sich brachte, wurde bereits eine Leistung von 350 MW über die SylWin1-Verbindung übertragen.

Übertragungsnetzbetreiber TenneT hatte Anfang 2011 das Konsortium

Experten einig: 10fach-Abstand käme Ausbaustopp gleich

Landtagsanhörung brachte es erneut an den Tag: 10-H-Abstand wäre das Ende für Windenergieausbau.„Wir bekennen uns zum weiteren Ausbau der Windenergie“, heißt es im Koalitionsvertrag von Sachsens schwarz-roter Regierung. Nach dem Willen der Koalitionspartner soll das bisherige faktische Ausbremsen beim Ausbau der Windenergie ein Ende haben. In diesem Zusammenhang soll der Windenergie, wie vom Gesetzgeber auch gefordert, „substantiell Raum geschaffen werden“.

Erste Nagelprobe dieses Kurswechsels ist die Frage, ob Sachsen von der im Baugesetzbuch neu geschaffenen Möglichkeit Gebrauch macht und per Gesetz bis Ende dieses Jahres einen Mindestabstand zwischen Windenergieanlagen und bebauten Gebieten festlegt. In der Diskussion ist dabei meist die sogenannte 10-H-Regelung, wonach der Mindestabstand das Zehnfache der Höhe der jeweiligen Windenergieanlagen (Nabenhöhe plus Radius der Windradflügel) betragen soll. Bei einer Anhörung zu diesem Thema im Umweltausschuss des Landtags waren sich die geladenen Sachverständigen, darunter auch Rechtsanwalt Prof. Martin Maslaton, Landesvorstand des Bundesverband WindEnergie in Sachsen, mehrheitlich einig: Ein Mindestabstand über die bisherigen Abstände zwischen 650 und 1.000 Meter hinaus käme faktisch einem totalen Ausbaustopp für die Windenergie im Freistaat gleich.

Insbesondere die Vertreter der Regionalen Planungsverbände machten deutlich, dass eine 10-H-Regelung ihnen angesichts der dichten Besiedlung Sachsen überhaupt keinen Raum mehr ließe, noch Vorrang- und Eignungsgebiete für die Windenergie ausweisen zu können. Schon jetzt liege man bei unter 0,5 Prozent der Fläche, die für die Windenergie überhaupt in Frage komme. Außerdem

Mehr Planungssicherheit für Windkraftanlagen in der Nähe von Vogelvorkommen

Neues Papier zu Abstandsregelungen kann Konflikte lösen

Wie nahe dürfen Windräder an Niststandorte von Kranich oder Rotmilan gebaut werden? Das „Neue Helgoländer Papier“ der Länderarbeitsgemeinschaft Naturschutz (LANA) berücksichtigt den neuesten Forschungsstand zur Gefährdung von Vögeln durch Windkraftanlagen.

Der NABU begrüßt, dass Windkraftprojekte in der Nähe von sensiblen Vogelvorkommen ab sofort verlässlicher geplant werden können. In der vergangenen Woche bestätigte dazu die Länderarbeitsgemeinschaft Naturschutz (LANA) das sogenannte „Neue Helgoländer Papier“, das den aktuellen Fachstandard für den empfohlenen Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und sensiblen Vogelvorkommen darstellt. Diese Empfehlungen waren bereits vor zwei Jahren von der Länderarbeitsgemeinschaft der staatlichen Vogelschutzwarten erarbeitet und seither diskutiert worden. „Mit diesem Papier bekommen sowohl die Politik als auch Windkraft-Planer und Naturschützer eine auch vor Gericht belastbare Grundlage für die Interpretation der Artenschutzvorschriften in unseren Gesetzen. Damit kann der Konflikt zwischen Windkraft und Vogelschutz gelöst werden, um eine naturverträgliche Energiewende zu erreichen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Das Dokument spiegelt den neuesten Stand der Forschung zur Gefährdung von Vögeln durch Windkraftanlagen wider und stellt damit auch die fachliche Messlatte für die Genehmigungsfähigkeit von Windkraftplanungen dar. Der NABU zeigt sich daher erfreut, dass das Papier nach Jahren der Diskussion endlich von den Naturschutz-Fachabteilungen der Länder akzeptiert wurde. „Von uns im Vorfeld befürchtete politisch motivierte Änderungen oder ein Publikationsverbot für dieses in der Fachwelt bereits weithin bekannte Papier sind nun aus der Welt“, erklärte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Brandenburg wird zum Erneuerbaren-Energien-Land

“Der Koalitionsvertrag zwischen SPD und Linke in Brandenburg ist eine solide Basis, um den Umbau der Energiewirtschaft in Brandenburg erfolgreich zu meistern. Wir sind den Regierungsfraktionen dankbar, dass sie ein klares Signal zum Ausbau der Erneuerbaren Energien und insbesondere der Windkraft geben“, so Jan Hinrich Glahr, Vizepräsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) und Vorsitzender des BWE in Brandenburg. Gestern hatte SPD und LINKE auf Landesparteitagen dem Koalitionsvertrag zugestimmt. Damit ist der Weg frei für die Bildung der Landesregierung.

„Dass die künftige Landesregierung mit der Förderung von Modellvorhaben zu Speichertechnologien und der Umsetzung regionaler und kommunaler Energiekonzepte aus dem Programm RENplus einen deutlichen Impuls für die künftig dezentrale Energiewirtschaft geben wird, ist ein gutes Signal. Damit kann Brandenburg eine bundesweite Vorreiterrolle einnehmen. Den Schritt ein Forum aller Akteure der Energiewende zu entwickeln, begrüßen wir ausdrücklich. So lässt sich der dezentrale Umbau der Energiewirtschaft gemeinsam bewältigen“, zeigte sich Jan Hinrich Glahr zufrieden.

„Mit der in dieser Woche deutlicher gewordener Absicht von Vattenfall sich aus dem Braunkohle-Geschäft zurückzuziehen ist zudem klar geworden, dass das vermeintlich sichere Polster Braunkohle infrage steht. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Brandenburg ein so deutliches Signal für einen Zubau der Erneuerbaren Energien setzt. Mit einer Bruttowertschöpfung in Höhe von 955,3 Millionen Euro (DIW ECON, 2014) und immerhin bereits 6.120 Beschäftigte (GWS, 2014) bildet die Windenergie an Land heute schon einen Stabilitätsanker der Wirtschaft im Land. Darauf lässt sich aufbauen“, machte Jan Hinrich Glahr deutlich.

Windparkverkauf: 2 * Enercon E-101 (in Betrieb)

Windpark ist in Betrieb

Angebot Windpark an Land
Verkauf von zwei Enercon E-101

Standort: Rheinland-Pfalz

E101 mit 3,05 MW (3.050 kW) Nennleistung
135 m Nabenhöhe
101 m Rotordurchmesser

Inbetriebnahme war bereits im 4. Quartal 2014

Windparkprojekt ist fertig errichtet und in Betrieb

Gesicherte Abnahme und Vergütung des erzeugten Stroms gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Enercon EPK Vollwartungsvertrag über 15 Jahre

Pachtgrundstücke

Verkauf Enercon Einzelanlage E-101 (in Betrieb)

Windkraftprojekt ist bereits in Betrieb

Angebot Windkraftanlage
Verkauf Enercon Einzelanlage E-101

Windenergie an Land, Westdeutschland

E101 mit 3,05 MW (3.050 kW) Nennleistung
135 m Nabenhöhe
101 m Rotordurchmesser

Inbetriebnahme war im 4. Quartal 2014

Windkraftprojekt ist fertig errichtet

NABU: Umweltrecht muss beim Ausbau erneuerbarer Energien eingehalten werden

Miller: Naturschutz wird bei Windkraftstandorten vernachlässigt

Der NABU fordert beim Ausbau der erneuerbaren Energien die strikte Einhaltung des geltenden Umweltrechts und appelliert dabei an alle Entscheidungsträger und Investoren, den Klimaschutz nicht auf Kosten von Arten und Lebensräumen voranzutreiben. Der NABU befürwortet den Ausbau der Windkraft sowohl an Land als auch auf dem Meer, weist jedoch auf gravierende Versäumnisse bei der Standortwahl und Realisierung einzelner Projekte hin. „Mit Sorge betrachten wir, dass trotz aller Bekenntnisse der Branche wiederholt festzustellen ist, dass Naturschutzbelange konsequent ignoriert und auch höchst kritische Projekte realisiert werden. Ein gutes Beispiel dafür ist der Offshore-Windpark Butendiek, der alle Naturschutzvorgaben missachtet und nie hätte genehmigt werden dürfen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller am heutigen Montag anlässlich der Eröffnung der internationalen Windenergie-Messe „WindEnergy“.

Seit Frühjahr 2014 führt der NABU ein Klageverfahren gegen den Bau und Betrieb des Offshore-Windparks Butendiek in der Nordsee westlich von Sylt. Schweinswale und streng geschützte Meeresvögel werden in den eigens für sie eingerichteten Schutzgebieten gefährdet oder aus ihnen vertrieben. Nach Meinung des NABU ist dies unvereinbar mit den Zielen der europäischen FFH- und Vogelschutzrichtlinie.

Besonders scharf kritisiert der NABU vor diesem Hintergrund den Branchenriesen, die wpd-Gruppe. „wpd steht nicht nur hinter dem naturschutzfachlichen Sündenfall Butendiek, sondern entwickelt auch an Land mit dem Windpark Jördenstorf in Mecklenburg-Vorpommern ein weiteres Projekt, das den Natur- und Artenschutz mit Füßen tritt“, so Miller. In unmittelbarer Nähe des Baugebiets brüten fünf Paare streng geschützter Schreiadler, und damit fünf Prozent der vom Aussterben bedrohten deutschen Population. wpd gefährdet damit den Lebensraum dieser seltenen Adlerart in Deutschland. Gegen die ohne Umweltverträglichkeitsprüfung erteilte Genehmigung für diesen Windpark hat der NABU Widerspruch eingelegt und erwartet nun die Rücknahme der Genehmigung.

Um Fehlinvestitionen, Verzögerungen und Rechtsstreitigkeiten bei der Realisierung von Windkraftanlagen an Land zu vermeiden, appelliert der NABU an alle Investoren, bereits bei der Standortwahl die fachlichen Empfehlungen zum Abstand von wichtigen Vogelvorkommen zu berücksichtigen. Diese hatte die Länderarbeitsgruppe der staatlichen Vogelschutzwarten bereits 2007 veröffentlicht, ihre Gültigkeit als fachliche Messlatte wurde von Gerichten vielfach bestätigt. „Derzeit liegt eine aufgrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse aktualisierte Version dieser Abstandsempfehlungen in den Schubladen der Vogelschutzwarten. Auf Druck der Windpark-Lobby konnte diese allerdings bisher nicht veröffentlicht werden. Wir warnen dringend davor, diese fachliche Grundlage

Ökostromerzeugung ist im Jahr 2013 um 12 Prozent weiter gewachsen

Pressemeldung Nr. 55/2014 – 03.09.2014 – StatA MV – Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

61 Prozent der Stromproduktion im Land kamen aus erneuerbaren Energien

Vor allem die Strombereitstellung aus Solarenergie hat weiter stark zugenommen (+ 78 Prozent). Aber auch die Erzeugung aus Windkraft (+ 8 Prozent) und Biogas (+ 6 Prozent) ist deutlich angestiegen. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, sind im vergangenen Jahr nach vorläufigen Angaben 1 702 Fotovoltaik-Anlagen, 89 Windturbinen und 32 Biogasanlagen neu ans Netz gegangen.

Im Jahr 2013 wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 11 162 Gigawattstunden elektrischer Strom erzeugt, darunter 6 817 Gigawattstunden (61 Prozent) auf Basis von erneuerbaren Energieträgern.

Die wichtigste Ökostromquelle im Land ist die Windkraft. In den 1 595 Windenergie-Anlagen wurden im Jahr 2013 rund 3 688 Gigawattstunden Strom produziert. Das waren 8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Mit einem Anteil von 33 Prozent an der gesamten Bruttostromerzeugung rangierte die Windenergie 2013 an erster Stelle im Energieträgermix – noch vor der Steinkohle, deren Anteil an der Stromproduktion bedingt durch umfangreiche Wartungs- und Umbauarbeiten im größten Kohle-Kraftwerk des Landes auf 28 Prozent gesunken war.

Ausbau der Windenergie in Niedersachsen nur wenn Biologische Vielfalt gesichert wird.

Der BUND Landesverband Niedersachsen e.V. (BUND) unterstützt die Absicht der Landesregierung die Windenergie in Niedersachsen als wesentliches Standbein der Energiewende auszubauen, wie von der Staatssekretärin des Umweltministeriums am 12. August angekündigt.

„Das Ausbauziel von 20 GW bis 2050 kann ein Wert sein, den man als Zielvorgabe verfolgt“, so Stefan Ott, stellvertretender Geschäftsführer des BUND. „Wir fordern aber vom Land, dass gleichzeitig die Bemühungen verstärkt werden, den Energieverbrauch in Niedersachsen deutlich zu reduzieren und veraltete Windkraftanlagen durch Repowering durch leistungsfähigere zu ersetzen. Denn, was wir an Strom nicht verbrauchen muss gar nicht erst produziert werden, und was durch moderne Anlagen an geeigneten Standorten alter Rotoren entsteht, dafür brauchen wir keine neue Flächen.“

Der BUND befürwortet außerdem, dass der Ausbau der Windenergie schrittweise erfolgt und durch Landesplanung und Raumordnung gesteuert wird. „Wir fordern außerdem, dass der weitere Ausbau der Windkraft in Niedersachsen durch ein gezieltes landesweites Monitoringprogramm begleitet wird, bei dem besonders die von den Rotoren gefährdeten Arten gezielt in den Blick genommen werden“ so Stefan Ott. Damit soll eine (politische) Fehlsteuerung vermieden werden, wie es bei der Förderung der Biogasanlagen geschehen ist und weshalb wir heute die „Vermaisung“ von Niedersachsen beklagen. In regelmäßigen Abständen soll die Landesregierung dem Landtag und der Bevölkerung eine Bilanz vorlegen, was an Ausbau der Windenergie geschafft ist und dass die dadurch potenziell tangierten Tierarten in Niedersachsen nicht leiden. So kann der schrittweise Ausbau der Windenergie auf seine Umweltverträglichkeit hin beurteilt und – bei nicht akzeptablen Ergebnissen – gegengesteuert werden.

Akzeptanz für Energiewende in Gefahr

Der NABU hat die Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) durch den Deutschen Bundestag als eine verpasste Chance für Natur, Klima und Verbraucher kritisiert. „Schwarz-Rot bremst mit der EEG-Reform nicht nur die Energiewende aus, die Bundesregierung gefährdet auch die Akzeptanz in der Bevölkerung und stempelt Verbraucher und Natur zu Verlierern ab“, kommentiert NABU-Präsident Olaf Tschimpke den Parlamentsbeschluss.

Das Ziel, mit der Novelle die Kostendynamik zu bremsen und zugleich einen verlässlichen, aber naturverträglichen Ausbaupfad für die erneuerbaren Energien einzuführen, wird damit eindeutig verfehlt. Mit der Länderöffnungsklausel ist der Weg frei für die Pläne Bayerns, für die Windkraft eigene Abstände von der Wohnbebauung festlegen zu können, wodurch bundesweite Ausbauziele torpediert werden. Die wenigen übrig gebliebenen Flächen liegen weitab von der Wohnbebauung in den seltenen Gebieten, wo es noch unberührte Natur gibt. Diese Flächen werden also aus Naturschutzgründen auch nicht in Frage kommen.

31 Prozent: Erneuerbare sind jetzt wichtigste Stromquelle

Auf dem Weg zur erfolgreichen Energiewende ist ein weiterer Meilenstein erreicht worden: Im Stromsektor sind die erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr 2014 erstmals die wichtigste Erzeugungsquelle. Sie haben damit die Braunkohle vom Thron gestoßen, die in den letzten Jahren jeweils den größten Beitrag zu Stromerzeugung in Deutschland geliefert hat.

Nach einer aktuellen Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) von Daten des Statistisches Bundesamtes und der Strombörse EEX haben Wind, Sonne, Biomasse und Wasser in den ersten sechs Monaten des Jahres 81 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom erzeugt. Das entspricht einem Anteil von ca. 31 Prozent. Braunkohle kommt hingegen nur auf 26,5 Prozent.

Mehr Strom aus Wind, Sonne und Biomasse
Hinter dem regenerativen Strom, der sich im ersten Halbjahr 2014 auf 81 Mrd. kWh (31 Prozent) summiert, folgen die Braunkohle (26,5 Prozent, 69,7 Mrd. kWh), Steinkohle (19,3 Prozent, 50,9 Mrd. kWh), Atomkraft (17 Prozent, 45 Mrd. kWh) und Erdgas (6,3 Prozent, 16,6 Mrd. kWh). Den größten Beitrag unter den regenerativen Energiequellen hat im ersten Halbjahr 2014 die Windenergie geliefert: Die On- und Offshore-Windparks in Deutschland haben 26,7 Mrd. kWh Strom produziert und sind damit wichtigste regenerative Stromquelle. Dahinter folgt die Biomasse mit 25,6 Mrd. kWh vor der Solarenergie mit 18,3 Mrd. kWh und der Wasserkraft mit 10,5 Mrd. kWh. Während die Stromerzeugung bei Windkraft, Sonnenenergie und Biomasse im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum kräftig zugelegt hat, ist der Beitrag der fossilen Energieträger und der Atomkraft deutlich gesunken. Vor allem bei der Steinkohle (-6,1 Mrd. kWh) und dem Erdgas (-5,6 Mrd. kWh) ist der Rückgang im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 groß.

EuGH segnet nationale Regeln für erneuerbare Energien ab

Zwei übergeordnete Ziele der Europäischen Union musste nun der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg gegeneinander abwägen. Den freien Warenverkehr auf der einen und die nationalen Regelungen zum Ausbau der erneuerbaren Energien auf der anderen Seite. Ein finnischer Windparkbetreiber hat in dieser Frage eine Entscheidung erzwungen.

Für die Richter hat dabei das im Allgemeininteresse liegende Ziel, die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu unterstützen, um die Umwelt zu schützen und die Klimaänderungen zu bekämpfen, Vorrang. Für den finnischen Windenergie-Erzeuger bedeutet das im konkreten Fall, dass er nicht in den Genuss der schwedischen Ökostrom-Zertifikate kommt.

Deutsche Sorgen um EEG werden zerstreut
Der EuGH hat entschieden, dass die schwedische Regelung, nach der nur im Inland erzeugter Strom aus erneuerbaren Energien staatlich gefördert wird, nicht gegen EU-Recht verstößt. Deutsche Sorgen, der Gerichtsentscheid hätte auch Folgen für das kürzlich verabschiedete Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), sind damit vom Tisch.
Geklagt hatte die Aaland-Windkraft-Gesellschaft, die ihren Strom nach Schweden exportiert, dort aber nicht die staatliche Förderung erhält. Die schwedische Regierung stützte sich auf eine EU-Richtlinie, nach der jeder Mitgliedstaat selbst entscheiden dürfe, in welchem Umfang Strom aus anderen Staaten gefördert wird.

Aaland-Windkraft sieht Verstoß gegen Warenverkehrsfreiheit
Aus Sicht der Finnen sei dieser Teil der besagten Richtlinie (Art. 3 Abs. 3 EE-Richtlinie 2009/28/EG) allerdings nicht mit der geltenden Warenverkehrsfreiheit vereinbar. Da dadurch etwa 18 Prozent des schwedischen Strommarktes ausländischen Anbietern verschlossen bliebe, sei die Richtline ungültig, so die Argumentation von Aaland-Windkraft. Das schwedische Verwaltungsgericht Linköping überwies den Fall an den EuGH, der die Vereinbarkeit der schwedischen EE-Unterstützung über Stromzertifikate mit dem Unionsrecht endgültig klären sollte.