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Energiewende kommt im Klimaschutzprogramm 2030 zu kurz

Für die Klimaschutzziele, das 65-Prozent-Ziel für die Erneuerbaren sowie für die Industrie ist ein deutlich engagierterer Ausbau der Erneuerbaren Energien erforderlich

Klimaschutz, Grenzsteuer und CO2-Preis: Ohne EEG geht es nicht

Nur das EEG bietet Investoren die Planungssicherheit, die sie für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien mit Kommunen, Stadtwerken, Mittelstand und Bürgern brauchen. Das EEG ist und bleibt das entscheidende Werkzeug, um den Ausbau der Kapazitäten in der Fläche und unter breiter Beteiligung von Kommunen, Stadtwerken, kleinen und mittelständischen Unternehmen und Bürgergesellschaften voranzutreiben. So funktioniert ernst gemeinter Umweltschutz.

Klimapolitik verträgt keine Sommerpause

Letzte Sitzungswoche vor der Sommerpause: Solarwirtschaft fordert von Bunderegierung kurzfristige Weichenstellungen für stärkere Solarenergienutzung im Strom-, Wärme und Verkehrssektor / Gebäudeenergie-Gesetzesentwurf betoniert Stillstand der Wärmewende

Was die Bundesregierung jetzt tun muss, um das Klimaschutzziel 2030 sozial ausgewogen zu erreichen und Strafzahlungen von bis zu 60 Milliarden Euro zu vermeiden

Agora Energiewende und Agora Verkehrswende legen „15 Eckpunkte für das Klimaschutzgesetz“ vor: Dazu gehören eine CO2-Bepreisung von 50 Euro pro Tonne verbunden mit einer Klimabonus-Rückerstattung von jährlich 100 Euro pro Kopf. Außerdem die steuerliche Förderung von Klimaschutz bei der Gebäudesanierung und in der Industrie, sowie Anreize für den Kauf klimafreundlicher Autos

EuGH bestätigt: EEG keine staatliche Beihilfe

Nun müsse alles auf den Prüfstand, was auf Druck der EU-Kommission in das EEG aufgenommen wurde und mehr Nachteile als Vorteile bringt, dazu gehörten unter anderem die Vorschriften zur Nicht-Vergütung bei negativen Strompreisen.

Breite Verbände-Allianz gegen Solardeckel

Gegenwärtig befasst sich der Deutsche Bundestag in einer Arbeitsgruppe mit dem weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien und erörtert in diesem Zusammenhang unter anderem die Frage nach einer Beseitigung des im Jahr 2012 gesetzlich verankerten Solardeckels.

Photovoltaikzubau in Deutschland stieg im Dezember um 376 Megawatt

Die Summe der in Deutschland installierten und durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz geförderten Photovoltaikleistung betrug zum Stichtag 31. Dezember insgesamt rund 45.929 Megawatt.

Das Energiesammelgesetz: Was ändert sich im Erneuerbare-Energien-Gesetz?

Der Bundestag hat Ende November das Energiesammelgesetz verabschiedet. Durch dieses Gesetz sollen weitere Maßgaben des Koalitionvertrages umgesetzt werden und der Ausbau der erneuerbaren Energien kosteneffizient, marktorientiert und netzsynchron vorangebracht werden. Auch für das EEG sieht das Energiesammelgesetz einige Änderungen vor, z. B. die Einführung von Sonderausschreibungen. Dieser Fachbeitrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Änderungen.

Photovoltaikzubau in Deutschland stieg im Oktober um 182 Megawatt

Die Summe der bei der Bundesnetzagentur gemeldeten neu installierten Leistung der geförderten Photovoltaikanlagen beträgt für den Monat Oktober 182,05 Megawatt (September 198 Megawatt, August 354,74 Megawatt). Davon entfallen rund 13,11 Megawatt (September 10,98 Megawatt) auf Freiflächenanlagen.
Ebenfalls in dieser Summe enthalten ist die Leistung der eingetragenen Mieterstromanlagen. Diese beläuft sich für Januar bis Oktober auf 5.667 Kilowatt. Die Zuordnung zum Mieterstromzuschlag ist nur für neue Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von maximal 100 Kilowatt möglich, die nach dem 24. Juli 2017 in Betrieb genommen wurden. Das maximal mögliche Volumen in diesem Segment beträgt 500.000 Kilowatt für das Jahr 2018.

Einigung zum Energiesammelgesetz bietet noch zu wenig Planungssicherheit

„Nach langer Verzögerung gibt es endlich eine Einigung zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und den im Koalitionsvertrag vorgesehenen Sonderausschreibungen“, so BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter. Im Ergebnis bestehe nun zwar für Windenergie an Land und Photovoltaik-Freiflächenanlagen zumindest bis zum Jahr 2021 eine gewisse Planungssicherheit, aber die mittel- bis langfristige Planung werde weiter herausgeschoben. „Leider wurde die Umsetzung des 65-Prozent-Ziels für Erneuerbare Energien für das Jahr 2030 vertagt, so dass es unklar bleibt, wie die Ausbaupfade für Erneuerbare Energien konkret aussehen sollen“, kritisiert Peter.

Einigung zum Ökostrom-Ausbau läuft ins Leere

Einigung der Koalition auf zusätzliche Auktionen für Solar- und Windenergie werden durch Fortbestand des Photovoltaik-Förderdeckels entwertet / Solarbranche fordert Beseitigung des Solardeckels und dringende Nachbesserungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren
Die im Verlauf des gestrigen Abends erzielte Einigung zwischen den Fraktionsvorsitzenden der Union und SPD zum weiteren Ökostrom-Ausbau ist nach Einschätzung der Solarwirtschaft weitgehend wertlos. Es sei versäumt worden, in diesem Zusammenhang den im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fixierten 52 Gigawatt-Förderdeckel für die Solarenergie zu beseitigen, kritisiert der Bundesverband Solarwirtschaft. Der Verband fordert schnelle Nachbesserungen im laufenden Gesetzgebungsverfahren und eine Streichung des Solardeckels, der spätestens im Verlauf des Jahres 2020 erreicht werde.

EEG zeigt Wirkung

Zum zweiten Mal in Folge ist die EEG-Umlage in diesem Jahr gesunken und erstmals war im August 2018 der erzielte Marktwert einer Photovoltaik-Anlage so hoch, dass diese keine Förderung in Anspruch nehmen musste. Dies zeigt, dass die Erneuerbaren Energien immer stärker am Markt bestehen können. Eine CO2-Bepreisung würde diesen Trend beschleunigen und hätte auch Rückendeckung aus der Bevölkerung in Deutschland.

Erste Verträge für Post-EEG-Anlagen

Für die ersten Windenergie- und Photovoltaikanlagen läuft Ende 2020 die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz aus. Nun beginnt die Vermarktung für die Zeit danach.
Der auf erneuerbare Energien spezialisierte ostdeutsche Versorger Wemag aus Schwerin hat nun erstmalig einen Vertrag zur Vermarktung von Ökostrom ohne Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit einem Windkraftanlagenbetreiber geschlossen. Es handelt sich dabei um eine Anlage im Raum Nordwestmecklenburg mit einer Leistung von 600 Kilowatt mit Vermarktungsbeginn zum 1. Januar 2021.

Branche am Scheideweg: Recyclingpraxis für Windenergieanlagen zwischen Umweltsünde und neuem Ökostandard

Die erste Generation von Windenergieanlagen kommt in die Jahre: Nun muss sich entscheiden, ob sie weiterbetrieben, erneuert oder zurückgebaut werden. Mit der Herausforderung von nachhaltigem Repowering oder Rückbau und Recycling beschäftigt sich auch Veolia Deutschland. Auf der IFAT, Weltleitmesse für Umwelttechnologie, diskutiert der Umweltdienstleister darüber mit Projektentwicklern und Betreibern von Windenergieanlagen.

Ungefähr 28.000 Windräder drehen sich unter dem deutschen Himmel. Ein Großteil davon schon seit Ende der neunziger Jahre. Aktuell steht die Windbranche vor großen Herausforderungen: Mit dem Auslaufen des Förderanspruchs nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für 20 Jahre alte Windenergieanlagen muss entschieden werden, ob diese Alt-Anlagen stillgelegt, zurückgebaut, erneuert oder ob sie in bisherigem Umfang weiterbetrieben werden können. Stand heute werden davon bundesweit rund vier Gigawatt (GW) Anlagenleistung betroffen sein. Künftig fallen pro Jahr im Schnitt weitere 2,4 GW aus der EEG-Förderung.

Erneuerbare-Energien-Gesetz wird volljährig – höchste Zeit, das unerschöpfliche Potenzial Erneuerbarer Energien konsequent zu nutzen

Am 1. April des Jahres 2000 trat in Deutschland das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) offiziell in Kraft. Mit damals lediglich 12 Paragraphen löste das – von einer parteiübergreifenden parlamentarischen Initiative unter Führung von Hermann Scheer und Hans-Josef Fell erarbeitete – Gesetz eine Vielzahl privater, kommunaler und unternehmerischer Energiewendeinvestitionen aus. Über 27.000 Windkraftanlagen, mehr als 1,6 Millionen Photovoltaikanlagen auf Dächern und anderweitig schlecht nutzbaren Freiflächen sowie tausende Wasserkraft- und Biomasseanlagen haben die Energiewelt revolutioniert. Diese Anlagen stellen heute bereits mehr als ein Drittel des deutschen Stromverbrauchs umweltverträglich, nachhaltig und dezentral sicher. So wurden das Oligopol der ehemals vier großen Energiekonzerne durchbrochen, weit über 300.000 zukunftsfähige Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen, positive Wertschöpfungseffekte in allen Landesteilen erzeugt, eine rasante Technologieentwicklung ermöglicht und Milliardensummen für vermiedene Brennstoffkosten eingespart.

Photovoltaikzubau lag im Oktober bei 148 Megawatt

Die Summe der bei der Bundesnetzagentur gemeldeten neu installierten Leistung der geförderten Photovoltaikanlagen beträgt für den Monat Oktober 148,9 Megawatt (September 117 MW, August 162 MW, Juli 154 MW). Davon entfallen knapp 39,5 Megawatt auf Freiflächenanlagen.

Die Summe der in Deutschland installierten und durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz geförderten Photovoltaikleistung betrug Ende Oktober insgesamt rund 42.708 Megawatt.
Die Summe der Leistung der eingetragenen Mieterstromanlagen beläuft sich von Juli bis Ende Oktober auf 469,9 Kilowatt. Die Zuordnung zum Mieterstromzuschlag ist nur für neue Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von maximal 100 Kilowatt möglich, die nach dem 24. Juli 2017 in Betrieb genommen wurden. Das jährlich maximal mögliche Volumen in diesem Segment beträgt 500.000 Kilowatt für das Jahr 2017.

Festlegung des Höchstwertes für die Ausschreibung für Wind an Land 2018

Homann: “Der festgelegte Höchstwert ermöglicht auch im kommenden Jahr hinreichenden Wettbewerb”

Die Bundesnetzagentur hat heute den Höchstwert für die Ausschreibungen für Windenergie an Land im Jahr 2018 auf 6,30 ct/kWh festgelegt

“Durch die Anhebung des Höchstpreises ist zu erwarten, dass sich in den Ausschreibungen 2018 ein guter Wettbewerb einstellt. Es können Preise geboten werden, die eine rentable Errichtung der Anlagen ermöglichen”, erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. “Die Sonderregelungen für Bürgerenergiegesellschaften haben die Möglichkeit eröffnet, Gebote zu Preisen für Anlagen abzugeben, die derzeit noch nicht erhältlich sind. Um einen Fadenriss beim Ausbau zu vermeiden, musste rasch gehandelt werden. Nur bei einem hinreichenden Angebot können die Ausschreibungen wirken und einen kontinuierlichen Ausbau begleiten”, so Homann weiter.

Solaranlagen: 162 Megawatt Zubau im August

Bei der Bundesnetzagentur wurden im August 6.563 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 162,442 Megawatt angemeldet, darunter 26 Freiflächenanlagen mit insgesamt 48,602 Megawatt.

Damit sind im laufenden Jahr bisher alle Monate beim Zubau über dem jeweiligen Vormonat geblieben. In der Hochrechnung auf das Gesamtjahr ergibt die bislang neu installierte Leistung trotzdem lediglich 1,83 Gigawatt. Dies wäre zwar eine Steigerung gegenüber 2016 (1,53 Gigawatt) und 2015 (1,47 Gigawatt), im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist aber eigentlich ein Ziel von jährlich 2,5 Gigawatt definiert.

Photovoltaikzubau lag im Juli bei 154 Megawatt

Die Summe der bei der Bundesnetzagentur gemeldeten neu installierten Leistung der geförderten Photovoltaikanlagen beträgt für den Monat Juli 154,62 Megawatt (Juni 206 Megawatt, Mai 212 Megawatt, April 131 Megawatt). Davon entfallen 15,3 Megawatt auf Freiflächenanlagen

Die Summe der in Deutschland installierten und durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz geförderten Photovoltaikleistung betrug Ende Juli insgesamt rund 42.168 Megawatt.
Im Jahr 2016 wurden 1,53 Gigawatt neu installiert. 2015 betrug der Zubau 1,46 Gigawatt. 2014 waren es 1,89 Gigawatt, 2013 rund 3,3 Gigawatt und 2012 sogar 7,6 Gigawatt.

Solarenergie wurde drastisch unterschätzt

Wachstum und Rentabilität der Photovoltaik übertreffen Prognosen bei weitem

Besser als alle Erwartungen: Das Potenzial der Solarenergie wurde jahrelang drastisch unterschätzt – selbst in den Modellen der Klimaforscher und im Weltklimabericht. Sie galt als zu teuer und zu unzuverlässig. Doch inzwischen ist die Photovoltaik eine der am schnellsten wachsenden erneuerbaren Energien. Bis 2050 könnte sie weltweit sogar 30 bis 50 Prozent des Strombedarfs allein decken, wie Forscher im Fachmagazin “Nature Energy” prognostizieren.

Um den Klimawandel zu stoppen, ist ein Umstieg auf erneuerbare Energien unumgänglich, so viel scheint klar. Doch welche Energieformen dabei die meisten Vorteile bringen, ist weit weniger eindeutig. So sind Wind- und Solarenergie zwar vielerorts reichlich vorhanden, aber weil sie vom Wetter abhängig sind, schwankt die Stromerzeugung aus diesen Quellen stark. Das Stromnetz muss diese Schwankungen abpuffern abpuffern können, beispielsweise durch Weiterleitung in andere Regionen oder die Zwischenlagerung in Stromspeichern.

Photovoltaikzubau in Deutschland lag im Juni bei 206 Megawatt

Die Summe der bei der Bundesnetzagentur gemeldeten neu installierten Leistung der geförderten Photovoltaikanlagen beträgt für den Monat Juni 206,54 Megawatt, davon 88,4 Megawatt als Freiflächenanlagen (Mai insgesamt 212,46 Megawatt, April 131 Megawatt, März 111 Megawatt).

Photovoltaikzubau in Deutschland lag im Januar bei 117 Megawatt

Die Summe der bei der Bundesnetzagentur gemeldeten neu installierten Leistung der geförderten Photovoltaikanlagen beträgt für den Monat Januar 117,27 Megawatt, davon 3,43 Megawatt als Freiflächenanlagen. Im Dezember betrug der Zubau 441 Megawatt, im November 184 Megawatt und im Oktober 109 Megawatt.

Im Jahr 2016 wurden 1,53 Gigawatt neu installiert. 2015 betrug der Zubau 1,46 Gigawatt. 2014 waren es im gesamten Jahr 1,89 Gigawatt, 2013 rund 3,3 Gigawatt und 2012 sogar 7,6 Gigawatt.

Die Summe der in Deutschland installierten und durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz geförderten Photovoltaikleistung betrug Ende Januar insgesamt rund 41.341 Megawatt.

Photovoltaikzubau in Deutschland lag im Dezember bei 441 Megawatt

Die Summe der bei der Bundesnetzagentur gemeldeten neu installierten Leistung der geförderten Photovoltaikanlagen beträgt für den Monat Dezember 441,02 Megawatt, davon 64,5 Megawatt als Freiflächenanlagen (Dezember 2016: insgesamt 145 Megawatt). Im November betrug der Zubau 184 Megawatt, im Oktober 109 Megawatt und im September 110 Megawatt. Im zweiten Halbjahr 2016 wurden Photovoltaikanlagen mit insgesamt 1.012 Megawatt neu installiert.

Vom Stromeinspeisegesetz zur Energiewende – ein Rückblick

In Kooperation mit dem Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) erinnerte die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) mit einer Veranstaltung am 22. September 2016 in Berlin an das Inkrafttreten des Stromeinspeisungsgesetzes vor 25 Jahren am 1. Januar 1991. Es ist damit das erste Ökostromeinspeisungsgesetz der Welt und diente vielen Ländern als Vorbild. Im Jahre 2000 wurde es durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abgelöst.

Nach der Begrüßung durch Otto Bernhardt, Vorstandsmitglied der KAS und Vorsitzender der Hermann-Ehlers-Stiftung, und Fritz Brickwedde, Präsident des BEE, wurde ein Grußwort von Bundesminister a.D. Prof. Klaus Töpfer eingespielt. Töpfer erinnerte an die Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren Energien, die vor 25 Jahren gar nicht abzusehen gewesen sei. Heute trügen regenerative Energien in vielen Teilen der Welt zur Deckung der Energieversorgung bei. Angesichts von Umweltschäden und Klimaerwärmung dürfe man jetzt aber nicht stehen bleiben, sondern müsse den eingeschlagenen Weg mutig weitergehen.

Photovoltaikzubau in Deutschland lag im August bei 88,15 Megawatt

Die Summe der bei der Bundesnetzagentur gemeldeten neu installierten Leistung der geförderten Photovoltaikanlagen beträgt für den Monat August 88,15 Megawatt, davon 6,38 Megawatt als Freiflächenanlagen (August 2015: insgesamt 268 Megawatt). Im Juli waren es 81,62 Megawatt, im Juni 119,42 Megawatt, im Mai 100,29 Megawatt.

Die Vergütungssätze für Kleinanlagen auf Wohngebäuden und Lärmschutzwänden bleiben bis zum Jahresende unverändert und liegen bei 12,31 Cent pro Kilowattstunde bei Anlagen bis zehn Kilowatt installierter Leistung. Anlagen bis 40 Kilowatt erhalten 11,97 Cent und Anlagen bis 100 Kilowatt 10,71 Cent pro Kilowattstunde.

Windkraftbranche setzt auf Bundestagswahl

Die Windkraftbranche hofft nach der von Bundestag und Bundesrat gebilligten Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) auf andere politische Akzente nach der Bundestagswahl 2017. Zwar sei jetzt eine Reform des EEG erfolgt. “Aber ich gehe davon aus, die nächste wird kommen. Wir werden uns jetzt rüsten und konstruktive Vorschläge schon für den Wahlkampf miteinbringen, wie man diese Energiewende besser umsetzen kann als das jetzt der Fall ist”, sagte der Geschäftsführer der Bremerhavener Windenergie-Agentur (WAB), Andreas Wellbrock.

LEE NRW fordert schnelleren Netzausbau und stärkere Sektorenkopplung, um weniger Strom zu verschenken!

Der Verband plädiert für höheren Druck auf Netzbetreiber zur fristgerechten Fertigstellung ihrer Projekte sowie eine engere Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität. Teile NRWs als künftige Netzausbauregion zu deklarieren, wäre absurd.

In der aktuellen Diskussion zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verwahrt der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) sich dagegen, den versäumten Netzausbau pauschal als Verhinderungsgrund für den weiteren ambitionierten Ausbau Erneuerbarer Energien in allen Teilen Deutschlands anzuführen. „Nordrhein-Westfalen verfügt als Industrie- und Wirtschaftsstandort über eine gute Netzinfrastruktur und somit noch hohe Aufnahmekapazitäten für Erneuerbare Energien. In diesem Sinne kann und muss gerade hier, in direkter räumlicher Nähe zu den Verbrauchszentren, künftig ein verstärkter Zubau erfolgen. Denn eine erfolgreiche Energiewende braucht einen breiten dezentralen und verbrauchsnahen Ausbau aller Erneuerbaren Energien. Vereinfachte Zielbeschreibungen zur Energiewende – wie ´Windenergie im Norden, Solarstrom im Süden´ – schlagen da fehl“, so der Geschäftsführer des LEE NRW, Jan Dobertin.

Leider werden derzeit im künftigen Ausschreibungsdesign für die Windenergie weder die Systemdienlichkeit einer Windenergieanlage noch die richtigen Korrekturfaktoren berücksichtigt, um einen bundesweiten Ausbau der Windenergie sicherzustellen. Deswegen begrüßt der LEE NRW, im Sinne eines verstärkten Ausbaus der Windenergie im Binnenland, zumindest vorläufig die geplante Einführung einer so genannten „Netzausbauregion“ im neuen EEG. In dieser soll der Zubau der Windenergie künftig auf knapp 60 Prozent des durchschnittlichen Ausbaus der drei Vorjahre begrenzt werden.

Halbherzige Energiewende mit fehlgeleitetem EEG

Die Bundesregierung entfernt sich mit dem heute im Kabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) von einer dynamisch voranschreitenden Energiewende. Dementsprechend deutlich kritisiert der LEE NRW den Kabinettsentwurf: „Die Bundesregierung verabschiedet sich mit dem heutigen Kabinettsentwurf weiter von der notwendigen Geschwindigkeit bei der Energiewende. Zugleich gibt sie mit der Deckelung der Erneuerbaren Energien den klimaschädlichen Kohlekraftwerken eine widersinnige Bestandsgarantie. Dabei sind die Bürger für die Energiewende und den Ausstieg aus Kohle und Atom. Angesichts stetig zunehmender Unwetterkatastrophen sollten wir beim Umstieg auf ein regeneratives Energiesystem keine Zeit mehr vergeuden! Erst gestern hat Bundespräsident Gauck erhebliche Anstrengungen angemahnt, damit Deutschland seine Versprechen zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz einlösen kann. Mit den aktuellen Plänen werden aber weder Deutschland noch Nordrhein-Westfalen ihre Klimaschutzziele erreichen. Die deutsche Unterschrift unter dem Pariser Klimaabkommen ist damit nicht viel wert“, sagte Andreas Lahme, Vorsitzender des LEE NRW.

Campact Aktion Windkraft nicht lahmlegen

Die CDU greift die Energiewende an: Sie will die kostengünstige Windenergie lahmlegen – im Interesse der Atom- und Kohlekonzerne. Schon am Donnerstag beschließen die Ministerpräsident/innen, ob sie den Angriff auf die Windkraft verhindern. Viele sind noch unentschlossen. Mit einem Eil-Appell wollen wir jetzt die Zweifler/innen auf unsere Seite ziehen – und die Energiewende retten.

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell an die Ministerpräsident/innen!

Die Pläne der CDU für ein neues Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bedrohen die Energiewende – im Interesse der Kohle- und Atomkonzerne. Der Ausbau der Windenergie soll dort ausgebremst werden, wo er kostengünstig ist und häufig in Bürgerhand erfolgt: an Land.

Sorgen Sie dafür, dass jährlich weiterhin deutlich mehr als 2.500 Megawatt Windenergie an Land hinzugebaut werden dürfen. Nehmen Sie Bürgerenergieprojekte bis zu 18 Megawatt von der Ausschreibungs-Pflicht aus. Retten Sie die Bürgerenergiewende!

Reform der Ökostrom-Förderung: Energieminister der grün mitregierten Länder warnen vor Stopp des Windenergie-Ausbaus

Angesichts der anstehenden Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes haben die Energieminister und Energieministerinnen bzw. Senatoren und Senatorinnen der grün mitregierten Länder den Bund vor einer massiven Begrenzung des Ausbaus der Windenergie gewarnt. Sie erklärten heute (15. April 2016) gemeinsam:

“Die Klimaschutzkonferenz von Paris hat einen klaren Handlungsauftrag formuliert: Alle Länder müssen ihre Anstrengungen für den Klimaschutz erheblich verstärken, um den weltweiten Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Diesem Signal müssen gerade im Energiewendeland Deutschland nun Taten folgen, denn der CO2 Ausstoß in Deutschland ist im Jahr 2015 gegenüber den Vorjahren sogar gestiegen. Wir halten daher zusätzliche Anstrengungen bei der Umsetzung der Energiewende für erforderlich – dies dient auch der deutschen Wirtschaft und der regionalen Wertschöpfung.

BUND und LEE NRW fordern naturverträgliche Energiewende

Der NRW-Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der LEE NRW setzen sich gemeinsam für den naturverträglichen Ausbau der Windenergie in Nordrhein-Westfalen ein. Bei einem Treffen der Verbandsspitzen konnten im Hinblick auf das aktuell diskutierte Landesnaturschutzgesetz auch in einzelnen wichtigen Punkten Übereinstimmungen erzielt werden. Außerdem kritisieren beide Verbände die schädlichen Auswirkungen der geplanten Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auf das Erreichen der NRW-Klimaschutzziele.

„Mit unserer Kritik am vorgeschlagenen Mindestziel von 15 Prozent Biotopverbundfläche im Landesnaturschutzgesetz fordern wir nicht etwa die Aufhebung bestehender Bereiche zum Schutz der Natur in NRW“, stellte Andreas Lahme, Vorsitzender des LEE NRW, klar. „Vielmehr gilt es genau zu prüfen, wieviel Prozent der Landesfläche aktuell bereits tatsächlich als entsprechende Biotopverbundflächen ausgewiesen wurden. Diese müssen geschützt bleiben.“ Zudem habe der LEE NRW auch keine Vorbehalte gegen den geplanten Nationalpark Teutoburger Wald/Senne.

Windenergie auf See in Deutschland: Ausbauzahlen 2015

Wie erwartet sorgen Nachholeffekte für Rekord bei Offshore-Wind

Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 2.282,4 Megawatt gingen 2015 neu ans Netz. Das zeigt die Leistungsfähigkeit der deutschen Offshore-Windindustrie und entspricht den Anfang 2015 geäußerten Erwartungen. Dies wird aber vorerst ein einmaliger Rekord bleiben, denn er beruht auf Nachholeffekten durch die Netzanbindung. Der Branche ist ein verlässlicher, kontinuierlicher Ausbau als Basis für mehr Klimaschutz und Wertschöpfung langfristig wichtiger als einmalige Rekorde. Für Kontinuität müssen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2016 und der Offshore-Netzentwicklungsplan (O-NEP) 2025 aufeinander abgestimmt werden.

Berlin, 18. Januar 2016: Vergangenes Jahr speisten 546 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 2.282,4 Megawatt in Deutschland erstmals ins Netz ein. Damit waren zum
31. Dezember 2015 insgesamt 792 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3.294,9 Megawatt am Netz. Weitere 41 Anlagen mit 246 Megawatt Leistung wurden vergangenes Jahr vollständig errichtet, warteten aber Ende 2015 auf See noch darauf, ans Netz angeschlossen zu werden. Weiter wurden 122 Fundamente errichtet, die der Installation der Windenergieanlagen in 2016 dienen werden. Diese Zahlen ermittelte die Deutsche WindGuard in ihrem „Status der Offshore-Windenergie in Deutschland“ im Auftrag von Arbeitsgemeinschaft Offshore-Windenergie (AGOW), Bundesverband WindEnergie (BWE), Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE, VDMA Power Systems und Windenergie-Agentur WAB.
Laut der AG Energiebilanzen wurden im Jahr 2015 auf See über 8 Terrawattstunden Strom produziert. Dies entspricht dem Strombedarf von über 2 Millionen Haushalten oder etwa 1,4 Prozent der Bruttostromversorgung in Deutschland.

Das EEG im Lichte von Paris – Neue Studie zum Erneuerbare-Energien-Gesetz

Kosten der Energiewende aus deutscher und internationaler Perspektive

Die Beschlüsse der Klimakonferenz in Paris leiten eine neue Phase der internationalen Klimapolitik ein. Eine Stromerzeugung ohne klimaschädliche Treibhausgase steht erstmals auf der energie- und klimapolitischen Agenda aller Staaten. Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kann dabei Vorbild für die Förderung erneuerbarer Energien weltweit sein. Allein in Deutschland hat es in den vergangenen 15 Jahren zu einer massiven Ausweitung der regenerativen Stromerzeugung von etwa 10 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2000 auf etwa 136 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2014 geführt. Dies zeigt eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag des Ministeriums Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, die eine kostenseitige Bilanz des EEG zieht.

Bis zum Jahr 2016 erwarten die Forscher eine Ausweitung der Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Wasser auf 176 TWh. Die Betreiber der erneuerbaren Energien-Anlagen haben dafür Zahlungen von rund 23 Milliarden Euro bis zum Jahr 2014 erhalten. Die Differenzkosten zu den Erlösen aus dem Verkauf der entsprechenden Strommengen betragen etwa 19 Milliarden Euro. Sie werden von zwei Dritteln der Stromverbraucher über die sogenannte EEG-Umlage von aktuell etwas über 6 Cent pro Kilowattstunde aufgebracht.

„Die bei den neuen Energien erzielten Kostensenkungen haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Pariser Beschlüsse möglich wurden“, fasst Dr. Felix Matthes, Forschungskoordinator Energie- und Klimapolitik am Öko-Institut die Leistungen des EEG zusammen. „Die frühen und umfangreichen Investitionen Deutschlands in erneuerbare Energien haben einen wesentlichen Beitrag zu geleistet, dass diese erheblich preiswerter geworden sind. So konnte gezeigt werden, dass ein Energiesystem auf der Basis neuer Energiequellen wie Sonne und Wind praktisch und inzwischen auch kostengünstig funktionieren kann.“

IG Metall und Bundesverband WindEnergie: Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) darf Dynamik der Windindustrie nicht ausbremsen

Die IG Metall und der Bundesverband WindEnergie warnen vor einer zu starren Begrenzung beim Ausbau der Windenergie an Land und auf See. „In Deutschland hat sich eine dynamische Windindustrie mit 150.000 Beschäftigten entwickelt, deren Technologie in vielen Bereichen führend auf den wachsenden Weltmärkten ist.

Dieser Erfolg darf durch zu starre Kapazitätsobergrenzen, wie sie die für nächstes Jahr geplante Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) vorsieht, nicht ausgebremst werden“, sagten Wolfgang Lemb, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, und Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie auf der zweiten Betriebsrätekonferenz des IG Metall-Netzwerks Windindustrie in Hamburg.

Verschnaufpause für die deutsche Windindustrie

Die Windenergie an Land zeigt im ersten Halbjahr einen Rückgang. Trotzdem prognostizieren die Verbände für das Gesamtjahr 2015 einen Zubau von netto mindestens 4.000 Megawatt in Deutschland. Die Klimaziele werden so erreichbar. Doch die Hersteller sind von den starken Auf- und Abschwüngen des Marktes belastet. Sie setzen auf einen Rahmen, der künftig einen kontinuierlichen Ausbau gewährleistet.

Frankfurt/Berlin, 30. Juli 2015 – Im ersten Halbjahr 2015 wurde in Deutschland eine Windenergie-Leistung von netto rund 1.093 Megawatt zugebaut. Dies entspricht einem Rückgang um ein Drittel (34 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit dem Rekordwert von 1.659 Megawatt. Das macht das erste Halbjahr 2015 immer noch zum zweitbesten der Geschichte der Windenergie in Deutschland. Nimmt man die Leistung der im ersten Halbjahr abgebauten und ersetzten Anlagen von 92 Megawatt hinzu, so ergibt sich ein Bruttozubau von 1.185 Megawatt.

VDMA Power Systems erwartet ein starkes zweites Halbjahr 2015 und einem Jahreszubau von netto 4.000 bis 4.500 Megawatt Leistung. Das ergibt eine Gesamtleistung der Windenergie an Land von mindestens 42.000 Megawatt am Ende des Jahres. Ausschlaggebend sind laut Bundesverband Windenergie drei drohende Restriktionen

Windpark mit 2 Senvion MM92 Windkraftanlagen Errichtung III. Quartal 2015

Kaufangebot: Senvion (REpower) MM92 Windpark mit 4 MW Nennleistung

Windkraftanlagen sind eine Erweiterung eines bestehenden Windparks in einer ausgewiesenes Konzentrationszone für Windenergie

Standort: Nordrhein-Westfalen, Rheinland
Nennleistung: jeweils 2,05 MW
Nennleistung Windpark: 4,1 MW
Nabenhöhe: 100m
Rotordurchmesser: 92m

Bundesverband WindEnergie stellt sich hinter Grünstrom-Markt-Modell

Mit dem am 1. August 2014 in Kraft getretenen, neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde das bisherige Grünstromprivileg abgeschafft. Stattdessen wurde die verpflichtende Direktvermarktung verbindlich, was dazu führt, dass wertvoller Grünstrom an der Börse verkauft werden muss. Problematisch ist, dass der Strom dann ohne Herkunftsnachweise gehandelt wird und so Stromkunden nicht mehr mit echtem Ökostrom aus konkret benannten Anlagen beliefert werden.

Windenergie an Land – Halbjahresstatistik 2014 für Deutschland: Starker Ausbau der Windenergie an Land

Im ersten Halbjahr 2014 wächst der deutsche Markt für Windenergieanlagen an Land mit einer neu installierten Leistung von rund 1.723 Megawatt um 66 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Branche führt das starke Wachstum auf sich überlagernde Effekte zurück: Ausgelöst durch die Unsicherheit im Vorfeld der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2.0) sowie durch messbare Flächenausweisungen in einigen Bundesländern. Auf lange Sicht muss das EEG 3.0 im Rahmen des Strommarktdesigns für verlässliche Rahmenbedingungen und ein berechenbares Ausbauniveau sorgen.

Berlin. Der deutsche Markt für Windenergieanlagen an Land wächst im ersten Halbjahr 2014 stark. Das verdeutlichen die Zahlen, die der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA Power Systems und der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) von der Deutschen WindGuard erheben ließen. An Land wurden demnach rund 1.723 Megawatt Leistung neu installiert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit knapp 1.038 Megawatt neu installierter Leistung entspricht dies einem Wachstum von 66 Prozent.

„Ich würde von sich überlagernden und teilweise gegenseitig verstärkenden Effekten sprechen“, sagte Lars Bondo Krogsgaard, Mitglied des Vorstands von VDMA Power Systems, auf der Pressekonferenz. „Wir spüren hier einen Vorzieheffekt durch die Verunsicherung in Folge der Strompreisdebatte und der Abstandsregelungen im Vorfeld der Novelle des EEG 2.0. Da die Investoren unsicher waren, was das EEG 2014 bringen würde, haben sie Windenergieprojekte an Land mit Hochdruck realisiert.“

Der Effekt ist bekannt, wurde dieses Jahr aber noch potenziert. Denn einerseits haben verschiedene Bundesländer viele neue Flächen für Windenergieanlagen ausgewiesen, die in der Folge 2014 genutzt wurden. Andererseits wollte die Branche wohl den Landtagen und deren Debatte um die Länderöffnungsklausel zuvorkommen. Die Bundesländer könnten demnach bald eigene Regelkataloge zum Bau von Anlagen beschließen.

BMWi weist mit “Zehn-Punkte-Energie-Agenda” den Weg der zukünftigen Energiepolitik

Nachdem der Bundesrat die EEG-Novelle ohne Änderungswünsche passieren ließ, tritt das reformierte Erneuerbare-Energien-Gesetz zum 1. August 2014 in Kraft. Die nächste EEG-Reform kündigt sich dennoch bereits an. Das Bundeswirtschaftsministerium plant, dass es bereits im vierten Quartal 2016 technologiespezifischen Ausschreibungen für Erneuerbare-Energien-Anlagen geben soll. Demnach ist bis Ende dieses Jahres eine Verordnung für das Pilotprojekt für die Ausschreibung von Photovoltaikfreiflächenanlagen vorgesehen. Auf ihrer Grundlage soll 2015 ein Pilotprojekt durchgeführt werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen in eine erneute EEG-Reform des Jahres 2016 fließen. Die Novelle 2016 wird das Ziel haben, die Förderhöhe für Erneuerbare Energien bei allen Technologien grundsätzlich durch wettbewerbliche Ausschreibungen zu ermitteln.

Aus Sicht des Bundeswirtschaftsministers, Sigmar Gabriel (SPD), braucht es neben der EEG-Reform noch weitere Veränderungen in der Energiepolitik, um Aspekte wie Marktstrukturen, Kapazitätsmechanismen, Netzausbau und Energieeffizienz sinnvolle miteinander zu verknüpfen. Welche Vorhaben sich an die diesjährige EEG-Reform anschließen werden, ergibt sich aus der „Zehn-Punkte-Energie-Agenda“ des Bundeswirtschaftsministeriums. Der Zeitplan umfasst zentrale energiepolitische Vorhaben der laufenden Legislaturperiode.

Erste Vorschläge zum Strommarktdesign kündigt Gabriel für Herbst 2014 an. In einem Grünbuch sollen bis November verschiedene Optionen mit ihren Vor- und Nachteilen zur Diskussion gestellt werden. Bis März 2015 ist eine öffentliche Diskussion der Vorschläge vorgesehen, bevor die Regierung zur Jahresmitte 2015 ein Weißbuch erarbeiten will, das konkrete Maßnahmen beschreibt. Daran soll sich im Herbst nächsten Jahres ein Gesetzgebungsverfahren anschließen, welches Mitte 2016 abgeschlossen sein soll. Schon zu Beginn des Prozesses stehen Gespräche mit Nachbarstaaten und der EU-Kommission an, da gemeinsame Lösungen im Rahmen des europäischen Binnenmarktes Kostenvorteile aufwiesen. Auf Europa-Ebene sollen der Klima- und Energierahmen 2030 und die Reform des Emissionshandels in den Vorschlägen eine wichtige Rolle einnehmen. Im Herbst sind hierzu erste Vorentscheidungen geplant.

EuGH segnet nationale Regeln für erneuerbare Energien ab

Zwei übergeordnete Ziele der Europäischen Union musste nun der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg gegeneinander abwägen. Den freien Warenverkehr auf der einen und die nationalen Regelungen zum Ausbau der erneuerbaren Energien auf der anderen Seite. Ein finnischer Windparkbetreiber hat in dieser Frage eine Entscheidung erzwungen.

Für die Richter hat dabei das im Allgemeininteresse liegende Ziel, die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu unterstützen, um die Umwelt zu schützen und die Klimaänderungen zu bekämpfen, Vorrang. Für den finnischen Windenergie-Erzeuger bedeutet das im konkreten Fall, dass er nicht in den Genuss der schwedischen Ökostrom-Zertifikate kommt.

Deutsche Sorgen um EEG werden zerstreut
Der EuGH hat entschieden, dass die schwedische Regelung, nach der nur im Inland erzeugter Strom aus erneuerbaren Energien staatlich gefördert wird, nicht gegen EU-Recht verstößt. Deutsche Sorgen, der Gerichtsentscheid hätte auch Folgen für das kürzlich verabschiedete Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), sind damit vom Tisch.
Geklagt hatte die Aaland-Windkraft-Gesellschaft, die ihren Strom nach Schweden exportiert, dort aber nicht die staatliche Förderung erhält. Die schwedische Regierung stützte sich auf eine EU-Richtlinie, nach der jeder Mitgliedstaat selbst entscheiden dürfe, in welchem Umfang Strom aus anderen Staaten gefördert wird.

Aaland-Windkraft sieht Verstoß gegen Warenverkehrsfreiheit
Aus Sicht der Finnen sei dieser Teil der besagten Richtlinie (Art. 3 Abs. 3 EE-Richtlinie 2009/28/EG) allerdings nicht mit der geltenden Warenverkehrsfreiheit vereinbar. Da dadurch etwa 18 Prozent des schwedischen Strommarktes ausländischen Anbietern verschlossen bliebe, sei die Richtline ungültig, so die Argumentation von Aaland-Windkraft. Das schwedische Verwaltungsgericht Linköping überwies den Fall an den EuGH, der die Vereinbarkeit der schwedischen EE-Unterstützung über Stromzertifikate mit dem Unionsrecht endgültig klären sollte.

Mit EEG-Beschluss betreiben Regierungsfraktionen Klientelpolitik für große Energieversorger – trotz aller Blockadeversuche: Regenerative Branche in NRW wird weiter mit vollem Einsatz für dezentrale Energiewende arbeiten!

+++ Verband sieht insbesondere in geplanten Ausschreibungen und EEG-Umlage auf Eigenstromerzeugung Gefährdung für die bürger- und mittelstandsgetragene Energiewende +++ Stichtagsregel verletzt weiterhin den Vertrauensschutz +++ Mit den Pluspunkten Innovationskraft, Akteursvielfalt, Flexibilität und Zukunftsorientierung wird Branche trotz erkennbar fehlenden politischen Rückhalts in Berlin den dezentralen Ausbau Erneuerbarer Energien weiterhin gestalten +++

Düsseldorf, 27. Juni 2014: Nach der heutigen Debatte im Bundestag zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) besteht laut dem Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) NRW e.V. die große Gefahr, dass sich die Akteursstruktur der Energiewende zukünftig verändert und damit zugleich der Umbau der Energieversorgung stark an Dynamik verliert. „Die beschlossenen Maßnahmen, insbesondere zur Umlage auf Eigenstrom aus Erneuerbaren Energien sowie die vorgesehenen Ausschreibungen ab 2017, begünstigen mit den großen Energieversorgern ausgerechnet die bisherigen Statisten der Energiewende, während die aktuellen Hauptdarsteller – allen voran Bürgerinnen und Bürger, mittelständische Unternehmen und Landwirte – scheinbar von der Bühne verdrängt werden sollen. Energiepolitik in Zeiten der Großen Koalition heißt hier offenbar Politik für große Konzerne!“, so Jan Dobertin, Geschäftsführer des LEE NRW.

So zeigten internationale Erfahrungen, dass Ausschreibungen zu Marktverzerrungen zugunsten großer Unternehmen – die bereits eine bedeutende Marktstellung erreicht haben – führen können, ohne die Kosten sinken zu lassen. Auch die Belastung des selbst erzeugten Grünstroms mit 40 Prozent der EEG-Umlage ab 2017 (nach 30 Prozent im Jahr 2015 bzw. 35 Prozent im Jahr 2016) sei ein Frontalangriff auf die Bürgerenergiewende und mittelständische Unternehmen: „Die geplante Regelung ist völlig absurd, weil die Bürgerinnen und Bürger und der Mittelstand für ihren Beitrag zum Umbau der Energieversorgung und zum Klimaschutz bestraft werden“, so Dobertin. Sei der solare Eigenverbrauch vor kurzem noch mit einer Prämie gefördert worden, solle er jetzt, wo es an der Zeit sei die Früchte der Technologieentwicklung zu ernten, mit einer Umlagebelastung ausgebremst werden.

Energiewende braucht mehr Schub statt schwarz-rote Bremse

„Mit der Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) tritt die Politik in Sachen Energiewende erstmals auf die Bremse. Sie verlangsamt eine dynamische Entwicklung, die – getragen von Bürgerinnen und Bürgern, Kommunen, Mittelstand – Deutschland zum innovativen Treiber der Energiepolitik in ganz Europa gemacht hat“, kritisierte der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie, Hermann Albers, den Beschluss zur EEG-Reform.

„Dank der Erneuerbaren sind die Industriestrompreise auf das niedrigste Niveau seit zehn Jahren gesunken. Und fest steht: Allein die Nutzung der Windenergie an Land führt zur Einsparung von Energieimporten im Umfang von 3,5 Milliarden Euro. Die Windenergie an Land steht als starker und preiswerter Leistungsträger der Energiewende nach Berechnungen der DIW Econ für eine Investitionsnachfrage in Höhe von 8,2 Milliarden Euro und zusätzlich 1,2 Milliarden Euro an Nachfrage nach Betriebsleistungen.

Die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) mbH ermittelte im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums für 2013 insgesamt 119.000 Arbeitsplätze in der Windenergie an Land und 19.000 für die Offshore-Branche. Mit einem Exportanteil von 67 Prozent sind deutsche Hersteller ein wichtiger Pfeiler der Volkswirtschaft. Voraussetzung für deren starke internationale Positionierung ist ein stabiler und berechenbarer Ausbau der Windenergie im Heimatmarkt Deutschland. Voraussetzung für deren starke internationale Positionierung ist ein stabiler und berechenbarer Ausbau der Windenergie im Heimatmarkt Deutschland. Insoweit geht es mit jeder Weichenstellung zur Energiewende auch immer um knallharte Industriepolitik.

Neustart für Energiewende geht nach hinten los

Als Rückschritt für die Energiewende kritisiert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) den heute vorgelegten Gesetzentwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). „Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte einen Neustart für die Energiewende angekündigt – erreicht hat er jetzt das Gegenteil“, sagt BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk. „Verpflichtende Direktvermarktung und Ausschreibungen bremsen den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und erhöhen gleichzeitig Aufwand und Kosten des Gesamtsystems.“

Auch die Belastung des selbst erzeugten Ökostroms mit 40 Prozent der EEG-Umlage im Jahr 2017 (nach 30 und 35 Prozent in den Jahren 2015 und 2016) bringe keinen Vorteil für das EEG-Konto, behindere aber innovative Modelle zur Versorgung von Mehrfamilienhäusern oder Supermärkten mit sauberem Strom, kritisiert Falk. Die vorgesehene Bagatellgrenze von 10 Kilowatt sei viel zu niedrig.
Die flexible, regelfähige Bioenergie werde durch die EEG-Novelle sogar in ihrer Existenz bedroht. Die Vergütungshöhen für die Einsatzstoffe der Anlagen seien so gering, dass selbst der extrem niedrige Ausbaukorridor von 100 Megawatt pro Jahr bei Weitem nicht genutzt werden könne. Die Biogasbranche rechne mit lediglich 6 Megawatt pro Jahr.

„Mit seiner Reform erhöht Minister Gabriel die Abhängigkeit von russischem Erdgas“, so Falk. Außerdem zeige er kein Vertrauen in die Bürgerenergie, die Deutschlands Energiewende so stark gemacht habe. „Stattdessen nimmt Gabriel den Wettbewerbsdruck von den konventionellen Energieerzeugern.“ Einer der wenigen Lichtblicke sei die Verordnungsermächtigung für ein Ökostrommarktmodell. Diese Option für eine direkte Belieferung der Kunden mit Ökostrom müsse jetzt schnell umgesetzt werden.

EEG-Umlage kann 2015 leicht sinken

Die EEG-Umlage wird im kommenden Jahr voraussichtlich leicht sinken. Die zur Förderung des Stroms aus Erneuerbaren Energien erhobene Umlage wird 2015 wahrscheinlich im Bereich von 5,8 bis 6,2 Cent pro Kilowattstunde Strom liegen – je nach Entwicklung des Börsenstrompreises sowie der Wind- und Solarstromproduktion im Sommer 2014. Aktuell beträgt sie 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Wert wird voraussichtlich erst in den Jahren 2016/2017 wieder erreicht. Das zeigt der von Agora Energiewende veröffentlichte EEG-Rechner. Die unter www.agora-energiewende.de/eeg-rechner frei verfügbare Software wurde vom Öko-Institut an die Beschlüsse des Bundeskabinetts zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) angepasst.

Die Hauptursache für das voraussichtliche Absinken der EEG-Umlage ist ein Einmal-Effekt: Prognosefehler in den vergangenen Jahren, die seinerzeit erhebliche Defizite des so genannten EEG-Kontos nach sich zogen, sind über einen Sonder-Zuschlag in der EEG-Umlage 2014 korrigiert worden. Dieser Zuschlag kann von 2015 an entfallen, womit sich die EEG-Umlage entsprechend reduziert. Zugleich sind Wind- und Solarstromanlagen, die immer mehr zu den tragenden Pfeilern des europäischen Energiesystems werden, inzwischen sehr günstig zu bauen. Daher beeinflusst der Zubau von Erneuerbare-Energien-Anlagen, wie er dem Mittelfristszenario der Übertragungsnetzbetreiber zugrunde liegt, die EEG-Umlage kaum.

„Das voraussichtliche Absinken der EEG-Umlage 2015 gilt allerdings nur, wenn im parlamentarischen Verfahren keine kostentreibenden Änderungen am EEG-Entwurf beschlossen werden“, sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. „Sollten zum Beispiel die Industrieprivilegien gegenüber dem Kabinettsbeschluss ausgeweitet werden, dann kann die EEG-Umlage 2015 den Wert von 2014 auch übertreffen.“

EU-Mitgliedsstaaten sollten gegen Brüsseler Leitlinien klagen

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) empfiehlt den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, gegen die heute vorgestellten Leitlinien der EU-Kommission für Beihilfen im Umwelt- und Energiesektor vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu klagen. „Die Leitlinien sind ein klarer Eingriff in die Kompetenz der Mitgliedsstaaten auf dem Feld der Energiepolitik“, sagt BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk. „Sie stehen im offenen Widerspruch zur EU-Richtlinie für Erneuerbare Energien und verletzen die Europäischen Verträge.“

Damit die Leitlinien keinen größeren Schaden bei den Erneuerbaren Energien und damit beim Klimaschutz anrichten, sollten die EU-Staaten vor dem EuGH eine Nichtigkeitsklage gegen die Leitlinien einreichen. Mit dieser Forderung liegt der BEE auf einer Linie mit EREF, dem europäischen Dachverband der Erneuerbaren Energien.

„Die EU-Kommission setzt einseitig auf Ausschreibungen, obwohl die bisherigen Erfahrungen mit diesem Instrument in vielen Ländern negativ waren und einige Länder wie zum Beispiel Großbritannien Ausschreibungen wieder abgeschafft haben“, kritisiert Falk. Ausschreibungen erhöhten die Kosten des Stromsystems und verringerten die Vielfalt der Erzeuger. „Auf der anderen Seite will Brüssel Einspeisetarife wie im deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen, obwohl diese sich in mehr als 60 Staaten weltweit bewährt haben.“

Ebenfalls kostentreibend sei die von der EU-Kommission vorgeschriebene Marktprämie, so Falk. Und die Vorgaben zur Stromeinspeisung bei negativen Börsenpreisen hebelten den Vorrang für Erneuerbare Energien aus und gefährdeten womöglich sogar die Systemsicherheit. „Dieses Instrument hat nur einen Zweck: Erneuerbare Energien zu Gunsten von Kohlekraftwerken aus dem Markt zu drängen.“

Gabriels schlechter Aprilscherz

„Die Summe der Einzelinteressen ist nicht das Gemeinwohl“ – so kommentierte Vizekanzler Sigmar Gabriel spitz das letzte Treffen von Bund und Ländern zur Reform der Ökostromförderung. An diesem Dienstag geht das Ringen um ein neues Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) in die nächste Runde. Ausgerechnet am 1. April wird zum Energiegipfel ins Kanzleramt geladen. Aber ist dem wirklich so: Gabriel, der Kämpfer für das Gemeinwohl? Bundesländer, die nur ihre Pfründe sichern?

Etliche Länderchefs, allen voran Torsten Albig aus Schleswig-Holstein, verteidigen mit der Windenergie an Land eine Energieform, die dem Gemeinwohl wie keine andere zugute kommt. Sie erzeugt unschlagbar günstig und zugleich klimafreundlich Strom. Neue Windkraftanlagen produzieren schon heute Strom zu gleichen oder geringeren Gestehungskosten wie neue fossile Kraftwerke, von den viel teureren Atomkraftwerken ganz zu schweigen. Auch die Stromgestehungskosten der Sonnenenergie sind nach massiven Kostensenkungen bereits mit neuen Gaskraftwerken vergleichbar. Dies zeigen Untersuchungen führender Forschungseinrichtungen wie dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, oder dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme. Die Kosten für Gesundheits- und Klimaschäden durch konventionelle Energien sind da noch nicht einberechnet.

Nach Berechnungen des Thinktanks Agora Energiewende würde ein zusätzliches Gigawatt installierte Windkapazität die EEG-Umlage nur um minimale 0.06ct erhöhen. Warum will dann ein Bundeswirtschaftsminister mit seiner EEG-Reform den weiteren Ausbau der Windenergie mit einem Deckel bei 2.5 Gigawatt ausbremsen? Von seinem Parteifreund Albig wird dies zurecht als „volkswirtschaftlich unsinnig“ gegeißelt. Da Gabriel es ist, der Einzelinteressen bedient: die der konventionellen Stromversorger.

RWE schreibt zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte tiefrote Zahlen. 2,8 Milliarden Euro betrugen die Verluste im Jahre 2013 und für das laufende Jahr sieht es nicht besser aus. Hohe Abschreibungen auf schlecht ausgelastete Kohle- und Gaskraftwerke müssen in den Bilanzen vorgenommen werden. Der Grund: Die Erneuerbare Energien nehmen durch ihren Vorrang im Netz den Konzernen Marktanteile ab. Sonnenstrom deckt die lukrativen täglichen Nachfragespitzen. Und mit jedem Megawatt zugebauter Kapazität bei Wind- und Sonnenenergie wird das Problem für RWE größer. Da viele sozialdemokratisch regierte Kommunen Aktienpakete von RWE halten, wird RWEs Problem zu einem Problem für Sigmar Gabriel.

Energiewende retten! Demo in Düsseldorf

Die geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefährdet die Energiewende massiv. Der Zubau der Erneuerbaren Energien droht mit einem Ausbaudeckel und Förderkürzungen abgewürgt zu werden. Investitionsvorhaben und tausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Ein breites Bündnis aus Nichtregierungsorganisationen, Umweltschutzgruppen und Verbänden nimmt nicht tatenlos hin, dass die Energiewende ausgebremst wird!

Am 22. März 2014 finden daher in sieben Landeshauptstädten Großdemonstrationen statt. Auch in Düsseldorf gehen wir auf die Straße und zeigen in dieser entscheidenden Phase der Neuausrichtung der Energiewende gemeinsam Flagge. Die Energiewende darf nicht ausgebremst werden!

Kommen Sie zu einer der Demonstrationen und setzen Sie sich für die Energiewende ein!

Der LEE NRW wird auf der Demo in Düsseldorf vertreten sein. Dort startet die Demonstration um 13.30 Uhr in der Friedrich-Ebert-Straße (DGB-Haus, Nähe Hauptbahnhof). Nach einem Zug durch die Stadt findet eine Abschlusskundgebung um 15.00 Uhr auf dem Johannes Rau-Platz (Nähe Landtag) statt. Es sprechen u.a.
•Michael Müller, Bundesvorsitzende der Naturfreunde
•Jürgen Blümer, Bürgerinitiative gegen Gasbohren BIGG Drensteinfurt e.V.
•Holger Sticht, BUND Landesvorsitzender NRW
•Klaus Schulze Langenhorst, Erneuerbare Energiewende Jetzt!
•Christoph Bautz, Campact
•Talkrunde mit Anja Vorspel (Düssel Solar e.V.) und Sebastian Schäfer (Windpark Rabenhain)

Moderation: Jutta Sundermann, attac

Drei Jahre nach Fukushima

EU-Subventionen für Atomkraft – Stoppschild für erneuerbare Energien?

Als es vor gerade mal drei Jahren in Fukushima zur Kernschmelze kam, war das
beherrschbare Restrisiko der zivilen Atomenergienutzung endgültig Geschichte. In
Deutschland verkündete die Bundesregierung im Eiltempo den erneuten Atomausstieg
und der Bundestag bekannte sich parteiübergreifend zur so genannten
Energiewende. Doch inzwischen beginnt sich der Wind schon wieder zu drehen; und
zwar zunehmend gegen die erneuerbaren Energien.

Studie: Europakonforme Reform der Industrie-Ausnahmen kann EEG-Umlage deutlich senken

Neugestaltung der Befreiungsregelungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz kann EU-Beihilfeverfahren abwenden und Haushalte um 50 Euro pro Jahr entlasten.

Würden die Industrie-Sonderregelungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf energieintensive und exportorientierte Unternehmen begrenzt und die Eigenstromerzeugung teilweise in die EEG-Finanzierung einbezogen, würde die EEG-Umlage um 20 % von derzeit 6,24 Cent auf etwa 5 Cent pro Kilowattstunde sinken. Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden würde so (inklusive der Mehrwertsteuer-Effekte) um mehr als 50 Euro jährlich entlastet. Das ist das Ergebnis eines Reformvorschlags, den das Öko-Institut im Auftrag von Agora Energiewende erarbeitet hat.

Der Studie liegt der Vorschlag zugrunde, große gewerbliche Stromverbraucher künftig stärker als bisher an der Finanzierung der Energiewende zu beteiligen. Dass diese Großverbraucher in den vergangenen Jahren immer stärker von der Zahlung der Ökostromumlage befreit wurden, hatte im Dezember auch die EU-Kommission moniert und deshalb ein Beihilfeverfahren gegen Deutschland eingeleitet.

Zudem begünstigt die derzeitigen Regelungen Großunternehmen gegenüber dem Mittelstand und führen dazu, dass Unternehmen umstrukturiert werden, um die Zahlung der Ökostromumlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) zu vermeiden. Gleiches gilt für den Trend, immer mehr Kraftwerke zur Eigenproduktion von Strom aus diesem Grund zu installieren. Dadurch entsteht ein sich selbst verstärkenden Effekt, der die EEG-Umlage immer weiter ansteigen lässt.

Infolge der vermehrten Eigenstromproduktion sowie der Ausweitungen der Befreiungen in den vergangenen Novellen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, hat sich daher die privilegierte Strommenge von 14 Prozent im Jahr 2004 auf aktuell rund 30 Prozent mehr als verdoppelt. Alle nicht-befreiten Stromverbraucher müssen daher eine umso höhere Ökostromumlage zahlen.

„Wir benötigen eine Reform dieser Ausnahmen. Sie muss die Wertschöpfung und Arbeitsplätze in energieintensiven und exportorientierten Industrien sichern und gleichzeitig die Fehlentwicklungen der Vergangenheit korrigieren. Zudem muss die Reform die Bedenken der EU-Kommission ausräumen, sonst stehen die Industrie-Ausnahmen insgesamt auf dem Spiel“, sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor des von der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation getragenen Denk- und Politiklabors Agora Energiewende.

Gabriel gefährdet Erreichung der Klimaschutzziele

Mit seinem Eckpunkte-Papier zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefährdet Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Erreichung der Klimaschutzziele. „Auch die Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Energien auf europäischer Ebene, für die Steigerung der Energieeffizienz und für den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung wird Gabriel mit diesem Konzept nicht erreichen“, kritisiert Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). „Stattdessen bräuchte die Energiewende neuen Schub.“

Nach Auffassung des BEE wird durch Instrumente wie die verpflichtende Direktvermarktung und Ausschreibungen die Energiewende – bislang in Bürgerhand – zu einer Veranstaltung für Großunternehmen. „Direktvermarktung ist für kleinere Stromerzeuger ökonomischer Unsinn“, sagt Falk. „Und auch im Ausland gibt es vor allem negative Erfahrungen mit Ausschreibungsmodellen.“